JA 

die neue Kirchenzeitung

23. Mai 2021

Mir bleibt die Spucke weg 

So umfangreich wie noch nie widmet JA einen großen Teil der aktuellen Ausgabe der Situation in der Diözese St. Pölten.  Zur Entschuldigung bei unseren bundesweiten Lesern: JA ist das einzige Medium, das die Ereignisse umfassend dokumentiert. Die in der Hand des Bischofs befindlichen Medien Ost-Österreichs sind ängstlich.
Im Gegensatz zur Ära Krenn bin ich diesmal nicht Akteur, nur Redakteur, Chronist. Dennoch und ehrlich gesagt: Mir bleibt die Spucke weg.
Der Bischof nutzte die Ausnahmesituation der Pandemie schamlos zu autokratischen Maßnahmen. Er hat offenkundig Angst vor Diskussionen in Gremien. Kein Wunder, denn er scheint zu „niemandem Vertrauen zu haben“, wie Prof. Zulehner konstatierte. Schrecklich.
Bischof Schwarz begründete die Ausradierung der Direktors-Ebene bei den Pastoralen Diensten mit der Schaffung „flacherer Hierarchien“.

  
Gleichzeitig wird eine solche jedoch jetzt im wirtschaftlichen Bereich neu geschaffen. Man reibt sich verblüfft die Augen. 

Verwunderlich ist das Schweigen der Caritas. Sie scheut sich sonst nie anzuecken. Gegenüber Politik und Gesellschaft fordert sie – dankenswerterweise – unentwegt Menschenrechte ein und warnt vor Fehlentwicklungen. Sie „erinnert“ und „mahnt“ pausenlos.
Warum bleibt sie, die von Medien gern als „die (Stimme der) Kirche“ zitiert wird, bei Fehlentwicklungen im eigenen Haus so stumm? 
Löwe gegenüber außerkirchlichen  Potentaten, Lamm gegenüber eigenen Machthabern? Janus lächelt.
Nicht nur die Glaubwürdigkeit der Kirche steht auf dem Spiel, auch jene der Caritas.
Ist Menschenwürde nicht unteilbar?    
Nachtrag: Vor Pfingsten hat Kardinal Schönborn in der Gratiszeitung „Heute“ die Politik zu mehr „Gemeinschaftsgeist“ gemahnt. Warum nur sie?      P. Udo 

                                                       

Erika Schuster zu St. Pölten: „Es geht um Macht!“
Prof. Zulehner: Bischof scheint keinem zu vertrauen

„Er vertraut niemandem!“ Das scheint die „riesige Schwachstelle beim St. Pöltner Bischof Schwarz" zu sein. Und fügt hinzu: „Das war schon in Klagenfurt so.“
Das sagte der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner am 16. Mai in der ORF-Sendung „Orientierung“. Deren Beitrag lautete: „Differenzen: Unmut über bischöfliches Vorgehen in St. Pölten“.
Prof. Zulehner: Wenn Schwarz zu jemandem spreche, habe er Misstrauen. Bei Misstrauen werde zu autoritären unsynodalen Lösungen gegriffen, denn  Synodales brauche Vertrauen.
Zur Auflösung des Patoralamtes meint Zulehner: Er habe den Eindruck, der Bischof  „zerschlägt eine funktionierende Einheit, weil sie ihm zu mächtig geworden scheint.“
Erika Schuster schrieb „Brief des Umdenkens“
Erika Schuster, die langjährige Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Erwachsenenbildung (BAKEB) in Österreich und ab 2002 zwei Perioden lang Präsidentin der Europäischen Föderation für katholische Erwachsenenbildung (FEECA), hat dem Bischof einen „Brief des Umdenkens“ geschrieben.
Sie findet, dass die Verflachung von Hierarchien durchaus eine Aufgabenstellung sein könnte. Bei den sich abzeichnenden  Strukturreformen  in St. Pölten zeige sich jedoch, dass der Bischof alles an sich binde: „Es geht um Macht!“ Und: „Die Macht derer, die sich beteiligen könnten, wird eingeschränkt.“
In der Einleitung des ORF-Beitrags…
… war Bischof Schwarz bei seiner Amtseinführung zu sehen und zu hören. Dabei hatte er Papst Franziskus zitiert: „Ein Bischof muss immer das missionarische Miteinander in seiner Diözese fördern.“
„Kardinal Schönborn führt und wird weiterhin Gespräche führen“
In einer eingeblendeten schriftlichen Stellungnahme des Pressesprechers des Wiener Erzbischofs, Michael Prüller, heißt es: „Kardinal Schönborn führt und wird weiterhin Gespräche führen, die dazu dienen sollen, sich ein umfassendes Bild der Lage in St. Pölten zu verschaffen, um dann, sollte es sinnvoll und angebracht erscheinen, Vermittlungsschritte setzen zu können. (…) Es handelt sich um eine persönliche, auf Versöhnung zielende Initiative des Kardinals, da die von Bischof Schwarz angekündigten Änderungen mit dem Kirchenrecht und dem staatlichen Recht konform gehen und der Konflikt vielmehr durch Tempo und  Vorgangsweise bei der Reform entstanden zu sein scheinen. Kardinal Schönborn ist bereit, hier vermittelnd zu helfen.“
Anfrage von „Orientierung“ blieb unbeantwortet
Die Redaktion der ORF-Sendung „Orientierung“ wollte selbstverständlich auch die Meinung der Gegenseite erfragen. Doch ihre Anfragen in St. Pölten blieben ohne Reaktion, keine Antwort, kein Interview.
„Meine Tür steht für alle offen“ erklärte Bischof Schwarz vor Wochen in der NÖN…
Führende Familie in Erzdiözese Wien und Diözese St. Pölten
Michael Prüller, seit 2011 Pressesprecher des Wiener Kardinals, ist über die Lage in St. Pölten gewiss gut informiert. Seine Schwester Veronika Prüller-Jagenteufel wurde im selben Jahr 2011 Leiterin des Wiener Pastoralamtes; nach siebenjähriger Tätigkeit wechselte sie 2018 nach St. Pölten, wo sie theologische Referentin der Caritas wurde.
Ihre Eltern waren Jahrzehnte hindurch führend für die Diözese St. Pölten tätig: Vater Leo Prüller (+2016) wurde von Bischof Michael Memelauer 1961 zum Direktor des neu errichteten Bildungshauses St. Hippolyt ernannt, das er 27 Jahre leitete. Mutter Theresia Prüller (+2012) war von 1975 bis 1994  Redakteurin der St. Pöltner Kirchenzeitung „Kirche Bunt".

Moskau Vorbild für St. Pölten?

Jüngst hat Bischof Schwarz den diözesanen Pastoralrat einberufen. Die Website der Diözese berichtete nicht darüber. Hingegen die „Salzburger Nachrichten“ (SN) am 21. Mai: „Dabei hatte Schwarz auf den als Krisenkommunikator erprobten Harald Schiffl gesetzt, der zum Thema Strukturreform moderierte.“
Harald Schiffl ist seit rund 30 Jahren als Kommunikationsberater tätig. Er ist Mitbegründer der Krisenkommunikation in Österreich. Er war unter anderem 14 Jahre Senior-Berater und Geschäftsführer einer der führenden PR-Agenturen Österreichs, ehe er 2009 preventK als erste österreichische Agentur für strategische Krisenkommunikation und Krisenmanagement gründete. 
Die Teilnehmer des Pastoralrates konnten, so die SN, Fragen schriftlich einbringen, ohne dass sie einzelnen Namen zuzuordnen waren: „Das bewirkte zweierlei: Einerseits seien so fast alle Fragen umso kritischer ausgefallen. Andrerseits habe der Bischof auswählen können, zu welchen Fragen er überhaupt antworte, ohne sich im direkten Gespräch rechtfertigen zu müssen.“
Vorbild scheint der russische Präsident gewesen zu sein. Dieser beantwortet in seiner jährlichen „Rede an die Nation“ speziell ausgewählte Fragen.
2015 beantwortete Wladimir Putin 80 Fragen aus 2,5 Million eingegangenen.

Neuer Ordinariatskanzler kommt aus dem Päpstlichen Staatsekretariat

Bischof Dr. Alois Schwarz hat, beginnend mit 1. September 2021, Msgr. lic. theol. Markus Heinz (46) zum neuen Ordinariatskanzler der Diözese St. Pölten ernannt. Msgr. Heinz, seit 2003 Mitarbeiter in der deutschsprachigen Abteilung des Päpstlichen Staatssekretariats in Rom, löst damit Kan. Msgr. Dr. Gottfried Auer (67) ab, der das Amt seit 1993 innehatte. Auer bleibt weiterhin Domkapitular, Rektor des Bildungshauses St. Hippolyt sowie Provisor von Kapelln. 
Der neue Ordinariatskanzler  Heinz übernimmt zudem mit 1. September 2021 die Göttweiger Stiftspfarre Pyhra bei St. Pölten, die seit 1643 nur von Mönchen des eigenen Klosters betreut wurde.
Pyhra ist eine Göttweiger Urpfarre und wurde vom Gründer des Stiftes, Bischof Altmann von Passau, um 1083 auf Eigengut errichtet.
P. Pirmin Mayer (48), bisher Pfarrer von Pyhra und Fachinspektor für Religion an Land- und Forstwirtschaftlichen Schulen, wird Kaplan („Vikar“) im „Seelsorgeraum Pielachtal“, der ab 1. September die Pfarren Grünau, Rabenstein, Kirchberg, Loich, Frankenfels und Schwarzenbach umfasst.

Bischof Schwarz schafft neue Wirtschaftsdirektion

Bischof Dr. Alois Schwarz hat mit 17. Mai 2021 Dr. Johannes Schrems (54) als neuen Wirtschaftsdirektor der Diözese  St. Pölten ernannt.
Schrems, bisher in der HYPO NOE Landesbank und in der Privatwirtschaft tätig, übernimmt damit die im Zuge des Zukunftsprozesses der Diözese neu geschaffene Wirtschaftsdirektion. In der Wirtschaftsdirektion sind operative  wirtschaftliche Einheiten zusammengefasst, zudem kommt ihr eine koordinierende  Aufgabe in den Bereichen Liegenschaften, Bauamt und IT zu.
Die Wirtschaftsdirektion umfasst in Zukunft operativ:
Pachtabteilung, Forstreferat, Wirtschaftsstelle, Empfang und Telefonzentrale, Servicestelle mit Hausdruckerei, Medienverleih, Expedit sowie Behelfsdienst.
Besonderes Augenmerk seiner Tätigkeit wird in Zukunft darauf liegen, in wirtschaftlichen Belangen in der Zentralverwaltung auf größtmögliche Koordination und Effizienz zu achten.
Die Assistenz von Dr. Johannes Schrems nimmt Mag. Kathrin Hahn wahr.
Der berufliche Werdegang von Dr. Johannes Schrems führte ihn über Stationen in die Raiffeisenlandesbank OÖ und der Raiffeisen Ware Austria in die HYPO NOE Landesbank für NÖ und Wien AG, wo er seit 2008 unterschiedlichste Kundensegmente betreute und die Prokura 2011 verliehen bekam.  Das strategische Geschäftsfeld „Institutionelle Großkunden“, das kirchliche Organisationen, Interessensvertretungen sowie den agrarischen Bereich umfasste, wurde von Schrems aufgebaut; zudem pflegte er  Kontakt zu kirchennahen Sozialorganisationen.  Schrems ist seit Jahren im  Aufsichtsrat der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN).
Der aus Oberösterreich stammende Dr. Johannes Schrems (54) ist promovierter Forstwirt, ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Wien.
 

St. Pölten: 74 Religionslehrerinnen und Religionslehrer bekunden Betroffenheit,  Unmut und Sorge um ein gedeihliches Miteinander 

Nicht nur der Strukturprozess beunruhigt viele Menschen in der Diözese St. Pölten.
 Auch eine Personalentscheidung von Bischof Alois Schwarz wird mit großer Sorge gesehen.
 Nach der Ernennung eines neuen Bischofsvikars hat der Direktor des Schulamtes seine Funktion zur Verfügung gestellt.

74 Religionslehrerinnen und Religionslehrer bekunden jetzt in einem Offenen Brief ihre Betroffenheit, ihren Unmut und die Sorge um ein gedeihliches Miteinander in der Katholischen Kirche in der Diözese St. Pölten.
 
Sehr geehrter Bischof Dr. Alois Schwarz!
Wir schreiben Ihnen als Religionslehrer*innen in der Diözese St. Pölten und als Christ*innen, die sich über den Religionsunterricht hinaus in unseren Pfarren pastoral engagieren.
Unsere Situation
Viele von uns unterrichten jahrelang, manche seit über dreißig Jahren, und erachten die Verkündigung des Evangeliums an die Jugend und die Katechese als Teil ihres Lebenswerkes. Dabei sahen wir uns angesichts dunkler Kapitel in der österreichischen und diözesanen Kirchengeschichte häufig als diejenigen, die kirchliche Fehlentwicklungen (Bischofsernennungen, Lebens- und Führungsstil von Bischöfen und Priestern, Missbrauchsskandale, …) an der Basis auszutragen und auszuhalten hatten. Es wurde uns phasenweise extrem schwer bis unmöglich gemacht, das Frohe und Hoffnungsvolle am Evangelium durch die Missstände durchscheinen zu lassen.
Vor diesem Hintergrund sehen wir uns aus Sorge um die Zukunft der Kirche zur Stellungnahme bezüglich der Vorgehensweise rund um die Bestellung eines neuen Bischofsvikars für Schule, Hochschule und Studierendenseelsorge verpflichtet.
Vor den Kopf gestoßen
Im Zusammenhang mit dem Strukturierungsprozess sprechen Sie, Herr Bischof, von einem „neuen Miteinander“ (siehe Interview in Kirche bunt 19/2021). Ihr Vorgehen bei der Entscheidung, einen Bischofsvikar für Schule, Hochschule und Studierendenseelsorge einzusetzen, ließ jedoch jedes Miteinander vermissen. Es erinnert an das Prozedere bei der Durchsetzung des sogenannten „Strukturprozesses“ in der Diözese St. Pölten. Beratende Gremien und hochqualifizierte Mitarbeiter*innen in leitender Position wurden dabei ignoriert. Diese konnten Ihre Vorgehensweise nur als Missachtung ihrer Kompetenz, als Abwertung ihrer Funktion und ihrer Erfahrung, als Misstrauen gegenüber ihrer Person und als Demütigung erfahren und verstehen.
Weil Laien nicht eigenverantwortlich leiten können/dürfen?
Mit der Einsetzung eines Bischofsvikars drängt sich die Frage auf, in welchem Licht höchstqualifizierte Mitarbeiter*innen, die nicht dem Klerus angehören, in leitenden Positionen der Diözese gesehen werden. Konkret: Wird sogenannten „Laien“, die aufgrund ihrer Kompetenz, ihrer Erfahrung, ihrer Nähe zu den Menschen und ihrer kirchlichen Verbundenheit in leitenden Funktionen in der Diözese tätig sind, Eigen- und Letztverantwortung zugetraut und zugestanden? Wenn dies angesichts eines dominant klerikal geprägten Kirchenbildes und Führungsstils nicht möglich ist, sehen wir jeden angedachten Strukturprozess auch durch die angespannte Personalsituation auf eine Sackgasse zulaufen.
Wir empfinden die Vorgehensweise bei der Bestellung des neuen Bischofsvikars MMag. Patrick Schöder als Brüskierung des Schulamtsleiters Mag. Josef Kirchner.
Die Einsetzung eines Bischofsvikars können wir nur verstehen als
• Misstrauen gegenüber der Person des Leiters des Schulamtes.
• Missachtung der Kompetenz und Wertschätzung eines Nichtpriesters in der Funktion dieses Amtes.
• Abwertung der Funktion des Direktors des Schulamtes.
• Misstrauen gegenüber uns Religionslehrer*innen und unserer Arbeit.
Wir können deshalb gut verstehen, dass Mag. Josef Kirchner seine Funktion von sich aus zur Verfügung stellte, trotz Ihrer Aufforderung, Herr Bischof, im Amt zu bleiben. Wir bewundern seinen mutigen Schritt, in dieser Funktion nicht in einem intransparenten kirchlichen System mitspielen zu wollen.
Wir tragen seine Entscheidung und die für ihn gefundene, lebbare Lösung aufgrund der Veränderungen selbstverständlich mit.
Gleichzeitig sind wir äußerst betroffen von den tiefen Verletzungen und Kränkungen, die bei loyalen und hoch engagierten Mitarbeiter*innen der Kirche durch die eingeschlagene, nicht wertschätzende Vorgangsweise entstanden sind (z.B. Dienstfreistellung des Leiters der Pastoralen Dienste Mag. Hans Wimmer, Nichteinbindung der Entscheidungsgremien).
Unser Schulamtsleiter war stets loyal und nun soll der/die neue Schulamtsleiter*in sehr loyal sein. Wir fragen uns, worin die Steigerung liegen soll (vgl. Stellenausschreibung für die Leitung des Schulamtes).
„Wie kommt das Evangelium in die Organisation?“
(Bischof Dr. Schwarz im Interview, vgl. Kirche bunt 19/2021)
Als wichtigen Kerngedanken bringen Sie, Herr Bischof, im Zusammenhang mit dem angedachten „Strukturprozess“ wiederholt die „Evangelisierung der Strukturen“ ins Spiel. Die Botschaft des Evangeliums kann in Strukturen nur durch die dort wirkenden Personen und ihr konkretes Tun Einzug halten. Wir fordern, dass dieser Anspruch auch für den (bischöflichen) Führungsstil in unserer Diözese gilt.
Die Gläubigen, Kleriker und Laien, die Mitarbeiter*innen in den diözesanen Einrichtungen, in den Schulen und Pfarrgemeinden der jahrzehntelang leidgeprüften Diözese St. Pölten haben sich dies längst verdient.
In großer Sorge um die Kirche in unserer Diözese St. Pölten
Mag. Christian Jordan    Maga Martha Vogl     Mag. Max Faltin     Maga Angela Lahmer-Hackl
Weitere Unterzeichner*innen
1. Mag. Paul Ablasser
2. Maga Editha Adamowicz
3. Mag. Anton Allinger
4. Mag. Franz Bamberger
5. Mag. Karl Bemmer
6. Maga Eva Berger-Wisböck
7. Maga Karina Brandl
8. Mag. Benjamin Buhr
9. Andreas E. Cermak, MEd, MA
10. Christine Cermak, BED, MA
11. Maga Pia Eder
12. Maga Kathrin Fichtinger
13. Maga Simone Fuchs
14. Mag. Peter Granser
15. Mag. Josef Haas
16. Dipl.-Päd. Gottfried Hasengst
17. Mag. Friedrich Haslinger
18. Dipl.-Päd. Susanna Haslinger
19. Maga Caroline Hollaus
20. Dipl.-Päd. Antonia Kastner
21. Maga Elisabeth Köhler-Pilz
22. Mag. Franz Kronister, Pfarrer
23. Maga Anna-Sophia Lichtenegger
24. Maga Monika Liedler
25. Maga Andrea Löschenbrand
26. Maga Regina Mayer-Uitz
27. Mag. Alois Müllner
28. Dipl.-Päd. Ulrike Naske
29. Maga Johanna Paireder
30. Dipl.-Päd. Margit Pflügl-Müller
31. Mag. Gernot Pohl
32. Maga Rosa Prinz
33. Mag. Franz Riedl
34. Dipl.-Päd. Anneliese Rohrmoser
35. Mag. Kurt Scharf
36. Dir. Maga Irene Schlager
37. Mag. Karl Schöber
38. Mag. David Schretzmayer
39. Maga Romana Schwarzl
40. Maga Veronica Schwed
41. Drin Maria Schwingenschlögl
42. vRL Andrea Seif-Hameder
43. vRL Paul Sieberer
44. Maga Regina Vogl
45. Dr. Hermann Wagner
46. Mag. Georg Weißmann
47. Ing. Andreas Zimmerl, BEd
Weitere 27 Kolleg*innen haben uns bisher mitgeteilt, dass sie diesen Brief vollinhaltlich unterstützen. Aus Sorge um ihren Arbeitsplatz und ihre berufliche Zukunft möchten sie jedoch namentlich nicht genannt werden. Ihre Namen werden von uns vertraulich verwahrt und nicht weitergegeben.
Kontakt: initiative.rk.lehrerinnen@gmx.at
Der Brief ergeht auch an:
Papst Franziskus
Erzbischof Dr. Pedro López Quintana, Apostolischer Nuntius
Dr. Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg
Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien
Dr. Anton Leichtfried, Weihbischof
Dr. Christoph Weiss, Generalvikar
MMag. Patrick Schöder, Bischofsvikar
Mag. Josef Kirchner, Direktor des Schulamtes
Fachinspektor*innen für Kath. Religion (aktiv und i.R.)
Büro des Diözesanschulamtes
Berufsgemeinschaft der Religionslehrer*innen, diözesan und interdiözesan
Domkapitel der Diözese St. Pölten
Mag. Hans Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste
Dr. Gerhard Reitzinger, Geistlicher Leiter der Pastoralen Dienste
Dechanten der Diözese St. Pölten
Hannes Ziselsberger BA, Direktor der Caritas St. Pölten
Mag. Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion
Schulamtsleiter*innen Österreichs
Pastoralamtsleiter*innen Österreichs
HR Mag. Johann Heuras, Bildungsdirektor für Niederösterreich
Bildungsdirektion Niederösterreich (Stabsstelle Kommunikation und Schulpartnerschaft)

Nicht veröffentlicht: Leserbrief an "Kirche bunt"

Dieser kritische Leserbrief wurde am 10. Mai an „Kirche bunt“ geschickt, von der diözesanen Kirchenzeitung jedoch nicht veröffentlicht:
„Ich sage, die Kirche ist zukunftsfähig! Gerade deshalb braucht es eine zukunftsfähige Verwaltung.“ 
Dieser Aussage von Bischof Alois Schwarz im Interview in Kirche Bunt 19/2021 stimme ich voll inhaltlich zu. Nur den Weg, den Bischof Schwarz jetzt geht, halte ich für nicht zukunftsweisend. Ohne Einbindung der wichtigsten Leitungsgremien den Neustrukturierungsprozess zu beginnen, durchzuziehen und umzusetzen ist für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weder wertschätzend noch motivierend. Diese Vorgangsweise ist überdies für einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter menschlich tragisch, nicht zukunftsorientiert und entspricht nicht einer synodalen Kirche, die Papst Franziskus immer wieder betont. In St. Pölten wurde der Diözesanrat außer Kraft gesetzt, der Lenkungskreis nach Kritik eingestellt und der Direktor der Pastoralen Dienste vorübergehend dienstfreigestellt.
Der Direktor des Schulamtes legt mit Sommer 2021 seine Funktion nieder, da er nicht versteht, warum es nötig ist, zwischen ihm und dem Bischof eine neue Hierarchieebene in Form eines neuen Bischofsvikars einzuziehen. 
Mit großer Sorge blicke ich auf die kommenden Neustrukturierungen der Pfarren, die Bischof Schwarz im Auge hat. Gelingt hier nicht ein Miteinander zwischen Bischof und den Verantwortlichen in den Pfarren, dann werden sich berechtigt viele Christinnen und Christen von dieser Kirchenstruktur verabschieden und ihren Glauben allein und in Gemeinschaft leben, aber nicht dafür einen Kirchenbeitrag leisten. 
Karl Lahmer, Haunoldstein, Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderat

Syrien: Hilfe aus Österreich für hungernde Bevölkerung Aleppos

Die „Initiative Christlicher Orient" (ICO) startet eine neue Hilfsaktion für die hungernde Bevölkerung in der nordsyrischen Metropole Aleppo. 

Unter dem Motto „Eine warme Mahlzeit pro Tag" soll eine Suppenküche aufgebaut bzw. finanziert werden. Die Not vor Ort sei unvorstellbar, so ICO-Obmann Slawomir Dadas in der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitungen der Diözesen Linz, Salzburg und Wien. Wegen der ständig voranschreitenden Teuerungen können sich viele Bewohner Aleppos nicht einmal mehr Grundnahrungsmittel leisten, die sie aber wegen des ständigen Strommangels ohnehin kaum zubereiten könnten. Aktuell gebe es in der Stadt nur mehr eine Stunde Strom pro Tag. 

Vor den Bäckereien würden sich täglich lange Menschenschlangen bilden. „Alle versuchen, von der Regierung subventioniertes Brot zu kaufen. Für viele ist dies das einzige Nahrungsmittel, das sie sich noch leisten können", so Dadas: „Selbst während der schlimmsten Momente der Belagerung und der erbitterten Kämpfe um die Stadt war die Not der Menschen nicht so groß wie heute. - Das bestätigen alle unsere lokalen Partner."

In Kooperation mit den örtlichen Franziskanerinnen und Franziskanern soll deshalb möglichst rasch eine Suppenküche eröffnet werden, um an sechs Tagen in der Woche die am meisten Bedürftigen mit einer täglichen warmen Mahlzeit zu versorgen. Dadas: "Das sind alte Menschen, Menschen mit Beeinträchtigung, Kranke, Witwen, Waisen und große Familien ohne Einkommen." Mehr als 1.000 Personen stünden bereits auf der Warteliste. 

Der Ort, an dem dieses neue Projekt umgesetzt werden soll, sei ein überaus symbolischer, so der ICO-Obmann. Es handelt sich um das alte Franziskanerkloster im Stadtteil Sleymaniye-Ram, wo schon vor gut 100 Jahren die Überlebenden des Genozids an den Armeniern mit Essen versorgt wurden. „Das Kloster liegt im armen Teil der Stadt. Auf diese Weise haben die Begünstigten einen einfachen Zugang zur Hilfe", so Dadas.

Für eine warme Mahlzeit werden zwei Euro benötigt, mit 60 Euro kann eine Familie eine Woche versorgt werden, mit 240 Euro einen Monat, heißt es vonseiten der ICO. (Mehr Infos zum Projekt: www.christlicher-orient.at)

Papst in Sorge wegen „traditionalistischer“ Priesterausbildung

Der Papst ist nach den Worten von Kurienkardinal Joao Braz de Aviz in Sorge wegen „traditionalistischer Rückgriffe" in der Priesterausbildung. Franziskus habe sich ihm gegenüber entsprechend geäußert, sagte der Leiter der vatikanischen Ordenskongregation bei einer Online-Konferenz. Wie das spanische Portal „Vida Nueva" berichtet, fand die Tagung während der aktuellen Aktionswoche für die Institute des geweihten Lebens in Spanien statt.
Das Kirchenoberhaupt störe sich an einer „gewissen Tendenz", die sich vom Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) entferne, so der Kardinal. In solchen Fällen müssten sich die Betroffenen auf zentrale aktuelle Herausforderungen besinnen. Viel wichtiger als theologische Strömungen - egal ob rechte oder linke - sei ein gemeinsamer Weg mit Jesus Christus. Den finde man durch konkretes, persönliches Engagement und die Orientierung am Gemeinwohl.
Braz de Aviz warb in diesem Zusammenhang für neue Ansätze in der Priesterausbildung. Diese solle „dynamisch, nicht statisch" verlaufen. Zudem forderte der Brasilianer eine Abkehr von überholten klerikalistischen Strukturen und eine stärkere Einbindung von Frauen in die Kirche.
 

Studie sieht sinkende Religiosität bei Juden in den USA

Im Alltag der meisten Juden in den USA hat Religion nicht mehr eine zentrale Stellung. Das geht aus einer neuen Studie des Washingtoner Meinungsforschungsinstituts Pew zum jüdischen Leben in den Vereinigten Staaten hervor. Das Befolgen religiöser Gesetze und Gebote ist demnach nur noch für die orthodoxen Juden wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Mit etwa neun Prozent machen sie eine Minderheit unter den Juden in den USA aus.
Bei jüngeren Juden verstärkt sich den Angaben zufolge ein zweifacher Trend. Zum einen wachse die Gruppe der Nicht-Religiösen, zum anderen legten Orthodoxe überproportional zu, heißt es in dem knapp 250 Seiten langen Bericht, der in dieser Woche vorgestellt wurde. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen identifizieren sich vier von zehn als ethnisch, kulturell oder aufgrund ihrer Abstammung als jüdisch, nicht aber als religiös. Der Anteil der Orthodoxen unter den jungen Juden macht laut Pew 17 Prozent aus.
Politisch identifizieren sich sieben von zehn Juden mit der Demokratischen Partei und die Hälfte stuft sich selbst als liberal ein. Im Gegensatz dazu bezeichnen sich 60 Prozent der orthodoxen Juden als konservativ und drei Viertel geben an, Anhänger der Republikaner zu sein.
Die Zahl der Juden in den USA stieg im Vergleich zu 2013 von 6,8 auf 7,5 Millionen, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung blieb mit 2,4 Prozent relativ stabil.
 

Prof. Zulehner: Katholische Kirche braucht dringend Demokratisierung

Die katholische Kirche braucht dringend Schritte in Richtung Demokratisierung und Synodalität, um den Wandel in eine „nachkonstantinische Ära" und den damit verbundenen Verlust an gesellschaftlichem Einfluss gut zu bewältigen. 
Das hat der Wiener Theologe und Religionssoziologe Paul M. Zulehner am 19. Mai bei einem Online-Jour-fixe des Verbands katholischer Publizistinnen und Publizisten zum Thema „Corona - und die Folgen für die Kirche" dargelegt. Hohe Erwartungen setzt er diesbezüglich in die 2022 geplante Bischofssynode über Synodalität: Sie könnte die derzeitige „Stagnation der Weltkirche" aufbrechen. „Hoffentlich bleibt Papst Franziskus fit genug" für die auch kirchenrechtlich zu verankernde Weichenstellung hin zu mehr Mitbestimmung, so Zulehner.
Den Papst aus Argentinien sieht der Theologe nach wie vor als Garanten für weitreichende Kirchenreformen - auch wenn beharrende Kräfte im Vatikan dem entgegenstünden, wie sich z.B. zuletzt beim Segnungsverbot für gleichgeschlechtliche Paare gezeigt habe. In der Kirche gebe es viel an genuin Demokratischem als Ausgangspunkt für eine breitere Einbindung der Gläubigen in Entscheidungsprozesse. 
Diese Partizipation ist nach Überzeugung Zulehners alternativlos: Auch im Vorfeld der Pfarrgemeinderatswahlen im März 2022 zeige sich eine schwindende Bereitschaft zu kandidieren: "Die Menschen  machen das nicht mehr mit", dass die Letztentscheidung immer nur geweihte Kleriker träfen und die ehrenamtlich eingebrachte Kompetenz von Laien bestenfalls zur Beratung diene. Viele zögen sich enttäuscht zurück oder verließen die Kirche sogar, verwies der Theologe auf Daten der von ihm seit Jahrzehnten ausgewerteten Langzeitstudie  „Religion im Leben der Österreicher*innen 1970-2020".

Rektor des Österreichischen Hospizes in Jerusalem: Frieden, der Krieg bringt

Die aktuelle Eskalation beschränkt sich nicht auf Israel und die Hamas, Gaza und Tel Aviv. Auch die palästinensische Westbank und Palästinenser in Israel erheben sich. Es gehört zum guten Ton einer Volksgemeinschaft, noch dazu wenn es familiäre Beziehungen zwischen Ramallah und Gaza, Nazareth und Betlehem gibt, sich über die verschiedenen Landesteile hinweg in Krisenzeiten solidarisch zu zeigen. Doch dieses Mal ist etwas anders.
Was unterscheidet diese vier Städte? Ramallah und Bethlehem liegen im Westjordanland nördlich von Jerusalem; hier regiert die Fatah-Regierung unter Mahmoud Abbas. Gaza ist der Name sowohl der Stadt als auch des Küstenstreifens, der seit 2007 von der Hamas regiert wird. Fatah und Hamas sind seit der letzten Wahl 2006 nur bedingt gut aufeinander zu sprechen. Die Menschen der Westbank würden auch heute Hamas wählen. Nicht, weil sie deren islamistisches Programm so grenzgenial finden, sondern weil sie die Korruptionsvorwürfe gegen die Fatah so satthaben. Vorsichtshalber wurden deshalb die Wahlen am 22. Mai durch die Fatah abgesagt. Nicht das erste Mal.
Nazareth liegt in Galiläa, im Norden des Staates Israel. Als dieser 1948 gegründet wurde, fanden sich viele Araber auf dessen Hoheitsgebiet wieder. Sie haben israelische Pässe und soziale Absicherung, Bildung und höhere Lebensstandards als ihre Volksgenossen in der Westbank, aber ihr Herz, ihre Emotionen sind nicht weiß-blau und israelisch. Im alten Nazareth ist die Bevölkerungsstruktur arabisch; die jüdische Bevölkerung hat sich ein wenig außerhalb niedergelassen, in Nazareth Illit – das obere Nazareth; topographisch gemeint.
In so manch anderen Städten, Jaffa, Akko, Lod etwa, leben die beiden Völker enger beisammen; das bedeutet nicht, dass sie miteinander leben, eher nebeneinander. Araber arbeiten hier vorwiegend im Dienstleistungssektor, auf Baustellen und in Zulieferdiensten. Wer ein Restaurant mit jüdischen und arabischen und christlichen Mitarbeitern für ein gelungenes interkulturelles Projekt hält, möge sich die Arbeitsteilung etwas genauer ansehen und seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, ob hier auf Augenhöhe agiert wird.
Betlehem und Nazareth subsumieren wir gemeinhin als christliche Fixsterne jeder Pilgerfahrt. Dem vorurteilslosen Besucher fallen (hoffentlich) die islamistischen Slogans rund um die Verkündigungskirche in Nazareth nicht weiter auf; mitten in Israel. Ebenso wenig wie die Abwanderung der Christen aus Betlehem und anderen Städten der Westbank, mitten aus Fatah-Gebiet. Die Gründe für diesen brain-drop sind vielfältig, hauptsächlich wirtschaftlicher Natur, also durchaus politisch bedingt.
Die Ausschreitungen in Lod und Akko sind nicht neu; Araber untereinander zeigen sich immer solidarisch. In Friedenszeiten ein großer Vorzug, in der Krise allerdings machen sie die Brüche einer multiethnischen Gesellschaft sichtbarer. Die Einheit des Volkes wiegt für die Araber unter den Israelis schwerer als das Los und Schicksal des Einzelnen; auch wenn er zu Schaden oder Tode kommen mag.
In der Einheit liegt die Stärke; so sagt ein arabisches Sprichwort. Diese Einheit der Palästinenser ist auf verschiedenen Ebenen zerbrochen. Genauer hingesehen: Zu welchem Moment war sie intakt und belastbar? Seit 1517 herrschten hier die Osmanen und auch davor war Selbstbestimmung mehr Traum als Realität. Diese Einheit, dieser Wunsch nach Stärke aus der Gemeinsamkeit der Ziele erhielt unlängst einen kräftigen Schlag in die Magengrube, der uns womöglich die Intensität der aktuellen Ausschreitungen in Israel erhellt. Israel hat Frieden geschlossen, mit arabischen Bruderländern. Vor langem schon mit Ägypten und Jordanien und vor kurzem mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain. Die Meinung der Straßen, in Israel, in der Westbank und im Gazastreifen hierzu ist eindeutig: Verrat. Der Traum von einem eigenen Staat wurde damit ein weiteres Stück in die Grube gesenkt.
Darunter leiden folgerichtig Selbstwertgefühl und Ehrbewusstsein jedes einzelnen, der noch bereit war, die gesellschaftliche Deklassierung mit dem fernen Ziel eines eigenen Staates zu ertragen. Der Blick in den Spiegel zeigt heute vielen Palästinensern den landlosen Olivenholzschnitzer und abrufbaren Handlanger. Die israelischen Araber wären wohl kaum in einen palästinensischen Staat übersiedelt; allein dessen reale Existenz hätte für das emotionale Gleichgewicht gereicht. Jetzt schwindet aber zusehends selbst die Fiktion, die man bislang noch rhetorisch aufrecht halten konnte.
Wie konnte es dazu kommen? Mehrere israelische Regierungen haben über viele Jahre hinweg intensiv und fern der Öffentlichkeit nach Gesprächspartnern unter den anderen arabischen Ländern gesucht und sind fündig geworden. Deren Wille zur Kooperation ist alles andere als judenfreundlich inspiriert, sondern vielmehr geostrategisch ausgerichtet. Die Palästinenser konnte man so getrost ausblenden; man hatte deren Geldgeber am eigenen Tisch sitzen. Ramallah würden zu gegebener Zeit schon die neuen Freunde sagen, wo es lang zu gehen hat.
Die Regierungen in Ramallah stellten ihrerseits Maximalforderungen in Richtung Israel; zum Teil auch in der Absicht, den arabischen Ländern rote Linien aufzuzeigen. Und haben sich damit übernommen, brauchbare Angebote der Israelis wurden mit weniger als einem Wimpernzucken in den Wind geschlagen.
Diese Strategie ging offenbar für die Palästinenser nicht auf. Ob für Israel, wird die Zukunft zeigen. Im Moment jedenfalls wird die Auseinandersetzung auf die Straße und in die Städte getragen. Ehre und Selbstwertgefühl waren im Orient noch nie verhandelbar.

Rektor Markus St. Bugnyár

Österreichisches Hospiz – Sozialfonds
 AT43 1919 0003 0015 0125

Nach vier Jahren ein neuer Bischof für Hongkong

Die katholische Diözese Hongkong erhält nach knapp vier Jahren wieder einen Bischof.  
Papst Franziskus ernannte den Oberen der Jesuitenprovinz in China, Stephen Chow Sau-yan (61), zum neuen Bischof in der Hafenmetropole. 
Nach Monaten des Nachdenkens und der Beratungen mit Freunden und der römischen Leitung der Jesuiten, seines Ordens, habe er im vergangenen Dezember eigentlich entschieden, das Bischofsamt nicht übernehmen zu wollen, sagte der 61-jährige. „Ich war der Meinung, dass ein Diözesanpriester besser für den Posten geeignet sei", erklärte der jugendlich wirkende gebürtige Hongkonger laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) bei einem auf Kantonesisch und Englisch gehaltenen Pressegespräch. Dann aber habe Papst Franziskus ihn in einem handschriftlichen Brief persönlich gebeten, die Ernennung zum Bischof anzunehmen. „Weil wir Jesuiten dem Papst Gehorsam geschworen haben, konnte ich nicht mehr ablehnen."
Die katholische Kirche in der Sonderverwaltungszone Hongkong befindet sich in einer schwierigen Lage. Seitdem das Regime in Peking die Demokratiebewegung dort immer mehr unterdrückt und dem politischen System der übrigen Volksrepublik angleicht, geraten auch kirchliche Vertreter und andere Gläubige unter Druck. Wohl aus Rücksicht auf das 2018 geschlossene vorläufige Abkommen des Heiligen Stuhls mit Peking zur Ernennung von Bischöfen haben Papst und Vatikan bisher fast jeglichen Kommentar zu Repressionen in Hongkong vermieden.
Chow hat bei seiner ersten Pressekonferenz an das Massaker vom Platz des Himmlischen Friedens 1989 in Peking erinnert. In vergangenen Jahren hatte er an Mahnwachen zum Jahrestag des Massakers teilgenommen.
Chow steht vor der schwierigen Aufgabe, die in Demokraten und China-Loyalisten gespaltenen Katholiken Hongkongs zu einen, wobei die große Mehrheit der 404.000 Katholiken auf der Seite der Demokratiebewegung steht. 

Herbert-Haag-Medaille für Theologin Veronika Jehle

Die aus Wien stammende katholische Theologin Veronika Jehle (35) hat in der Schweiz die Herbert-Haag-Wandermedaille für Freiheit in der Kirche erhalten.
Jehle ist Krankenhausseelsorgerin am Kantonsspital Winterthur und Redakteurin des Zürcher Pfarrblatts „Forum". Bekannt wurde sie u.a. als frühere Sprecherin der Sendung  „Wort zum Sonntag" des Schweizer Fernsehens und durch zahlreiche öffentliche Plädoyers für eine Kirchenreform. Die 35-jährige Theologin engagiert sich bei der Gruppe „Vielstimmig Kirche sein", der Junia-Initiative sowie im interreligiösen Dialog „und kämpft, wo immer sie kann, gegen die kirchliche Angstkultur", so die Herbert-Haag-Stiftung in einer Mitteilung.
Es gehe ihr darum, in Freiheit zu sprechen, zu handeln und die Kirche zu verändern, sagte Jehle laut Portal „kath.ch" bei der Überreichung der Medaille am Sonntag im Rahmen eines Gottesdienstes in Pfäffikon im Kanton Zürich. 
Erst über das eigene Denken, das Um-Denken und Handeln sei Veränderung möglich. In der Kirche gebe es eine "Tradition von Frauen, die dafür öffentlich reden und sichtbar handeln". Darauf sei sie stolz, meinte die Theologin insbesondere mit Blick auf ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Gruppe "Vielstimmig Kirche sein", mit denen sie die Auszeichnung teilen wolle.
Jehle erneuerte ihre Forderung nach der strukturellen Verankerung von "Gleichberechtigung der Geschlechter unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung" in der Kirche. Ziel müsse sein, dass in Zukunft offiziell verankert "berufene und kompetente Menschen in einer Vollform Mitverantwortung für unsere Kirche ausüben werden". Jehle studierte Theologie an der Universität Wien und an der Päpstlichen Universität Gregoriana und absolvierte u.a. die Katholische Medienakademie in Wien.
Die Herbert-Haag-Wandermedaille geht auf Martha Brun (1940-2015), eine frühere Trägerin des Preises der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche zurück. 

Pater Franziskus Jordan  wurde selig gesprochen

Am 15. Mai wurde P. Franziskus Jordan (1848-1918), Gründer der Salvatorianer und Salvatorianerinnen, in Rom seliggesprochen. 
Johann Baptist Jordan stammte aus Gurtweil im Schwarzwald. Nach seiner Priesterweihe 1878 wurde er nach Rom geschickt, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte. 1881 gründete er die Gesellschaft des Göttlichen Heilandes (Salvatorianer) mit dem Ziel, das soziale Leben vom Glauben her zu erneuern. 
Sieben Jahre später folgte die Gründung des weiblichen Zweigs, der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Heiland (Salvatorianerinnen). Dem Salvatorianerorden gehören heute weltweit rund 2.000 Frauen und Männer in gut 40 Ländern an. 
P. Jordan organisierte auch Gruppen von Laien, um sie für die Verkündigung der Kirche auszubilden. Er starb am 8. September 1918 in Tafers in der Schweiz.
Der Seligsprechungsprozess für P. Jordan war bereits 1942 eingeleitet worden, zog sich aber immer wieder in die Länge. 
Papst Franziskus anerkannte am 19. Juni 2020 ein Ereignis im brasilianischen Jundiai als für den Akt notwendiges Wunder: Ein dort lebendes junges Paar aus der Laien-Vereinigung der Salvatorianer wurde 2014 von mehreren Fachärzten darüber informiert, dass ihr noch ungeborenes Kind an Skelettdysplasie, einer unheilbaren Knochenerkrankung, leidet. 
Nachdem die Eltern zu P. Jordan für ihr Kind beteten, kam es an dessen Todestag, 8. September, gesund zur Welt. 
Diese wunderbare Heilung sei von Gott auf die Fürsprache von P. Jordan gewirkt worden, befand der Vatikan.
Papst Franziskus hat beim Mittagsgebet am 16. Mai den neuen Seligen einen „unermüdlichen Botschafter des Evangeliums"  genannt.

Österreichs  Salvatorianerinnen und Salvatorianer wollen den Schwung aus der Seligsprechung ihres Ordensgründers mitnehmen und gestärkt und erneuert in die Zukunft gehen.

Kurznachrichten

Papst Franziskus hat den iranischen Außenminister Javad Zarif in Audienz empfangen. Zuvor telefonierte er mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Thema: Neu aufgeflammter Nahostkonflikt.

 

Papst Franziskus hat Gläubige dazu aufgerufen, sich beim Gebet nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen: „Zerstreuungen sind nicht schuldhaft, man muss aber gegen sie ankämpfen".

 

Österreich/Deutschland. Der Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI., Erzbischof Georg Gänswein, hat am 7. Mai in Altötting P. Stephan Waxenberger von der im niederösterreichischen Blindenmarkt ansässigen Ordensgemeinschaft „Diener Jesu und Mariens" die Priesterweihe gespendet.

 

Deutschland. Katholische und evangelische Kirche im Bundesland Niedersachsen wollen künftig einen „gemeinsam verantworteten christlichen Religionsunterricht" im Land einführen. Die Zahl der Protestanten und Katholiken sinkt dort beständig – derzeit ca. 42 bzw. 16 Prozent der Bevölkerung.

 

Australien. Der Bischof von Broome, Christopher Saunders, muss nicht wegen des angeblichen sexuellen Missbrauchs zweier junger Männer vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft von Westaustralien hat nach Prüfung des polizeilichen Ermittlungsberichts keinerlei Anhaltspunkte gefunden, die ein Verfahren gegen den 71-Jährigen rechtfertigen würden.

 USA. Konservative Kirchenführer wollen wegen der Abtreibungsfrage US-Präsident Joe Biden exkommunizieren. In seiner Heimatpfarre in Wilmington wurde ihm die Kommunion noch nie verweigert. 

Österreich 

Wien. Die Caritas der Erzdiözese Wien erinnert die Politik an ihre Versprechen von 2015 und fordert den raschen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich. 

 

Oberösterreich. Die Caritas-Kritik an der unzureichend ausgestatteten Sozialhilfe in Österreich hält an: In den „Oberösterreichischen Nachrichten"  wies der Linzer Caritasdirektor Franz Kehrer in einem Gastkommentar auf zu behebende Mängel hin. 

 

Steiermark. Bischof Wilhelm Krautwaschl hat eine umfassende Bildungsreform eingemahnt, die nicht nur von Technologie und Ausbildung, sondern noch viel mehr von sozialer Interaktion, von Werten und einem Miteinander geprägt ist. 

 

Salzburg. In der Erzdiözese Salzburg erschien pünktlich zum Pfingstfest die neue Zeitschrift „Welt.Kirche", die - gemäß dem Titel - großen weltkirchlichen Themen gewidmet ist. Menschenrechte und Menschenwürde stehen im Fokus der ersten Ausgabe. Das Heft hat 24 Seiten und soll künftig ein Mal pro Jahr erscheinen.

 

Burgenland. Die Passionsspiele St. Margarethen müssen coronabedingt heuer abgesagt werden. 

Bierbrauende Trappisten siegen gegen Bergbauriesen

Die Trappistenabtei Notre-Dame de Saint-Remy in Rochefort in der belgischen Provinz Namur hat einen Bergbauriesen in die Knie gezwungen. Der Weltkonzern „Lhoist" wollte die nahe dem Kloster gelegene Kalksteingrube „La Boverie" bis 2046 weiter abgraben. Das wiederum bedrohte jene Quelle, aus der die Abtei seit 1892 das Wasser für ihre hauseigene Brauerei bezieht.
Kein Wasser mehr - kein Bier mehr! Diese Drohung stand über viele Jahre im Raum. Es wäre das Aus für eines von nur noch elf authentischen Trappistenbieren der Welt gewesen. Doch nun entschied ein Lütticher Berufungsgericht: Zwar gehöre die Quelle dem Grubenbesitzer; doch habe er gemäß einem Vertrag aus dem Jahr 1833 nicht das Recht, dem Kloster das Wasser abzugraben.
130-jährige Brautradition
In der wallonischen Abtei wird seit rund 130 Jahren das bekannte Trappistenbier Rochefort gebraut; das Kloster ist ein beliebtes Ausflugsziel. Mit der Quelle und dem Ökosystem Tridaine sah die Abtei nicht nur ihr Bier und damit auch ihre Arbeitsplätze bedroht, sondern auch die Wasserversorgung des ganzen Ortes. Seit 1892 stellten die Mönche von Rochefort der Kommune jährlich 400.000 Kubikmeter, also vier Fünftel des Gesamtvolumens, zur Verfügung. Reines Wasser aus einer weiter entfernt gelegenen Quelle für die Brauerei heranzutransportieren, wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden - und zudem mit einem Verlust der Produktauthentizität.
Nur elf Trappistenbiere weltweit
Weltweit gibt es derzeit nur elf sogenannte authentische Trappistenbiere: fünf davon aus Belgien (Westvleteren, Westmalle, Chimay, Rochefort und Orval), zwei aus den Niederlanden (Koningshoeven, Zundert), eines aus Österreich (Engelszell), eins aus Italien (Tre Fontane), eins aus den USA (Spencer, Massachusetts) und seit 2018 eines aus England (St. Bernhard, Leicestershire).
Für das entsprechende Siegel der Internationalen Trappistenvereinigung müssen die obergärigen Biere innerhalb der Abtei und unter Verantwortung des Ordens gebraut werden. 

Auch das noch...

Parlament hält an Fahrplan für Ethikunterricht fest

Der Ethikunterricht kommt in jener Form, wie er vergangenen November beschlossen wurde: Das wurde im Nationalrat bestätigt, wo am Mittwoch das Volksbegehren "Ethikunterricht für alle" behandelt wurde. 
Ab Herbst 2021 ist Ethik Pflichtfach für alle Schülerinnen und Schüler ab der 9. Schulstufe, die vom konfessionellen Religionsunterricht abgemeldet sind. Daran wolle man nichts ändern, erklärte ÖVP-Abgeordnete Gertraud Salzmann. Man bekenne sich zu einem Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler sowie zu einem schulischen Fokus auf Werteunterricht, bei dem jedoch auch der Religionsunterricht eine wichtige Rolle spiele.

Katholische Kirche braucht bei Frauenweihe „Mauerfall"

Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hat die Debatte um die Weihe von Frauen in der katholischen Kirche mit der Lage der DDR vor dem Mauerfall verglichen. 
Die Mauer des Nein zur Zulassung von Frauen zu allen Ämtern stehe noch, sagte sie bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung anlässlich des Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt. Aber sie werde zunehmend brüchig. 
Die Kirche könne es sich mit Blick auf die Gleichheit aller Menschen vor Gott nicht mehr leisten, die Hälfte der Menschheit von den wichtigsten Diensten und Ämtern auszuschließen.
Lücking-Michel verwies auf hohe Austrittszahlen und das Unverständnis der jüngeren Generation über die Rolle der Frauen: „So kann es nicht weitergehen".

Syrisch-orthodoxer Patriarch:                  Christen werden nicht zurückkehren

Das Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche, Mor Ignatius Aphrem II., befürchtet eine weitere Abwanderung von Christen aus Syrien. „Es ist sehr schwierig, diesen Exodus zu stoppen", sagte er laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) im Rahmen der interreligiösen Interviewreihe „Religion Matters" der CSU-nahen Hanns-Seidel Stiftung. 
Er glaube nicht mehr an eine Rückkehr der vielen Millionen vor dem Krieg geflüchteten Syrer und insbesondere der Christen. Allein seine Gemeinde habe einen erheblichen Verlust zu beklagen, so Aphrem II. Inzwischen hätten rund 50 Prozent der Christen Syrien verlassen, sodass die Zahl der Christen im Land unter 800.000 liegen dürfte.

Ökumenischer Kirchentag: Gemischte Bilanz

Eine gemischte Bilanz des Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt hat der Ökumene-Bischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gezogen. Einen besonderen Schub für die Ökumene könne er bislang nicht erkennen, sagte der Magdeburger Bischof Gerhard Feige in einem Interview des Internetportals katholisch.de. 
Sprachlich und optisch habe man sich „weitgehend in einer binnenkirchlichen Blase bewegt" und habe damit wohl kaum Nicht-Gläubige oder den Kirchen distanziert gegenüber stehende Menschen erreicht. „Gleichwohl bin ich beeindruckt, dass das Treffen in dieser schwierigen Zeit überhaupt stattfinden konnte und offenbar doch eine große Zahl von Menschen erreicht hat." 

„Zur Hölle mit dem Himmel?" 

Die Corona-Pandemie geht dem Ende zu; doch dass ein Blick in die Kulturgeschichte der Seuchen dennoch lohnt, zeigt das Kärntner Benediktinerstift St. Paul mit seiner am Samstag vor Pfingsten eröffneten Sonderausstellung 2021: Unter dem Titel „Zur Hölle mit dem Himmel?" geht es um die Pest und andere Heimsuchungen, die ganze Landstriche leerfegten, Thema ist aber auch das stete Ringen um Heilung sowie der Ruf nach Gott, „wo die Medizin an ihre Grenzen stieß". Trotz alles damit verbundenen Leides gehören Seuchen zum Leben dazu, heißt es in der Ankündigung des Stifts. Die Menschheit habe sich aber niemals durch sie vernichten lassen, sondern sei „immer wieder zu neuer Lebensfreude erwacht".
Die Schau berichtet von Paracelsus (1493-1541), einem Schüler an der nahegelegenen Domschule in St. Andrä/Lavanttal, der sich zu Beginn der Neuzeit große Verdienste um die Bekämpfung der Pest erworben habe und heute als einer der großen Pioniere medizinischer Forschung in Europa gilt. Später folgten bedeutende Ärzte wie Robert Koch, Alexander Fleming oder Emil von Behring. Sie alle widmeten sich mit Hingabe dem Kampf gegen die großen Epidemien.
Dass die Angst vor den Seuchen auch große Auswirkungen auf die Religiosität hat, zeigt die Ausstellung anhand der im Mittelalter „gewaltigen Pilgerbewegungen", die teilweise bis heute lebendig sind. Heiligen wurde Heilkraft zugesprochen und bedeutende Gnadenorte zogen Millionen von Wallfahrern an. Das stockende Blut des Januarius, so glaubte man, kündete Unheil (Cholera) für die Stadt Neapel an, die Heilige Corona wurde - heute wieder topaktuell - als Helferin bei Pandemien angerufen.
Die auf 20 Räume aufgeteilte Ausstellung "Zur Hölle mit dem Himmel?" im Stift St. Paul ist von 23. Mai bis 1. November 2021 mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. (Info: http://www.stift-stpaul.at/index.php?we_objectID=187)