JA 

die neue Kirchenzeitung

 2. Juni 2024 

Lesungen:  Dtn 5,12-15; 2 Kor 4,6-11;  Evangelium: Mk 2,23-3,6.

 

Raschere Reformen nötig

In Österreich sind (nur noch) rund 4,7 Millionen Menschen katholisch – die gute Hälfte der Bevölkerung. Der Priestermangel ist erdrückend.
In dem nur geringfügig stärken Ungarn sind rund 6 Millionen katholisch.
Die Probleme sind hier wie dort dieselben.
In Ungarn werden heuer nur 25 Männer zu römisch-katholischen Diözesanpriestern geweiht.

 

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat jüngst erneut auf raschere Kirchenreformen gedrängt.  Er mache sich oft Sorgen, dass vieles sehr langsam gehe, sagte er im TV-Sender „phoenix". Gerade in Deutschland, aber nicht nur dort, sei bei vielen Katholikinnen und Katholiken die Geduld allmählich am Ende.
Forderungen aus dem deutschen Reformprojekt Synodaler Weg lägen auf dem Tisch und seien auch keine rein deutschen Themen, sondern beträfen große Teile der Welt, fügte der Limburger Bischof hinzu. Konkret nannte er Fragen nach der Rolle der Frauen, nach der Sexualmoral, nach dem Priesteramt und nach Gewaltenteilung und Beteiligung von Laien.     P.  Udo

Erfurt: Deutscher Katholikentag mit mahnender Papst-Botschaft

Mit einer warnenden Grußbotschaft von Papst Franziskus und kritischen Fragen des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ist am Mittwochabend in Erfurt der 103. Deutsche Katholikentag eröffnet worden. Rund 6.000 Gäste hatten sich auf dem Domplatz der Hauptstadt Thüringens versammelt, wo sich nur sieben Prozent der Bevölkerung zum katholischen Glauben bekennen und die rechtsextreme AfD bei über 20 Prozent der Stimmen hält. Darauf wie auch auf die bevorstehende Europawahl nahmen der Papst wie auch das deutsche Staatsoberhaupt - zumindest indirekt - Bezug.
Christen müssten sich gegen Ausgrenzung engagieren, forderte Franziskus in seiner Grußbotschaft. "Wir wollen uns aber auch öffentlich, politisch für bessere Lebensbedingungen einsetzen und besonders denen eine Stimme verleihen, die kein Gehör finden". Ohne Gerechtigkeit sei kein Friede möglich.
Steinmeier warnt vor religiöser Gleichgültigkeit
Bundespräsident Steinmeier bedauerte in seiner Eröffnungsrede den großen Vertrauensverlust der Kirchen. „Man muss wohl von einer epochalen Veränderung sprechen", sagte er. Trotzdem trügen Christen nach seiner Ansicht weiterhin stark zum Zusammenhalt in Deutschland bei. „Das ist für unsere ganze Gesellschaft ein Glück", betonte das Staatsoberhaupt, der den Katholiken für ihr Engagement in Kirche und Gesellschaft dankte.
Scholz und Habeck beim Deutschen Katholikentag
Der Deutsche Katholikentag in Erfurt stand am Freitag vor allem im Zeichen der Polit-Prominenz. Zur Halbzeit des fünftägigen Treffens gab es besonders großes Interesse für die Auftritte von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne). Die beiden konfessionslosen Politiker lobten den Einsatz von Kirchenmitgliedern für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Habeck diskutierte unter anderem über Klimaschutz und die soziale und gerechte Ausgestaltung des Klimageldes. Scholz sprach bei einer Veranstaltung zum Thema „Gemeinschaft stärken - Gesellschaft gestalten" und besuchte später mehrere kirchliche Verbände und Organisationen auf der Kirchenmeile.
Beim Podium mit Scholz, an dem auch die deutsche Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa teilnahm, gab es massive Störungen durch Klima-Aktivisten der Letzten Generation, auf die der deutsche Kanzler sichtlich genervt reagierte: „Sie müssen ein bisschen zuhören und nicht ihr Theater-Sprech aufsagen, den Sie vorher in Agitationsgruppe geübt haben, das geht so nicht." Das Publikum applaudierte, und die Störer wurden aus dem Raum geführt. Die Organisatoren des Katholikentags boten ihnen weitere Gespräche an.
Bätzing: Reformen gehen vielen zu langsam
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, drängte derweil erneut auf raschere Reformen in der katholischen Kirche. Er mache sich oft Sorgen, dass vieles sehr langsam gehe, sagte er im TV-Sender „phoenix". Gerade in Deutschland, aber nicht nur dort, sei bei vielen Katholikinnen und Katholiken die Geduld allmählich am Ende.
 

Kirche in der Slowakei veröffentlicht Länderbericht zur Weltsynode

Die Slowakische Bischofskonferenz hat die nationale Synthese der diözesanen Berichte über die Versammlungen im Rahmen der von Papst Franziskus angestoßenen Weltsynode veröffentlicht. Sie zeichnet sich durch eine enorme Erwartungshaltung der überwiegend jungen Teilnehmer an den Gesprächen aus, die die Gelegenheit wahrgenommen haben, sich erstmals in diesem Ausmaß unzensuriert zu Wort melden zu dürfen. Und im Unterschied zu den Bischöfen in der Tschechischen Republik, die dem Text ihrer Synthese eine äußerst skeptische Stellungnahme hinzugefügt haben, fehlt eine solche im slowakischen Pendant.
Der Wunsch nach Dialog auf allen Ebenen der Kirche durchzieht das gesamte Dokument, aber ohne apokalyptisches Szenario von Kirchenaustritten und Priesterschwund. 
Reizthemen wie Frauenordination oder "Ehe für alle" werden in ihrer vollen Schärfe nicht in den Mund genommen. 

Pakistan: Imam hetzt gegen Christen

Es war ein normaler Samstag (25. Mai) in der christlichen Mujahid-Kolonie in der pakistanischen Großstadt Sargodha, als ein schockierender Vorfall Chaos und Gewalt auslöste. Sultan, ein Anwohner, hat eine kleine Schuhfabrik und einen Laden. Jemand hatte eine Kiste mit alten und beschädigten Koranseiten in der Nähe eines Hauses abgestellt. Der Vater des Hauseigentümers, Naveed Masih, hielt die Kiste für Müll und verbrannte sie auf der Straße (die üblich Vorgehensweise für die Müllentsorgung). Der Passant Maulana beschuldigte ihn daraufhin, Koranseiten zu verbrennen. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. „Auf Betreiben eines örtlichen Geistlichen" (Originalton von Aqliyati Huqooq (Minority Rights March), eine von religiösen Minderheiten, Aktivisten, Vertretern und Gemeindemitgliedern geführte Basisbewegung) bildete sich ein Mob und forderte „Gerechtigkeit“ für die Schändung des Korans. Ein Video zeigt den Angriff auf den 70-jährigen Naveed Masih, den Vater von Sultan, während das Haus und die Schuhfabrik in Brand gesetzt worden seien. Die Polizei wurde am Samstag um 15.00 Uhr benachrichtigt. Auch hochrangige Beamte eilten daraufhin zum Tatort, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Bevor sie jedoch eintrafen, hatte der Mob die Sache bereits selbst in die Hand genommen. Naveed Masih, wurde aus dem Haus gezerrt und schwer verprügelt. Der Mob ließ ihn in einem kritischen Zustand auf dem Boden liegen.

Elmar Kuhn von „Christen in Not“: „Gemeinsam auch mit Vertretern des Islam in Österreich und unserer Politik müssen wir solche Vorgänge aufzeigen und zu einem rascheren Eingreifen der Sicherheitskräfte ermuntern. Wegschauen bedeutet die Ermutigung der radikalen Muslime, in Pakistan wie in Europa, die muslimische Gemeinschaft in Geiselhaft zu nehmen und Christen zu Freiwild zu erklären. In die gleiche Kerbe schlägt die Verachtung der freiheitlichen Grundwerte durch Forderungen nach dem Kalifat wie in Hamburg. In einer globalen Welt müssen wir auch global wachsam sein!“ 

Mob greift Krankenwagen an 

Als die Polizei eintraf, gelang es ihr, Naveed aus den Fängen des Mobs zu befreien und ihn zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus zu bringen. Der Krankenwagen, Rescue 1122, wurde jedoch ebenfalls von dem Mob angegriffen, der ihn mit Steinen bewarf, die Fensterscheiben einschlug und den schwerverletzen Naveed noch im Krankenwagen töten wollte. 

Sargodha ist eine Großstadt in der pakistanischen Provinz Punjab. Sie liegt 175 km westlich der Metropole Lahore und etwa gleich weit südlich der Hauptstadt Islamabad. Sargodha hatte bei der letzten Volkszählung (2017) 659.862 Einwohner. Ihre Wirtschaft ist traditionell landwirtschaftlich geprägt, aber sie ist auch Standort einer Universität und von Pakistans größter Luftwaffenbasis. (Wikipedia)

Foto: Sargodha-Mob brennt Schuhfabrik nieder-©CiN

Weltkindertag: Papst und Kinder setzen Friedenszeichen

Mit Kindern aus aller Welt, darunter Kriegsgegenden wie Gaza und Ukraine, hat Franziskus am Samstagnachmittag im römischen Olympiastadion den ersten katholischen Weltkindertag eröffnet. Dabei ermutigte der Papst zu Gesten des Friedens und der Freundschaft und klagte Ungerechtigkeit und Egoismus an; gemeinsam gelte es eine bessere Welt aufzubauen, berichtet Vatican News.
Kinder seien Hoffnungsträger, und die Kirche stehe an ihrer Seite: „Bei euch, Kinder, spricht alles vom Leben und Zukunft. Und die Kirche, die Mutter ist, heißt euch willkommen und begleitet euch liebevoll und mit Hoffnung“, betonte der Papst.
„Ich weiß, dass ihr über die Kriege traurig seid“, kam Franziskus auf das Leid von Kindern in vielen Weltregionen zu sprechen. Er berichtete von einer Begegnung mit Kindern aus der Ukraine und aus Palästina am Samstagmorgen im Vatikan. „Einige von ihnen waren verwundet…“, so Franziskus, den das Treffen tief bewegt hat.
„Lasst uns für die Kinder beten, die nicht zur Schule gehen können, für die Kinder, die unter Kriegen leiden, für die Kinder, die nichts zu essen haben, für die Kinder, die krank sind und die niemand heilt“, appellierte er. Franziskus ließ die Kinder dann das Motto des Weltkindertages wiederholen: Seht, ich mache alles neu (Offb 21,5).
Papstmesse: Papst erklärt Kindern die Dreifaltigkeit
Die Veranstaltung ging am Sonntag im römischen Olympiastadion mit einer hl. Messe zu Ende, an der   rund 50.000 Menschen teilnahmen.
Franziskus nutzte seine Predigt dazu, um mit den Kindern in einen Dialog über die Dreifaltigkeit gemäß dem christlichen Glaubensbekenntnis einzutreten - den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Dabei nutzte er einfache Worte und wandte sich direkt an seine Zuhörer. 
„Wer ist der Heilige Geist?“, fragte Franziskus. Das sei gar nicht so leicht zu erklären: „Denn der Heilige Geist ist Gott, er ist in uns. Wir empfangen den Heiligen Geist in der Taufe, wir empfangen ihn in den Sakramenten. Der Heilige Geist ist das, was uns im Leben begleitet. Er ist derjenige, der uns in unserem Herzen sagt, was wir Gutes tun sollen. 
An dem Gottesdienst nahmen auch Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri und Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni teil. Die Feier war Höhepunkt und Abschluss des Weltkindertags, der vom Vatikan ausgerufen und am Wochenende erstmals begangen wurde. Anders als bei den Weltjugendtagen stellten italienische Kinder und Familien mehr als 95 Prozent der Teilnehmer. 100 weitere Länder waren mit kleinen Gruppen vertreten.
 

Medien: Spannungen um Notre-Dame zwischen Macron und Erzbischof

Wenige Monate vor der Wiedereröffnung der Pariser Kathedrale Notre-Dame soll es Spannungen zwischen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem Erzbischof von Paris, Laurent Ulrich, geben. Grund sei die Ausrichtung der Feier Anfang Dezember, berichtet die Zeitung „La Depeche" . Da der Staat wegen der Trennung von Staat und Kirche Eigentümer der Kathedrale ist und die Baulast trägt, will Macron als Staatsoberhaupt bei der Zeremonie die Schlüssel der Kathedrale übergeben. Die Erzdiözese halte diesen symbolischen Akt für überflüssig, da sich durch den Brand 2019 und die fünfjährige Restaurierung nichts im Verhältnis von Kirche und Staat geändert habe.
Differenzen gibt es laut Bericht auch über die Rede des Staatspräsidenten. Macron wolle im Inneren der Kathedrale sprechen; der Erzbischof sehe die Präsidentenrede eher auf dem Vorplatz vor dem Gotteshaus.
Die Zeitung sieht hinter Macrons Ambitionen auch ein psychologisches Motiv: Anders als seine Vorgänger Francois Mitterrand oder Jacques Chirac hat Macron ansonsten kein symbolträchtiges Denkmal aus seiner Amtszeit vorzuweisen wie etwa die Glaspyramide am Louvre, die Bastille-Oper oder die Nationalbibliothek bei Mitterrand oder das Museum Quai Branly bei Chirac. Macron machte dafür den Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame de Paris zu seinem großen Werk.
Schon am Tag des Großbrandes, am 15. April 2019, begab sich der Präsident zur Baustelle und versprach, das in Teilen zerstörte Gotteshaus in der Rekordzeit von fünf Jahren wieder aufzubauen - was für Haareraufen bei den Fachleuten sorgte, aber auch für hohe Spenden aus aller Welt. Die von Macron gewünschte Wiederöffnung bis zum fünften Jahrestag des Brandes konnte zwar nicht ganz eingehalten werden; sie soll aber am 7./8. Dezember stattfinden. Am Freitag wurde das restaurierte, zwölf Meter hohe Kreuz wieder auf dem Dach installiert.

Wirbel um homophobe Äußerung: Papst bittet um Entschuldigung

Nachdem sich Papst Franziskus bei einem nicht öffentlichen Treffen mit italienischen Bischöfen offenbar unter Verwendung eines abwertenden italienischen Wortes über Homosexuelle und deren Zulassung zur Priesterausbildung geäußert hat, hat das Kirchenoberhaupt um Entschuldigung gebeten. „Der Papst hat niemals die Absicht gehabt, jemanden zu beleidigen oder sich in homophoben Begriffen auszudrücken. Er bittet jene um Verzeihung, die sich von der Verwendung eines Begriffs verletzt fühlen, der von anderen wiedergegeben wurde", teilte Vatikansprecher Matteo Bruni am Dienstag mit.
Am Montag hatten mehrere italienische Medien unter Berufung auf anonyme Konferenzteilnehmer berichtet, der Papst habe sich bei dem Treffen am 20. Mai gegenüber den rund 200 anwesenden Bischöfen gegen die Zulassung „aktiver Homosexueller" zur Priesterausbildung ausgesprochen und in diesem Kontext gesagt, es gebe bereits zu viel „Schwuchtelei" in Priesterseminaren. Dabei verwendete er laut den Medienberichten eine vulgäre Bezeichnung für Homosexualität, die in Italien als abwertend empfunden wird.
Die Worte des Papstes wurden offenbar von einigen Teilnehmern des Bischofstreffens an Medien weitergegeben.  Auch der Rom-Korrespondent der vom Jesuitenorden herausgegebenen und zumeist papstfreundlichen Zeitschrift "America" berichtete unter Berufung auf Ohrenzeugen darüber. Die Zeitung „La Repubblica" schrieb, einige Bischöfe hätten die Wortwahl als einen ungewollten Fehler von Franziskus gewertet, dessen Muttersprache nicht Italienisch, sondern Spanisch ist. Es sei den Anwesenden klar gewesen, dass der Papst sich nicht bewusst gewesen sei, wie beleidigend das Wort im Italienischen sei, erklärten die Bischöfe.
Nach Treffen mit Priestern: Wieder Aufregung um Papstworte
Wieder sorgen Äußerungen von Papst Franziskus in einem vertraulichen Gespräch für Schlagzeilen in italienischen Medien: Bei einem Treffen mit Priestern der Diözese Rom (Mittwochabend) habe er gesagt, sie sollten Geschwätz vermeiden; Geschwätz sei „Frauensache“, berichtet das Portal „Silere non possum“ . Weiter habe er zu den Priestern gesagt: „Wir haben Hosen an – wir müssen offen reden.“ 
Ferner habe er bei dem vertraulichen Treffen erstmals zugegeben, dass es in der Diözese Rom, die er leitet, „Probleme mit Korruption“ gebe. 
Foto: Franziskus bei dem Treffen mit italienischen Bischöfen – Vatican Media

Kurznachrichten 


Der Vatikan hat laut einem Expertengremium des Europarats Fortschritte im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung gemacht. Die nächste turnusmäßige Überprüfung findet in vier Jahren statt.

 

Deutschland. Der Paderborner Weihbischof Dominicus Meier (64) wird neuer Bischof von Osnabrück. 

Der promovierte Kirchenrechtler ist Mitglied der Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede.

 

Indonesien. Papst Franziskus hat am Samstag den Generalsuperior der Steyler Missionare, P. Paulus Budi Kleden, zum Erzbischof der Erzdiözese Ende auf Flores in Indonesien ernannt. Der aus Indonesien stammende P. Kleden  studierte an der Hochschule der Steyler Missionare St. Gabriel in Maria Enzersdorf und wurde dort 1993 auch zum Priester geweiht.

 

Armenien. Der armenisch-apostolische Erzbischof Bagrat Galstanyan (53) hat seine Kirchenämter ruhend gestellt, um sich in den heftigen innenpolitischen Turbulenzen in der Südkaukasusrepublik als Konkurrent von Ministerpräsident Nikol Paschinjan zu positionieren. 

 

In Nigeria sind zwei zuletzt nur wenige Tage nacheinander entführte katholische Priester wieder frei. 

Entführungen mit Lösegeldforderungen sind in ganz Nigeria ein weit verbreitetes Verbrechen. 

 

Italien. Etwa 25 buddhistische Mönche aus Thailand haben am Dienstagabend in der katholischen Gemeinde Santa Maria in Trastevere in Rom für den Frieden gebetet. Anschließend nahm die Delegation unter Leitung von Abt Somdet Phra Mahathirachan vom königlichen Tempel Wat Phra Cetuphon in der Basilika Santa Maria am Friedensgebet der Gemeinschaft Sant'Egidio teil. Diese hatte die Gäste aus Thailand eingeladen.

Österreich


In Österreich gab es mit Stichtag 31. Dezember 2023 3.957 Ordensleute in 193 Ordensgemeinschaften. 2022 waren es noch 4.125 Ordensleute in 192 Ordensgemeinschaften.

 

Wien. Die evangelische Kirche in Wien bietet ab sofort Tauffeiern für Erwachsene und Kinder an und in der Donau an. Gespendet wird das Sakrament mit Donauwasser. 

 

Wien. Erfreut über die heute seitens der Bundesregierung bekannt gegebenen Maßnahmen für Verbesserungen im Bereich von Pflege und Betreuung hat sich die Caritas gezeigt: „Mit der Ausweitung der Pflegestipendien, Verbesserungen bei der Anerkennung von ausländischen Studienabschlüssen oder weiteren Entlastungen für pflegende Angehörige u.a. hat man an einigen Stellschrauben gedreht. Das ist anzuerkennen".

 

Wien. Als kontraproduktiv und entbehrlich hat der Präsident des Katholischen Familienverbands Österreich (KFÖ), Peter Mender, Überlegungen zu einer Abschaffung des Familienlastenausgleichsfonds (Flaf) bezeichnet.

 

Tirol. Das Bildungshaus Osttirol ist nach einer Übersiedlung und Renovierung an seinem neuen Standort „Pfarrgasse 6", in unmittelbarer Nachbarschaft der Pfarrkirche Lienz-St. Andrä wiedereröffnet worden. Die Gesamtkosten des Umbaus beliefen sich auf 5 Millionen Euro.

 

Kärnten. Die Gesamtleistung der PV-Anlagen auf kirchlichen Gebäuden in Kärnten entspricht dem Energiebedarf von 250 Haushalten. 

 

Wien hat „seinen" Dompfarrer Anton ("Toni") Faber (62) mit einer hohen Auszeichnung geehrt. Bürgermeister Michael Ludwig überreichte ihm im Rahmen eines Festaktes im Rathaus das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

Höchstes Geburtendefizit seit Weltkrieg 

„Das höchste Geburtendefizit seit Ende des Zweiten Weltkriegs" vermeldet die Statistik Austria in ihrer am Dienstag veröffentlichten Übersicht über das Bevölkerungswachstum im Jahr 2023. Die Geburtenbilanz sei das vierte Jahr in Folge stark negativ, erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas: „2023 verstarben rund 12.000 Personen mehr, als zur Welt kamen." Es liege nur an der Zuwanderung, dass am 1. Jänner 2024 mit 9.158.750 Menschen um knapp 53.000 (plus 0,6 Prozent) mehr in Österreich lebten als ein Jahr zuvor. 
Den größten Zuwachs gab es laut Statistik in Wien - nunmehr eine Zweimillionenstadt: 2.005.760 Personen lebten zum Jahreswechsel in Österreichs Metropole, um 1,2 Prozent mehr als im Jahr davor. 35,4 Prozent (710.419) der Bewohner Wiens sind ausländische Staatsangehörige. 
Im Jahr 2023 wurden in Österreich weniger Ehen geschlossen und etwas mehr als im Jahr zuvor geschieden. 
Es heirateten insgesamt 45.855 Paare standesamtlich (785 davon gleichgeschlechtlich), um 3,4 Prozent weniger als im Jahr davor. Im gleichen Zeitraum ließen sich 14.721 Paare gerichtlich scheiden, um 5,2 Prozent mehr als 2022. 

Auch das noch...

Erneuter Bischofsrücktritt in Argentinien

Der Erzbischof von La Plata in Argentinien, Gabriel Antonio Mestre (55), hat nach wenigen Monaten sein Amt niedergelegt.  Mestre hatte erst Ende Juli(?) die Nachfolge von Kardinal Victor Fernandez angetreten, der seit September der vatikanischen Glaubensbehörde vorsteht. Zuvor war Mestre Leiter der Diözese Mar del Plata im Osten Argentiniens.
Auch um die Neubesetzung in Mar del Plata gab es Turbulenzen: Zweimal machten die Nachfolger Rückzieher. Mitte Dezember nahm Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch von Jose Maria Balina an, den er wenige Wochen zuvor ernannt hatte. Balina, vormals Weihbischof in Buenos Aires, nannte gesundheitliche und familiäre Gründe für den Verzicht.
Ende Jänner trat Gustavo Larrazabal zurück - noch vor Amtsbeginn. Er bleibt stattdessen Weihbischof in der Erzdiözese San Juan de Cuyo.
 

Kiews Großerzbischof: Moskauer Patriarchat ähnelt Terrormiliz IS

Der griechisch-katholische Großerzbischof von Kiew, Swjatoslaw Schewtschuk, zieht Parallelen zwischen dem orthodoxen Moskauer Patriarchat und der Terrormiliz „Islamischer Staat" (IS). Die Botschaft der russisch-orthodoxen Kirche bedeute „die gleiche Instrumentalisierung von Religion wie durch den 'Islamischen Staat'; dort des Islam, hier des Christentums", sagte Schewtschuk im Interview der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA in München. Es werde Vergebung aller Sünden versprochen, „wenn man in diesem selbst erklärten Heiligen Krieg stirbt".
Laut Schewtschuk sieht sich das Moskauer Patriarchat zudem als Vorreiter im „Kampf gegen den angeblich unmoralischen Westen und die heutige Zivilisation". Diese drei Punkte ähnelten sehr dem Dschihadismus der Terrormiliz IS.
Die vom orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill I. propagierte Ideologie der "Russischen Welt" stelle auch eine ökumenische Gefahr dar, so das Oberhaupt der mit Rom verbundenen Kirche. Dass Religion durch Russland instrumentalisiert und sogar zur Waffe gemacht werde, kompromittiere die Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaft wesentlich. 

Moskauer Patriarchat beendet Gemeinschaft mit bulgarischen Bischöfen

Die Spaltung zwischen der russischen und der bulgarisch-orthodoxen Kirche (BOK) vertieft sich in Folge des Krieges in der Ukraine. Der Heilige Synod der russisch-orthodoxen Kirche (ROK) beschloss am Donnerstag, die Gemeinschaft mit bestimmten Hierarchen der bulgarischen Orthodoxie zu beenden, wie das Portal „Orthodox Times" berichtet. Mit dieser Entscheidung reagiert die ROK auf einen gemeinsamen Gottesdienst von bulgarischen mit ukrainischen Bischöfen der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU), der am 20. Mai in Istanbul unter dem Vorsitz des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., stattfand.
 

Buenos Aires: Erzbischof und Milei bei Nationalfeiertags-Messe 

Mit kritischen Tönen zu den sozialen und politischen Zuständen in Argentinien hat am Samstag der traditionelle Dankgottesdienst „Te Deum" zum Nationalfeiertag (25. Mai) in der Hauptstadt Buenos Aires stattgefunden. Staatspräsident Javier Milei und die gesamte Führungsspitze des Landes waren in der Kathedrale versammelt, wo Erzbischof Ignacio Garcia Cueva (56) in seiner Predigt zu mehr Solidarität mit der leidenden Bevölkerung aufrief. Angesichts der verbreiteten „Gefühllosigkeit gegenüber den Schwächsten" seien mehr Engagement und Nähe zu den Leidenden vonnöten, so der Erzbischof laut dem Nachrichtenportal aciprensa.com.
Argentinien bedürfe einer "Heilung", sagte Garcia: Nicht nur vor den "blutigen Händen des Drogenhandels, den schmutzigen Händen der Korruption und der Bestechung, der Hände in unseren Taschen des Egoismus und der Gleichgültigkeit" möge das Volk bewahrt werden, sondern es gelte auch dessen "Lähmung" zu überwinden: Viele Kleinkinder seien unterernährt, es fehle an Zugang zu Schulbildung oder zu Gesundheitsdiensten, viele Senioren könnten sich nicht täglich mit einem Minimum an Würde ernähren. Die Behebung dieser Missstände erlaubte keinen Aufschub.
Scharfe Kritik äußerte der Erzbischof von Buenos Aires vor der versammelten Regierungsspitze an Politikern, die jüngst für sich selbst eine Gehaltserhöhung beschlossen hätten. 

Franz von Assisi-Reliquie tourt durch Ägypten 

Acht Jahrhunderte nach der Ägypten-Reise des Franz von Assisi ist ein Stück der Kutte des italienischen Heiligen dorthin zurückgekehrt. Die Reliquie, eine Leihgabe italienischer Franziskaner, macht in mehreren ägyptischen Städten halt und soll am 2. Juni nach Italien zurückkehren, brichtete Vatican News.

1219 trat der heilige Franziskus seine berühmt gewordene Reise nach Ägypten an, um mit dem Sultan zu sprechen. Bereits damals trug er die bescheidene Kutte, die später zum Markenzeichen seiner Ordensbrüder wurde. Gut 800 Jahre später ist ein Teil dieses Kleidungsstücks auf Zeit in das Land am Nil zurückgekehrt, wie die Franziskaner in Ägypten bekanntgaben. Der Reliquienbehälter ist eine Büste des Heiligen, in der Brust eingelassen ist das Fragment der Kutte.

Anthony Amen, ein Jugendvertreter des Ordens in Ägypten, sagte gegenüber Vatican News, die Aktion ziele darauf ab, „die Spiritualität des Heiligen Franziskus zurückzubringen". Er hoffe, dass die Begegnung mit den Reliquien Gläubige in Ägypten dazu inspirieren werde, „den Schritten des Heiligen Franziskus zu folgen".

Franziskus' Besuch in Ägypten ist heute vor allem wegen seiner Begegnung mit Sultan al-Kamel, dem damaligen Herrscher von Ägypten, in Erinnerung. Während der Kreuzzüge reiste der Heilige hinter die feindlichen Linien, um sich mit dem muslimischen Führer zu treffen, und blieb mehrere Tage bei ihm. Amen sagte, der Besuch der Reliquie sei „immer eine Erinnerung für uns, die Initiative zu ergreifen, um den Dialog zwischen uns und dem anderen aufrechtzuerhalten".

Die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten hätten in den vergangenen zehn Jahren unter Führung des ägyptischen Präsidenten al-Sisi einen „großen Schritt nach vorne" gemacht, erklärte der Sprecher. Gerade in den letzten Jahren seien viele Fortschritte erzielt worden, unter anderem wegen des 800. Jahrestages der Begegnung von Franziskus mit dem Sultan. Es habe Dialoge zwischen führenden Vertretern der katholischen Kirche und der Al-Azhar-Universität in Kairo gegeben, einem der renommiertesten Zentren muslimischer Bildung weltweit. „Von diesem Moment an sind wir in eine neue Phase des interreligiösen Dialogs zwischen Muslimen und Christen in Ägypten eingetreten“, so der Jugendvertreter der ägyptischen Franziskaner.