JA 

die neue Kirchenzeitung

1. Januar 2023 

Lesungen:  Numeri 6,22-27; Galater 4,4-7. Evangelium: Lukas 2, 16-21.

Volkswahl eines Erzbischofs 

Die Orthodoxe Kirche Zyperns hat ein neues Oberhaupt. Der Heilige Synod, das bischöfliche Leitungsgremium der Kirche, wählte den bisherigen Bischof von Paphos, Georgios (Papachrysostomou), nach der Vesper am Heiligen Abend  in Nikosia zum Nachfolger des im November verstorbenen Erzbischofs Chrysostomos II. (Dimitriou).
Der 73-jährige Georgios rückt damit an die Spitze der orthodoxen Kirche auf der östlichen Mittelmeerinsel auf, die dort einen großen

 

 
 politischen und sozialen Einfluss hat. 
Für Katholiken staunenswert ist nicht, dass der neue Erzbischof ein studierter Chemiker ist, sondern die Art seiner Wahl. 
Die Synode wählte den neuen Erzbischof mit einfacher Mehrheit aus jenen drei Kandidaten, die bei einer vorangegangenen Volkswahl der 550.000 wahlberechtigten orthodoxen Christen am 18. Dezember die meisten Stimmen erhalten hatten...    P. Udo 

Benedikt XVI. ist am letzten Tag des Jahres gestorben 

Der ehemalige Papst Benedikt XVI. ist tot. Er starb am 31. Dezember um 9.34 Uhr im Alter von 95 Jahren in seiner Wohnung im Vatikan. 
Als Zeichen der Trauer über den Tod des emeritierten Papstes läutet die Pummerin des Wiener Stephansdoms für fünf Minuten. Auch die Glocken der Domkirchen in ganz Österreich stimmen in das Trauergeläut ein, wie der Österreichische Bischofskonferenz am Samstag gegenüber Kathpress bestätigte. 
Benedikt XVI. war von 2005 bis 2013 Oberhaupt der katholischen Kirche. Er war der erste deutsche Papst seit 482 Jahren. Vor seiner Wahl war er gut 23 Jahre lang Leiter der Glaubenskongregation im Vatikan. In seiner Amtszeit versuchte er, Glaube und Vernunft zu versöhnen, die christlich-humanistischen Wurzeln Europas wiederzubeleben und die Kirche von Skandalen zu reinigen. Kirchengeschichte schrieb er mit seinem freiwilligen Amtsverzicht im Februar 2013. 

Papstgesandter brachte zu Weihnachten Hilfsgüter in Ukraine

Der Sozialbeauftragte des Papstes, Kurienkardinal Konrad Krajewski, hat Weihnachten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew verbracht und im Auftrag von Franziskus erneut Hilfsgüter in das kriegsgeplagte Land gebracht.
Wie einem Bericht des Portals „Vatican News" zu entnehmen ist, war Krajewski mit einer Ladung von Thermounterwäsche, Stromgeneratoren und Winterbekleidung unterwegs. Bei seiner Begegnung mit Armen erteilte er den Segen des Papstes und übermittelte dessen Weihnachtswünsche persönlich.
Der Kardinal war aus Polen über Lemberg nach Kiew gekommen, wobei er außer mit Kälte und mit der von Stromausfällen bedingten Dunkelheit auch mit langen Grenzwartezeiten konfrontiert war. Die Warteschlange für LKWs bei der Einreise habe sich über 25 Kilometer erstreckt, berichtete er. Allein bis nach Lemberg habe er drei Tage benötigt.
Die Hilfsgüter waren zuvor im Vatikan gesammelt worden, wobei er persönlich die Garantie dafür sein wollte, dass alles ankommt und sofort weitergegeben wird, erklärte der Kardinal. Die Generatoren - es handelte sich dabei um eine größere Anzahl - seien nach Odessa, Saporischschja und Charkiw weitergegangen und die von italienischen Skifahrern stammende Thermounterwäsche zu den ukrainischen Soldaten an die Front, wobei die Weiterverteilung über kirchliche Kanäle abgewickelt wurde.
Foto: Kradinal Krajewski in Lemberg. Foto: M. Krawiec.
 

Papst ruft am Christtag zum Frieden in der Welt auf

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsansprache am Christtag an das Leiden der Ukrainer im Krieg erinnert. Beim traditionellen Segen „Urbi et Orbi" (der Stadt Rom und dem Erdkreis) sagte er am Sonntag: „Unser Blick möge die Gesichter unserer ukrainischen Brüder und Schwestern aufnehmen, die dieses Weihnachten im Dunkeln, in der Kälte oder weit weg von ihrem Zuhause erleben - aufgrund der Zerstörung, die zehn Monate Krieg verursacht haben." Er rief dazu auf, den Leidenden in der Ukraine „mit konkreten Gesten der Solidarität zu helfen". Gott möge den Verstand jener erleuchten, „die die Macht haben, die Waffen zum Schweigen zu bringen und diesem sinnlosen Krieg ein sofortiges Ende zu setzen".
In seiner Ansprache ging Franziskus auch auf andere Konflikte und Kriegsherde in der Welt ein und bezeichnete sie als "Schauplätze eines dritten Weltkriegs". Konkret erwähnte er den Krieg in Syrien, die Gewalt im Heiligen Land und sagte: „Bitten wir den Herrn, dass dort, in dem Land, in dem er geboren wurde, der Dialog und die Suche nach gegenseitigem Vertrauen zwischen Israelis und Palästinensern wieder aufgenommen werden." 
Ausführlich ging er auch auf die Lage der Christen im Nahen Osten und insbesondere im Libanon ein, dem er wünschte, „dass er sich endlich wieder erhebe, mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und mit der Kraft der Geschwisterlichkeit und Solidarität."
Ferner sprach der Papst von Kriegen und Konflikten in der Sahelzone, im Jemen, in Myanmar und im Iran und betete darum, „dass alles Blutvergießen aufhöre". Auch an die Hungernden in vielen Ländern erinnerte er und sagte: „Lasst uns an diesem Tag, an dem es schön ist, sich um den gedeckten Tisch zu versammeln, an die Menschen denken, die an Hunger leiden, vor allem an die Kinder, während jeden Tag große Mengen an Lebensmitteln verschwendet und Gelder für Waffen ausgegeben werden."
In diesem Zusammenhang beklagte er, dass infolge des Ukraine-Kriegs ganze Bevölkerungsgruppen von einer Hungersnot bedroht seien, insbesondere in Afghanistan und in den Staaten am Horn von Afrika. Schließlich rief der Papst dazu auf, zu Weihnachten „nicht die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen zu vergessen, die auf der Suche nach Trost, Wärme und Nahrung an unsere Türen klopfen".
Zum ersten großen Papst-Segen nach der Einschränkungen der Corona-Pandemie waren rund 50.000 Menschen auf den Petersplatz gekommen.
 

Bischof Petrosyan: „Wo bleibt westliche Hilfe für Berg-Karabach?"

Der für Österreich zuständige armenisch-apostolische Bischof Tiran Petrosyan hat an die politisch Verantwortlichen in Österreich wie im gesamten Westen appelliert, endlich ernsthafte Bemühungen in Angriff zu nehmen, um die Blockade von Berg-Karabach durch Aserbaidschan zu beenden. Wenn die Menschenrechte auf dem Spiel stehen, müssten wirtschaftliche Interessen zurückstehen, forderte der Bischof im Kathpress-Interview. Den 120.000 Bewohnern von Berg-Karabach (Artsach) drohe eine humanitäre Katastrophe, die bereits ihren Anfang genommen habe. 
Warum stehe der Westen geschlossen aufseiten der Ukraine und lasse zugleich die Bevölkerung von Berg-Karabach im Stich, zeigte sich der Bischof fassungslos. Hier werde mit zweierlei Maß gemessen, kritisierte der Bischof: „Wo bleibt die Hilfe des Westens für Berg-Karabach?"
Seit rund zwei Wochen blockieren aserbaidschanische Aktivisten die einzige Verbindungsstraße von Armenien nach Berg-Karabach. Es herrsche bereits akuter Mangel an Lebensmitteln und vor allem auch an Medikamenten. Einige Personen seien bereits gestorben, weil sie medizinisch nicht mehr versorgt werden konnten, berichtete der Bischof. 
Scharf ging Bischof Petrosyan auch mit westlichen Appellen ins Gericht, in denen beide Konfliktparteien aufgefordert würden, die Gewalt zu beenden. Es gebe nur einen Aggressor, und das sei Aserbaidschan. „Solche Appelle würden Aserbaidschan nur noch weiter ermutigen", so der Bischof. 
Die Armenier von Berg-Karabch seien ein christliches Volk, Berg-Karabach eine Demokratie. Die Bewohner von Berg-Karabach wollten um nichts in der Welt unter aserbaidschanischer Oberhoheit stehen. Dass man ihnen die gleichen Rechte wie der Bevölkerung Aserbaidschans zusage, sei ein Hohn, betonte der Bischof. Aserbaidschan sei eine Diktatur, die Bevölkerung ohne Rechte.

Bischof Aichern ist 90: Scheuer würdigt „Bischof bei den Menschen"

Der frühere Linzer Bischof Maximilian Aichern hat am Stephani-Tag seinen 90. Geburtstag gefeiert und von seinem amtierenden Nachfolger einen Glückwunschbesuch erhalten. „Die Kirche hat durch ihn als Gesprächspartnerin in sozialen Fragen Bedeutung gewonnen", würdigte Diözesanbischof Manfred Scheuer den Jubilar. Die vielen Zuschreibungen für Aichern - wie „Sozialbischof" oder „Bischof bei den Menschen" - kämen nicht von ungefähr, sondern zeugten von seiner „prägenden Handschrift" für die Kirche in Oberösterreich. Aichern „steht für die Vitalität der Kirche in der sozialen Frage", unterstrich Scheuer in einer Aussendung der Diözese Linz vom Montag.
Aichern lebe eine „wache und aufmerksame Zeitgenossenschaft", sei „historisch höchst interessiert und informiert, gesprächsfähig, Dialog eröffnend für unterschiedliche Ideologien" und habe sich zudem nie gescheut, „die Bereiche aufzuspüren und zu bespielen, wo sich die Kirche in den Zugängen geschichtlich belastet, schwergetan hat", sagte Scheuer. Besonders sei auch, dass der emeritierte Bischof angesichts der heutigen Konfliktgesellschaft und vielfältiger Polarisierungen stets „große Gelassenheit und innere Ausgewogenheit" an den Tag gelegt habe. Leitend sei für ihn die Überzeugung, dass der christliche Glaube die Kraft zur „Veränderung der Welt zum Guten" und zum „Einreißen von Grenzen" habe.
„Das Charisma der Unaufgeregtheit“
Bei all dem lebe Aichern „aus der Mitte des Glaubens und hat das Charisma der Unaufgeregtheit", so Scheuer über die Persönlichkeit des Ordensmann aus Stift St. Lambrecht. Dieser sei nach seiner Bischofsweihe 1982 „innerlich ein Benediktiner geblieben, aber äußerlich und spirituell zum Wanderprediger geworden". In 24 Jahren Amtszeit habe Aichern die Diözese Linz entscheidend geprägt und gestaltet, habe „Kontakte und Fäden geknüpft, von dem wir heute noch und wohl weit in die Zukunft hinein profitieren". Herausragend sei dabei die Zusammenarbeit mit den Kirchen in Osteuropa und auf dem Balkan, durch Hilfsbrücken oder den unter Aichern gegründeten Osthilfe-Fonds.
Doch auch jetzt noch, als emeritierter Bischof, stehe Aichern „für eine menschenfreundliche, ermutigende und hoffnungsfrohe Kirche", erklärte Scheuer. Sein Interesse am kirchlichen und gesellschaftlichen Geschehen sei auch mit 90 Jahren „genauso ungebrochen wie seine Bereitschaft, die Freude am Evangelium und am Christsein weiterzutragen". Bischof Maximilian sei weiterhin oft bei Veranstaltungen anzutreffen und bereichere diese mit seinem „ungeheuren Wissen und seiner großen Erfahrung". Scheuer abschließend: „Ich danke ihm für seinen bischöflichen Dienst, für seine Menschenfreundlichkeit und seinen tiefen Glauben, für seine Strahlkraft und sein Vertrauen in eine gute Zukunft."
Ordensmann und Bischof
Maximilian Aichern wurde am 26. Dezember 1932 in Wien geboren, arbeitete nach der Matura in der elterlichen Fleischhauerei und trat 1954 in das Kloster St. Lambrecht ein. Nach dem Studium in Salzburg und Rom wurde er 1959 zum Priester geweiht, wurde 1977 Abt von Sankt Lambrecht sowie schon im Jahr darauf zum Abtpräses der österreichischen Benediktiner gewählt. Ende 1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Linz, gefolgt von der Bischofsweihe am 17. Jänner 1982 mit rund 10.000 Gläubigen im Linzer Dom.
Einen besonderen Namen machte sich Aichern  österreichweit als „Sozialbischof": etwa durch seine Federführung beim „Sozialhirtenbrief" der österreichischen Bischöfe 1990, beim Sozialwort der 14 christlichen Kirchen 2003 oder durch seinen vehementen Einsatz in der „Allianz für den arbeitsfreien Sonntag". In Linz gründete er die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung und beherbergte Flüchtlingsfamilien im Bischofshaus.
Am 18. Mai 2005 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Bischof Aichern an, der sein Amt vier Monate später an seinen Nachfolger, Bischof Ludwig Schwarz, übergab. Diesen sowie auch den derzeitigen Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer unterstützte Aichern weiter in liturgischen und repräsentativen Aufgaben.
Foto: Bischof em. Maximilian Aichern und Bischof Manfred Scheuer, hier beim Festakt zu "25 Jahre Osthilfefonds" im Dezember 2022. © Diözese Linz / Kienberger
 

Priesterausbildung: 129 Seminaristen in Österreich in Ausbildung

Im aktuellen Studienjahr 2022/23 absolvieren in Österreich 129 Studierende die Ausbildung in den Priesterseminaren. 26 davon haben ihre Ausbildung neu begonnen bzw. sind in eines der österreichischen Priesterseminare eingetreten. Das geht aus Statistik-Daten hervor, die das für die Priesterausbildung bzw. die Berufungspastoral zuständige Canisiuswerk in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "miteinander" veröffentlicht hat. 22 Priester wurden heuer in Österreich geweiht.
Die meisten Neueintritte verzeichneten das Priesterseminar der Erzdiözese Wien (6) sowie das überdiözesane Priesterseminar Leopoldinum in Heiligenkreuz (10). 
Elf Studierende befinden sich aktuell im Propädeutikum (Vorbereitungsjahr zum Priesteramtsstudium). 
Das Priesterseminar der Diözese Graz-Seckau verzeichnet drei Neueintritte, zwei die Seminare der Diözese St. Pölten und "Redemptoris Mater", jeweils einen Neueintritt die Seminare von Eisenstadt, Innsbruck und Gurk. 22 Seminaristen haben im vergangenen Jahr ihre Ausbildung erfolgreich beendet und wurden zu Priestern geweiht. Insgesamt leben und wirken in Österreich derzeit an die 3.550 katholische Priester. 

Kurznachrichten

  

Papst Franziskus hat am 28. Dezember den schwerkranken ehemaligen Papst Benedikt XVI. im Vatikan besucht. Der Gesundheitszustand des 95-jährigen Deutschen hatte sich in den letzten Stunden “des fortschreitenden Alters" verschlimmert. 

 

Ukraine. Die Regierung nimmt der bis Mai zum Moskauer Patriarchat gehörenden ukrainisch-orthodoxen Kirche ihre bedeutendste Kathedrale in Kiew auf unbestimmte Zeit weg. Die staatliche Behörde, die einen großen Teil des weltbekannten Kiewer Höhlenklosters an die Kirche verpachtet, untersagte in der dortigen Mariä-Entschlafens-Kathedrale ab 31. Dezember, 21.00 Uhr, das Feiern von Gottesdiensten. 

 

Eritrea. 75 Tagen nach seiner ohne Angabe von Gründen erfolgten Inhaftierung ist der katholische Bischof der eritreischen Diözese Segheneiti, Abune Fikremariam Hagos (52), wieder freigelassen worden. 

 

Auf den Philippinen haben die Caritas und die Erzdiözese Ozamis die Hilfe für Tausende Betroffene der Flutkatastrophe auf Mindanao zu Weihnachten gestartet. Gemeinden hätten jenen, deren Häuser unterspült oder beschädigt wurden, Obdach gegeben und Evakuierte aus Hochrisikogebieten aufgenommen, teilte die Caritas mit. 

 

In Nicaragua ist nach der Inhaftierung des regimekritischen Bischofs Rolando Alvarez nun die Facebook-Seite seiner Diözese Matagalpa gesperrt worden. Sie hatte 200.000 Follower. 


 


Irak. In der nordirakischen Metropole Mossul werden künftig wieder mehrere Kirchenglocken zu hören sein. In der Gießerei "Cornille Havard" in Villedieu-les-Poêles in Frankreich wurden kürzlich  drei Glocken gegossen. Die ersten Glocken wurden bereits im November in Betrieb genommen. Ihr Läuten war das erste, seit die Terrormiliz IS im Juni 2014 die Stadt eroberte. 

 

Spanien. In Barbera del Valles haben Diebe das Jesuskind aus der Freilichtkrippe „entführt". In einem Video auf Sozialen Medien fordern die Täter mit verhüllten Gesichtern und verzerrten Stimmen ein Lösegeld von 10.000 Euro für die wertvolle Figur. 

  


Österreich



Salzburg. Der frühere Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser (85) ist nach seiner Rückkehr aus Tirol im Salzburger Priesterseminar eingezogen. Nun stellt der Salesianer Don Boscos die Seelsorge in den Mittelpunkt. Er will Aushilfen übernehmen und „zwischendurch, wenn Erzbischof Lackner etwas braucht, bin ich natürlich da". 

 

Oberösterreich. Franziska Payrhuber, Oberösterreichs erste Laien-„Entwicklungshelferin" in Südkorea (1961-1966) ist am 20. Dezember im 94. Lebensjahr gestorben. 

Große Trauer um Pelé

Der Tod von Edson Arantes do Nascimento, besser bekannt als Pelé, hat auch in der katholischen Kirche Brasiliens Trauer ausgelöst. Der 82-jährige „König des Fußballs" ist am 29. Dezember gestorben.
Pelé wurde am 23. Oktober 1940 im Teilstaat Minas Gerais in armen Verhältnissen geboren. Mit 17 Jahren begann er seine Profi-Karriere als Fußballer, wurde mit der brasilianischen Nationalmannschaft als einziger dreimal Weltmeister. Er erzielte in seiner Karriere 1.284 Tore in 1.366 Spielen.
Pelé war ein bekennender Katholik und Marienverehrer, wie er etwa 2021 auf Twitter schrieb: „Heute bete ich zur Muttergottes von Aparecida, der Heiligen, der ich mein ganzes Leben lang Gebete gewidmet habe, dass sie die Kinder beschützt." 
Mehrmals traf er die Päpste - Paul VI. im Jahr 1966 auf seiner Hochzeitsreise, 1978 Johannes Paul II. im Vatikan sowie 2005 Benedikt XVI. beim Weltjugendtag in Köln, während mit Franziskus eine Begegnung 2013 beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro geplant war,  zu der Pelé dann aber nicht kam. Dem lateinamerikanischen Papst übermittelte die Fußballlegende jedoch später ein Trikot. 
Im Dezember bekundete Franziskus, er bete für Pelé.
Noch in seiner aktiven Zeit hatte er bekundet: "Ich hoffe, dass Gott mich im Himmel so empfangen wird, wie mich die ganze Welt heute dank unseres geliebten Fußballs empfängt."

Niederösterreich ehrt Gründer des Priester-Fußballnationalteams

Der Gründer der österreichischen Priester-Fußballnationalmannschaft, der Eisenstädter Bischofsvikar Zeljko Odobasic (63), ist mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich ausgezeichnet worden. Das teilte die Website der Kroatischen Kirchenzeitung „Glasnik" vor wenigen Tagen mit. Die Auszeichnung würdigt die sportlichen Verdienste des Geistlichen für das Land Niederösterreich, in dem die Priester-Fußballnationalmannschaft „daheim" ist. 
Die Auszeichnung wurde bei einem Festakt im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums des Landes Niederösterreich im St. Pöltner Landhaus von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bereits am 6. Dezember überreicht, so „Glasnik", die Odobasic als Chefredakteur leitet. Bischofsvikar Odobasic bedankte sich seinerseits bei Mikl-Leitner mit einem Buch über den Zusammenhang von Sport und Religion. 
Der aus Bosnien gebürtige Priester ist derzeit Pfarrer von Trausdorf und Oslip.
Die österreichische Nationalmannschaft setzt sich aus Priestern aus sechs Nationen zusammen. Kapitän und Tormann ist der Priester Hans Wurzer. 

Auch das noch...

Stuttgart: Klimaaktivisten wollten TV-Gottesdienst stören

Klimaaktivisten haben vergeblich versucht, den ARD-Weihnachtsgottesdienst zu stören. Die evangelische Gemeinde in Stuttgart-Möhringen und die Polizei verhinderten die Protestaktion der „Letzten Generation". 
Der Familiengottesdienst sollte am Heiligen Abend live aus der Auferstehungskirche in Stuttgart-Möhringen in der ARD übertragen werden. Doch bereits vorab sickerten Hinweise durch, dass Aktivisten der "Letzten Generation" den Gottesdienst medienwirksam stören wollten, wie die Polizei mitteilte.
Die Gemeinde bereitete sich entsprechend vor und zeichnete bereits die Generalprobe des Gottesdienstes am Freitag auf, die dann an Stelle der Liveübertragung im Fernsehen gesendet wurde. 
 

TV-Sender Arte will Spot für bedrohte Christen nicht senden

Das französische Hilfswerk „Oeuvre d'Orient" protestiert gegen die Entscheidung des deutsch-französischen Senders Arte, einen Spot für bedrohte Christen im Nahen und Mittleren Osten nicht auszustrahlen. Währenddessen gehe „der Krieg in der Ukraine weiter, die Lage in Armenien und Berg-Karabach verschlechtert sich, und wir sind Zeugen eines Wiederauflebens des 'Islamischen Staates' im Irak und in Syrien", hieß es in einer Protesterklärung des kirchlichen Werkes vom Freitag. Es betont, Oeuvre d'Orient sei „fest verbunden mit den säkularen Prinzipien der Republik", habe „Respekt vor allen Religionen und der Meinungsfreiheit".
Ähnliche Kontroversen gab es mit den öffentlich-rechtlichen Sendern 2015 RATP und Radio France 2020. Auch sie hatten sich bei ihrer Weigerung auf weltanschauliche Neutralität berufen. Beide strahlten die Spots nach öffentlichen Protesten schließlich aus.

Papst und UN-Generalsekretär unterstützen Taize-Jugendtreffen

Prominente Unterstützung für das am Mittwoch in Rostock begonnene 45. Europäische Jugendtreffen der christlichen Taize-Gemeinschaft: In einem schriftlichen Grußwort rief Papst Franziskus die Teilnehmenden auf, „jeder Form von Unrecht entgegenzutreten" und "gemeinsam nach Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu suchen".
Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, wandte sich in einem Grußwort an die Jugendlichen. Er hob hervor, dass der Klimawandel und das Schwinden der Artenvielfalt das Leben auf der Erde bedrohten. „Junge Menschen haben als erste Alarm geschlagen und Veränderungen gefordert", lobte Guterres. Er rief nachdrücklich dazu auf, "den Einsatz für eine gemeinsame Zukunft fortzusetzen".
 

Kritik an Einnahme von Jerusalemer Land durch Siedler 

Die Einnahme eines Landstücks südöstlich der Jerusalemer Altstadt in Zusammenhang mit israelischen Ausgrabungen am historischen Schiloach-Teich sorgt für Kritik. „Archäologie darf nicht als Werkzeug für Unterdrückung und Judaisierung benutzt werden", erklärte die Archäologengruppe Emek Schaveh, die sich gegen eine Politisierung von Archäologie engagiert, am Dienstag auf Twitter.
Laut verschiedenen Berichten waren israelische Sicherheitskräfte am Dienstagmorgen in das palästinensische Stadtviertel Silwan eingedrungen, um der rechtsgerichteten Siedlerorganisation Elad Zugang zu einem Grundstück zu verschaffen, das an den Schiloach-Teich grenzt. Die israelische Antikenbehörde hatte am Morgen angekündigt, den Teich vollständig freizulegen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

85.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs 

Zwischen 27. Dezember und 8. Jänner sind auch heuer wieder 85.000 Kinder und Jugendliche in ganz Österreich als Sternsinger unterwegs. Als Heilige Drei Könige verkleidet, wandern sie singend von Haus zu Haus, bringen den Segen und bitten um Spenden für Not leidende Menschen. Die Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar, unterstützt mit den Spenden jährlich rund 500 Hilfsprojekte in Armutsregionen der Welt.
Schwerpunkt der Sternsingeraktion 2022/23 ist die Hilfe für Hirtenvölker im nördlichen Kenia. Wegen der Klimakrise bleibt in Samburu und Marsabit der Regen aus. Spenden sollen sauberes Wasser und damit das Überleben der Menschen sichern. Auch die Nahrungssituation wird mit dem Anlegen von Gemüsegärten verbessert. Hirtenkinder, die tagsüber auf die Herden aufpassen, lernen in speziellen Abendschulen Lesen, Schreiben und Rechnen. Frauen schließen sich zusammen und steigern das Familieneinkommen etwa mit Hühnerzucht oder der Herstellung von Perlenketten und Seife aus Aloe Vera.
In der Region leben 80 Prozent der Menschen als Hirtenvölker von ihren Herden von Rindern, Ziegen, Schafen oder Kamelen. Überfälle auf Viehherden durch rivalisierende Stämme, Kinderheirat und Genitalverstümmelung sind nach wie vor gesellschaftliche Probleme, berichtete eine Gruppe der „Yarumal Missionaries" aus der Region Samburu im Kathpress-Interview. Das Ziel der DKA-Partnerorganisation ist es, durch Bildung und Ermächtigungsarbeit die Lebensumstände von Frauen und Mädchen zu verbessern.
Sternsinger-Segen für das renovierte Parlament
Sternsingerinnen und Sternsinger aus der Pfarre St. Hubertus und St. Christophorus im 3. Wiener Gemeindebezirk waren am 28. Dezember zu Besuch im frisch renovierten Parlament. Sie brachten die weihnachtliche Friedensbotschaft und den Segen für das neue Jahr. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka zeigte sich über den Besuch der "Heiligen Könige" hocherfreut. Nach Lied und Sprüchen von Caspar, Melchior und Balthasar präsentierte er den Kindern höchstpersönlich den sanierten Plenarsaal mit der Glaskuppel.
Van der Bellen: Spender an Sternsinger sind „wie vierter König" 
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Freitag Sternsingergruppen aus sechs österreichischen Bundesländern in der Wiener Hofburg empfangen. Die als Könige verkleideten Kinder und Jugendlichen wünschten dem von seiner Gattin Doris Schmidauer begleiteten Staatsoberhaupt Segen und „friedliches Zusammenleben, Solidarität und Toleranz" für das ganze Land und über die Grenzen hinaus. Van der Bellen betonte, durch eine Spende an die Sternsinger sei man unabhängig von der religiösen Überzeugung „wie ein vierter König" und bezeuge, "dass Hilfe, Zusammenhalt und füreinander Dasein möglich ist". 
Foto. kathpress.at.