JA 

die neue Kirchenzeitung

29. Mai 2022 

Kleiner, aber authentischer? 

Der Dienst der Priester ist unverzichtbar. Das werden im Juni Bischöfe bei Priesterweihen gewiss wieder predigen. Stimmt, werden  die Gläubigen den Oberhirten antworten, die oft selbst jedoch einer fatale Rangordnung kirchlicher Werte frönen.  Vielen scheint nur der Zölibat unverzichtbar. Für genügend Priester lassen sie beten, rühren selbst jedoch keinen Finger. 
Bis hinauf in die Kirchenspitze hält sich die Meinung, dass die Kirche der Zukunft kleiner wird, aber authentischer. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, bleibt Mysterium. 

Eine jüngste Statistik besagt, dass die Zahl der Katholiken in Österreich dramatisch schrumpft. 
Lässt das die Kirchenführer jetzt jubeln, weil die Kirche damit angeblich atemberaubend authentischer wird? 
Den Getauften an der Basis, die ihrer Kirche die Treue halten, bleibt der Mund offen.  Und sie registrieren, dass die Ära des „Auftretens statt Austretens“ ziemlich vorbei ist. 
Viele Reformwillige haben resigniert. Unzufriedene sagen Adieu. Manche, die nicht gehen, bleiben aber nicht wegen der gestiegenen Authentizität, sondern wegen gewisser Rituale der Lebensbegleitung, von Prof. Zulehner einst „Gratifikationen“ genannt.           P. Udo 

Österreich: Zahl der Katholiken und Evangelischen sinkt dramatisch
Zahl der Muslime, Orthodoxen und Konfessionslosen steigt stark

 6,9 Millionen Menschen in Österreich - das sind 77,6 Prozent der Bevölkerung - bekennen sich zu einer Religion, rund 2 Millionen (22,4 Prozent) fühlen sich keiner Glaubensgemeinschaft zugehörig. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer freiwilligen Erhebung zur Religionszugehörigkeit, die die Statistik Austria im Auftrag des Bundeskanzleramts 2021 durchgeführt hat.
Rund 6,1 Millionen Männer und Frauen in Österreich bekannten sich 2021 zum Christentum, das entspricht einem Anteil von rund 68,2 Prozent an der Gesamtbevölkerung.
4,93 Millionen Personen (55 Prozent der Bevölkerung) waren laut Statistik Austria 2021 Mitglied der Römisch-katholischen Kirche, rund 340.300 Personen bzw. 3,8 Prozent waren evangelisch (A.B. und H.B). Zur Orthodoxen Kirche (byzantinische Tradition) bekannten sich 436.700 Personen bzw. 4,9 Prozent der Bevölkerung.
Dazu kommen noch die orientalisch-orthodoxen Christen, die nach Kathpress-Hochrechnungen knapp 20.000 Personen ausmachen, sowie andere christliche Kirchen wie die Altkatholische Kirche (ca. 4.700 Mitglieder), die Freikirchen (35.300 Mitglieder), die Methodistische Kirche (2.000 Mitglieder) oder die Neuapostolische Kirche (4.100 Mitglieder), weiters auch jene Personen, die einer Kirche angehören, die in Österreich nicht staatlich anerkannt ist und die daher nicht von der Statistik Austria abgefragt wurde.
745.600 Personen in Österreich (8,3 Prozent der Bevölkerung) fühlten sich dem Islam zugehörig, 26.600 (0,3 Prozent) dem Buddhismus und 10.100 (0,1 Prozent) dem Hinduismus. Für die Israelitische Religionsgesellschaft werden 5.400 Personen (0,1 Prozent) genannt.
Der Anteil der Personen, die sich 2021 keiner Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlten, war in Wien mit über einem Drittel (34,1 Prozent) am höchsten, gefolgt von der Steiermark (22,6 Prozent) und Niederösterreich (20,5 Prozent). Kärnten (16,5 Prozent) und das Burgenland (16,8 Prozent) hatten hingegen die geringsten Anteile von Personen ohne Religionsbekenntnis.
17,9 Prozent der christlichen Bevölkerung Österreichs hat Migrationshintergrund, im Islam sind es 91,9 Prozent.
Veränderungen seit 1951
Im Jahr 1951 waren noch 89 Prozent der Bevölkerung Mitglied der Römisch-katholischen Kirche. 2001 waren es 73,6 Prozent. 2021 lag der Wert bei 55,2 Prozent. Während die Zahl der Bevölkerung evangelischen und altkatholischen Glaubens in diesem Zeitraum ebenfalls beständig abnahm, gab es eine signifikante Zunahme bei Angehörigen der orthodoxen Kirchen sowie des Islam. Bekannten sich 1971 (frühere Daten liegen nicht vor) gerade einmal 22.300 Personen (0,3 Prozent der Bevölkerung) zum islamischen Glauben, waren es 2021 um rund 720.000 Personen mehr. 
Ähnlich erhöhte sich die Zahl der orthodoxen Gläubigen in Österreich allein in den vergangenen 20 Jahren von 179.500 im Jahr 2001 (erster Datenpunkt) bis 2021 auf 436.700. Wobei hier laut Auskunft der Statistik Austria nur die byzantinische Orthodoxie gemeint ist. Für die Orientalisch-orthodoxe Kirche wurden keine entsprechenden Daten genannt.
Der Anteil der Bevölkerung ohne Religionsbekenntnis ist ebenfalls stark gestiegen. 1951 betrug die Zahl der Konfessionslosen 264.000 (3,8 Prozent), 2001 waren es 963.300 (12 Prozent) und 2021 eben knapp 2 Millionen (22,4 Prozent).

Kiew: Internationale Religionsvertreter beten gemeinsam um Frieden
Ukrainische Kirche trennt sich vom Moskauer Patriarchat

Eine Delegation internationaler Religionsvertreter hat am 24.  Mai Kiew erreicht, um hier gemeinsam um Frieden und ein Ende des russischen Angriffes auf die Ukraine zu beten. Wie das ukrainische griechisch-katholische Nachrichtenportal RISU berichtet, will die rund ein Dutzend Personen aus allen großen Weltreligionen umfassende Abordnung vor Ort „die Menschen seelsorglich unterstützen, humanitäre Hilfe verteilen und den religiösen und politischen Führern begegnen".
Mitglieder der Delegation sind u.a. der anglikanische Bischof von Dorking, Jo Bailey Wells, als Vertreter der „Church of England", Imam Yahya Pallavicini als Vertreter der Islamischen Religionsgemeinschaft in Italien und Koordinator des europäischen Imamen-Netzwerks EULEMA, Sr. Sheila Kinsey von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der katholischen Ordensgemeinschaften Italiens, sowie weitere im Religionsdialog aktive geistliche Führungspersonen und in der Friedensarbeit aktive Theologinnen und Theologen aus den USA, Großbritannien und Italien. 
Russlands Krieg gegen die Ukraine führt zu einer Spaltung der russisch-orthodoxen Kirche. Ihr ukrainischer Zweig beschloss am Freitag in Kiew seine völlige Unabhängigkeit vom Moskauer Patriarchat. Nach einem Landeskonzil, an dem Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien teilnahmen, erklärte die Ukrainisch-orthodoxe Kirche (UOK) des Moskauer Patriarchats am Abend: „Wir teilen nicht die Position des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Kyrill zum Krieg in der Ukraine."

Bartholomaios I.: Moskauer Patriarch soll sich Putin widersetzen

Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., hat seinen Unmut über die Unterstützung des orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill I. für Russlands Krieg gegen die Ukraine Luft gemacht. In einem Interview des griechischen TV-Senders ERT sagte das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie am Dienstagabend, er hätte erwartet, dass Kyrill den russischen Einmarsch in die Ukraine verurteilt. Der russische Patriarch hätte „seinen Thron opfern" und zu Wladimir Putin sagen sollen: „Herr Präsident, ich kann Ihnen nicht zustimmen. Ich trete zurück, ich gehe", so Bartholomaios laut Nachrichtenagentur KNA.

Vatikan-Außenminister: Ukraine braucht auch militärische Hilfe

Aus Sicht des vatikanischen Außenbeauftragten Erzbischof Paul Gallagher steht für die Ukraine weiterhin Selbstverteidigung an vorderster Stelle. „Die Ukraine muss sich verteidigen, und dazu braucht sie Hilfe, auch militärische Hilfe", sagte der 68-Jährige zum Abschluss seiner Ukraine-Reise dem Portal Vatican News. Dabei habe der Vatikan immer darauf bestanden, dass es eine gewisse Verhältnismäßigkeit geben müsse. "Ein neues Wettrüsten in Europa, in der Welt, ist nicht angebracht", so die Mahnung des Vatikandiplomaten.

Gallagher war am Mittwoch in die Ukraine gereist. Er traf zahlreiche Politiker und Kirchenvertreter. Auch reiste er nach Butscha. Er betete dort am Ort eines ehemaligen Massengrabs und besuchte eine orthodoxe Kirche. Offizieller Anlass seiner Reise war der 30. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Ukraine. Gallagher hatte den Besuch bereits früher geplant, musste ihn aber wegen einer Corona-Infektion verschieben.

Erzbischof Gadecki kritisiert Russland-Politik des Vatikan

Der Vorsitzende der katholischen Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki, kritisiert die Russlandpolitik des Vatikans. „Meiner Meinung nach sollte der Vatikan reifer mit Russland umgehen, denn die alte und momentane Herangehensweise erscheint sehr naiv und utopisch", sagte Gadecki Polens katholischer Nachrichtenagentur KAI. Selbstverständlich seien Kontaktaufnahme und Dialog edle Ziele. Damit gehe aber keine „ausreichend ernsthafte Reflexion auf der Seite des Vatikans" einher.

Gadecki verwies darauf, dass Russlands Präsident Wladimir Putin Papst Franziskus bewusst erniedrigt habe, indem er wiederholt einige Stunden zu spät zu Treffen gekommen sei. „Der Heilige Stuhl sollte sich darüber im Klaren sein, dass er in seinen Beziehungen zu Russland - gelinde gesagt - vorsichtiger sein sollte, weil die Erfahrungen der mittel- und osteuropäischen Länder zeigen, dass Lügen die zweite Wesensart der russischen Diplomatie sind", so der Erzbischof. Zugleich scheine es so, dass die Staaten Mittel- und Osteuropas von der vatikanischen Diplomatie unterschätzt würden. In der aktuellen Kriegssituation sei es am wichtigsten, dass der Heilige Stuhl die Ukraine auf allen Ebenen unterstütze.

Finnischer Erzbischof: Weltkirchenrat zu zögerlich gegen Russland

Der orthodoxe Erzbischof Leo von Helsinki und ganz Finnland hat die Aussagen einer interorthodoxen Konferenz zum russischen Krieg in der Ukraine kritisiert. Er bezog sich auf das Kommuniqué einer einwöchigen Vorbereitungskonsultation von 20 östlich-orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen für die für September geplante Vollversammlung des Weltkirchenrates (ÖRK) in Karlsruhe. In der nach dem Treffen auf Zypern herausgegebenen Mitteilung hatten die orthodoxen Delegierten den Krieg in der Ukraine zwar angesprochen, Russland aber nicht als Aggressor benannt. Der finnische Erzbischof zeigte sich enttäuscht von dem ÖRK-Papier. 

Theologin: Ukraine-Krieg bringt Zeitenwende im Kirchendialog

Der Krieg in der Ukraine bringt nach Einschätzung der katholischen Theologin Regina Elsner eine Zeitenwende im Dialog der christlichen Kirchen. Das liege vor allem an der russisch-orthodoxen Kirche und ihrer Verstrickung in den von Moskau befohlenen Angriff auf das Nachbarland.

So habe die katholische Kirche im Gespräch mit der Orthodoxie vor allem auf die russisch-orthodoxe Kirche gesetzt, weil sich beide Seiten lange Zeit eins wähnten in einem „Wertekampf" innerhalb der modernen Gesellschaft. Nun stelle sich die Frage, wie man mit einer Kirche umgehe, die die christliche Botschaft „so zynisch" missbrauche.

So habe sie den Eindruck, dass Papst Franziskus unter anderem deswegen nicht in die Ukraine reise, weil er die Reaktion der russisch-orthodoxen Kirche fürchte.

Papst wünscht Moskauer Patriarchen zum Namenstag „Weisheit"

Papst Franziskus hat dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. zum Namenstag gratuliert. Franziskus versicherte Kyrill I. nach Angaben des Moskauer Patriarchats in seinem Glückwunschschreiben, dass er für ihn und seine Kirche bete. Er fügte demnach hinzu: „In diesen Tagen bete ich zu unserem himmlischen Vater, dass der Heilige Geist uns in unserem Dienst am Evangelium erneuert und stärkt; besonders in unseren Bemühungen, den Wert und die Würde jedes menschlichen Lebens zu verteidigen." Gott möge „uns die Gabe der Weisheit schenken, damit wir immer demütige Arbeiter im Weinberg des Herrn sein können".

Papst ruft zum weltweiten Rosenkranz für die Ukraine auf

Papst Franziskus ruft erneut alle Christen zu einem internationalen Gebet für den Frieden auf. Am 31. Mai wird das Kirchenoberhaupt den Rosenkranz vor der Marienstatue Regina Pacis in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom beten.

 

Bischofsgruppe: Jerusalem darf „niemals zum Monopol" werden

Jordanien kritisiert Gerichtsentscheid in Israel zum Tempelberg

Bischöfe aus Europa haben vor einer Gefährdung für die christliche Präsenz in Jerusalem gewarnt. Christen seien für die Identität der Stadt wichtig, „doch ihr Fortbestand ist durch Besatzung und Ungerechtigkeit bedroht", heißt es in der zum Abschluss des 22. Solidaritätsbesuchs europäischer Bischöfe mit Christen im Heiligen Land am Donnerstag veröffentlichten Botschaft. An dem sechstägigen Besuch zu Status und Zukunft Jerusalems nahmen Vertreter von sechs Bischofskonferenzen teil, darunter aus Deutschland der Vorsitzende der Arbeitsgruppe "Naher und Mittlerer Osten" der Kommission Weltkirche bei der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Weihbischof Udo Bentz.

Die Bischöfe teilten die Sorge der Jerusalemer Christen „über die von der israelischen Polizei verhängten einseitigen Einschränkungen der Religionsfreiheit während der Osterzeit". Gewalt und Einschüchterungen durch israelische Siedler, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sowie Schwierigkeiten bei der Familienzusammenführung seien weitere Herausforderungen für die einheimischen Christen.

Mit Blick auf die Juden, Christen und Muslimen heilige Stadt Jerusalem forderten die Bischöfe, dass sie immer „ein gemeinsames Erbe bleiben" müsse und „niemals zum exklusiven Monopol einer Religion werden" dürfe. Die Offenheit und Universalität der Stadt zu bewahren, sei "unser Recht und unsere Pflicht als Christen". 

Das jordanische Außenministerium…

… hat ein Urteil eines Jerusalemer Gerichts über jüdische Beter auf dem Tempelberg (arabisch: Haram al-Scharif) verurteilt. Die Entscheidung für die jugendlichen Beter sei „ein eklatanter Verstoß gegen die internationalen Resolutionen zur Legitimität Jerusalems, einschließlich der Resolutionen des Sicherheitsrates, die alle die Notwendigkeit betonen, den Status quo der heiligen Stadt zu erhalten", sagte Ministeriumssprecher Haitham Abu al-Foul laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur „Petra" am Sonntagabend.

Das Jerusalemer Amtsgericht hatte am Sonntag ein Strafverfahren gegen drei jüdische Minderjährige abgewiesen. Sie waren laut israelischen Medienberichten festgenommen worden, weil sie an der heiligen Stätte gebetet hatten. 

Der geltende Status Quo gestattet Nichtmuslimen den Besuch, das öffentliche Gebet auf dem Tempelberg ist Muslimen vorbehalten. 

Erzbischof schließt US-Politikerin Pelosi von Kommunion aus

Wegen ihrer Haltung in der Abtreibungsfrage hat San Franciscos Erzbischof Salvatore Cordileone die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, vom Empfang der Kommunion ausgeschlossen. Er wies alle Priester seiner Diözese an, der katholischen Politikerin die Teilnahme an der Eucharistie zu verweigern.
„Eine katholische Gesetzgeberin, die Abtreibung unterstützt, obwohl sie die Lehre der Kirche kennt, begeht eine offensichtliche schwere Sünde", heißt es in dem Text. Für einen solchen Verstoß sehe das Kirchenrecht vor, dass der Sünder nicht mehr die Kommunion empfangen dürfe. Erst wenn sich die 82 Jahre alte Demokratin öffentlich von ihrer Haltung zu Abtreibung distanziere und beichte, dürfe sie wieder kommunizieren.
Pelosi: Warum wird Politik gegen die kirchliche Lehre zur Todesstrafe nicht geahndet?
Nancy Pelosi hat auf ihren Ausschluss vom Kommunionempfang durch den Erzbischof von San Francisco reagiert, berichtet Vatican News. Sie respektiere Menschen, die eine andere Meinung zu Abtreibungsrechten vertreten als sie selbst, aber sie respektiere nicht deren Bemühungen, anderen diese Meinung aufzuzwingen.
Sie frage sich, warum andere Politiker, die sich politisch gegen die kirchliche Lehre etwa zur Todesstrafe stellen, nicht mit ähnlichen Maßnahmen belegt wurden, so die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses in einem Fernsehinterview des Senders MSNBC. 
Sie selbst stamme von einer katholischen und Pro-Life-eingestellten Familie mit italienischen Wurzeln, sagte Pelosi, die selbst Mutter von fünf Kindern ist. Politisch unterstützt sie die Eigenentscheidung der Frau bei Abtreibungen, während die katholische Kirche das Lebensrecht Ungeborener in jedem Fall schützt.
Die Einschränkung des Erzbischofs bezieht sich auf Kirchen in der Erzdiözese San Francisco, aber am Sonntag besuchte Pelosi die Heilige Messe in der Holy-Trinity-Kirche in Washington und empfing die Kommunion, wie lokale Medien berichten. Dieselbe Kirche besucht auch Präsident Joe Biden manchmal, wenn er das Wochenende in Washington verbringt. Der Katholik Biden, der privat Abtreibungen ablehnt, unterstützt politisch so wie Pelosi das Recht der Frau auf einen straffreien Abbruch zu bestimmten Konditionen.
Der Erzbischof von Washington, Kardinal Wilton Gregory, hatte bereits angekündigt, er werde Präsident Biden die Kommunion nicht verweigern. Zum Fall Pelosi teilte das Büro des Kardinals mit, Gregory werde die Kontroverse nicht kommentieren.
Die 82-jährige Politikerin beruft sich häufig auf ihren katholischen Glauben als Motivation für ihre Politik. Ihre Unterstützung für die legale Abtreibung brachte sie allerdings in Konflikt mit der kirchlichen Lehre. 2021 empfing Papst Franziskus sie zu einer Privataudienz in Rom. Im US-amerikanischen Kommunionstreit forderte der Papst die Bischöfe dazu auf, die Eucharistie nicht zu politisieren und sagte, er selbst habe noch nie jemandem die Kommunion verweigert.
Foto: Official photo of Speaker Nancy Pelosi in 2019.

Diözese Aachen beschließt umfassende Strukturreform

Die Diözese Aachen hat umfassende Strukturreformen beschlossen, darunter auch eine Veränderung der pastoralen Aufteilung des Bistumsgebiets. Künftig soll es 50 Pastorale Räume als zentrale Einheiten geben, in denen Entscheidungen etwa über Geld- oder Personaleinsatz vor Ort fallen, teilte die Diözese am Freitag mit. Organisiert werden sie voraussichtlich in 8 bis 13 Pfarreien, die zwingend von einem Priester mitgeleitet werden müssen - im Gegensatz zu den Pastoralen Räumen.
Kommt „klerikalistische Rückwärtsrolle"?
Kritik an den Strukturbeschlüssen kommt derweil von den Katholikenräten in der Diözese. Sie hätten „viele kritische Anfragen an den Prozess", so die Räte in einer am Freitag verbreiteten Stellungnahme. Darin heißt es: „Ist hier eine klerikalistische Rückwärtsrolle zu erwarten oder gibt es, wie angekündigt, einen Aufbruch vor Ort?"
Die Katholikenräte sehen nach eigenen Aussagen „große Risiken" für einen Rückschritt. „Die Bildung riesiger Pfarreien und der Rückbau demokratischer Strukturen vergrößern den Machtraum einzelner Pfarrer. Das ist genau das Gegenteil davon, was zu tun ist, um Missbrauch abzuwenden." Die Diözese müsse die „verkrusteten Strukturen des Klerikalismus" zurücklassen und stattdessen die Pfarreien kleinteiliger gestalten.
Foto. Offizielle Website des Bistums Aachen.
 

Neue Stiftung in Deutschland soll katholische Schulen unterstützen

Personen aus der katholischen Zivilgesellschaft Deutschlands haben am Donnerstag in Stuttgart eine Stiftung Katholischer Schulen in Deutschland gegründet. Der Verein will das Angebot der konfessionellen Schulen unabhängig von Diözesen und Orden unterstützen und weiterentwickeln.
Hinter der Initiative steht unter anderen Ulrich Hemel, der Inhaber des Weltethos-Lehrstuhls an der Universität Tübingen und Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU). Er wurde zum Stiftungschef gewählt. Hinzu kommen Ex-Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, und der Jesuit Klaus Mertes. Schulstiftungen einzelner Diözesen haben sich der Initiative ebenfalls angeschlossen.
Laut Satzung soll beispielsweise Jugendlichen unabhängig von der sozialen Herkunft und wirtschaftlichen Lage der Eltern der Besuch einer solchen Schule ermöglicht werden. Unterstützt werden soll zudem der internationale Austausch von Schülern und Lehrkräften - weil „das katholische Schulwesen international ist". Die Stiftung will sich auch für Neugründungen engagieren: So sollen neue Schulen eine Anschubfinanzierung erhalten können. Das Geld für die Vorhaben will die Stiftung einwerben. Aktuell gibt es in Deutschland knapp 1.000 katholische Schulen.

Hongkongs Kardinal Zen weist vor Gericht Anklage zurück 

Hongkongs Kardinal Joseph Zen Ze-kiun und fünf weitere Personen haben bei einem ersten Gerichtstermin nach ihrer Festnahme am 11. Mai die Anklage zurückgewiesen. Bei dem Termin am Dienstag waren Diplomaten mehrerer europäischer Länder, darunter aus Deutschland, Italien und Schweden, als Beobachter anwesend, wie Hongkonger Medien berichten. Der Prozess gegen die Angeklagten soll am 19. September beginnen.
Der ehemalige katholische Bischof von Hongkong war vor knapp zwei Wochen mit fünf weiteren Personen wegen ihrer Rolle als Treuhänder des „612 Humanitarian Relief Fund" von der Sicherheitspolizei verhaftet und noch am selben Tag gegen Kaution wieder freigelassen worden. Der inzwischen auf Druck Pekings aufgelöste Fonds sollte Demonstranten unterstützen, die an den gegen Peking gerichteten prodemokratischen Protesten 2019 beteiligt waren. Den fünf Treuhändern wurde „geheime Zusammenarbeit mit ausländischen Mächten" vorgeworfen, was nach dem von China erlassenen nationalen Sicherheitsgesetz strafbar ist.
Kardinal Joseph Zen Ze-kiun hat am Dienstagabend zum Beginn der weltweiten Gebetswoche für China einen Gottesdienst gefeiert. Hunderte seien gekommen, um den 90-jährigen Kardinal zu sehen und zu hören, berichtete der asiatische Pressedienst „Ucanews". Zen habe die Messe den unterdrückten Kirchen in China gewidmet und erneut das Abkommen zwischen China und dem Vatikan über die Ernennung von Bischöfen kritisiert.
Ebenfalls am Dienstag wurde der katholische Verleger und Demokratieaktivist Jimmy Lai in Hongkong zu zehn Monaten Haft wegen Werbung für „strategisches Wahlverhalten" bei der Parlamentswahl im Jahr 2016 verurteilt. Lai wurde seit 2020 zu einer Reihe von Gefängnisstrafen wegen Verstößen gegen das von China erlassene Gesetz zur Nationalen Sicherheit verurteilt.
Keine Gedenkmessen in Hongkong zum Tiananmen-Massaker von 1989 
Hongkongs katholische Kirche wird in diesem Jahr keine Gottesdienste zum Gedenken an die Opfer des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens vom 4. Juni 1989 feiern. Die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Diözese Hongkong habe als Begründung Befürchtungen wegen des von Peking auferlegten nationalen Sicherheitsgesetzes genannt. 
2021 hatten noch sieben katholische Kirchen in Hongkong gewagt, Gedenkgottesdienste zu feiern 

Kurznachrichten

 

Papst Franziskus hat vor einem zu großen Kontrollbedürfnis beim Thema Synodalität, also gemeinsamer Beratungsstrukturen innerhalb der Kirche, gewarnt. Für einen gemeinsamen Weg sei es immer wichtig, ein unvollständiges Denken beizubehalten. 

 

Papst Franziskus hat zum 90-Jahr-Jubiläum der „Famiglia Cristiana" die Redaktion und Leser der Wochenzeitschrift in Audienz empfangen. Derzeit hat sie etwa 200.000 Abonnenten. 

 

Australien. Katholische Organisationen haben dem neuen Premierminister Anthony Albanese und dessen Labor Partei (ALP) zum Wahlsieg gratuliert. Der Sozialdienst der Jesuiten nannte den Sieg eine klare Botschaft der Australier zur Bekämpfung des Klimawandels und zur „Schaffung eines mitfühlenden Australien". 

 

Myanmar. Das Militär hat erneut ein katholisches Dorf in Zentralbirma angegriffen und gebrandschatzt. In Chaung Yoe in der Region Sagaing seien 320 der rund 350 Häuser niedergebrannt worden, berichtete der „Ucanews". 

 

Polens orthodoxe Kirche protestiert gegen die Berufung von Frauen zu Pfarrerinnen durch die lutherische Kirche des Landes. Sie werde ökumenischen Begegnungen fernbleiben, an denen Pfarrerinnen der evangelisch-augsburgischen Kirche teilnehmen. 

 

In Nicaragua spitzt sich die Lage rund um den in Hungerstreik getretenen Bischof Rolando Alvarez (55) zu. Das regierungskritische Portal „Confidencial" berichtet über eine Polizeiabsperrung rund um die Unterkunft des Bischofs. Zwei Priestern sei am Wochenende der Zugang zu Alvarez verweigert worden. Sicherheitskräfte sollen die Geistlichen beleidigt und bedroht haben. 

 

Panama. Angesichts anhaltender Sozialproteste haben Demonstranten in Colon die Kirche um Vermittlung gebeten. Als Mediator solle Alt-Weihbischof Romulo Emiliani Sanchez die Gespräche leiten. 

 

Italiens katholische Bischöfe haben eine erste landesweite Untersuchung über sexuellen Missbrauch in der Kirche beschlossen. Allerdings solle es dabei zunächst nur um die vergangenen beiden Jahren gehen. 

 

Italien. In der Diözese Bozen-Brixen hat eine Expertengruppe damit begonnen, Fälle von sexuellem Missbrauch und Gewalt aufzuarbeiten. Dabei wurde zunächst der frühere Umgang mit Fällen überprüft, die Priester betreffen, die noch im Dienst sind. 

 

Tschad. 42 Jahre nach einem Großbrand im Bürgerkrieg ist die katholische Bischofskirche in der Hauptstadt N'Djamena fast wiederhergestellt. Zu Weihnachten solle in der Kathedrale Maria-Frieden wieder Gottesdienst gefeiert werden, berichtete Radio Vatikan. 

 

Pakistan.  Kirchenvertreter und Menschenrechtler haben die Ermordung von zwei Sikh-Händlern in Peschawar in der Unruheprovinz Khyber Pakhtunkhwa scharf verurteilt und mehr Schutz für religiöse Minderheiten gefordert. 

 

Israel. Die Familie der getöteten Al-Jazeera-Journalistin Schireen Abu Akleh hat sich enttäuscht darüber geäußert, dass der Vatikan bislang nicht offiziell Stellung zu ihrem Tod genommen hat. 




Deutschland. Das Zentralinstitut für Katholische Theologie (IKT) der Berliner Humboldt-Universität (HU) hat pandemiebedingt erst zweieinhalb Jahre nach Beginn der Lehrtätigkeit seine Eröffnung gefeiert.
 
Deutschland. Nach den Tornados von vergangenem Wochenende rechnet die Erzdiözese Paderborn mit Schäden an Kirchengebäuden in Höhe von fünf bis zehn Millionen Euro allein im Raum Paderborn.
 
Serbien. Die Serbisch-orthodoxe Kirche akzeptiert den Antrag der Kirche von Nordmazedonien auf kirchliche Unabhängigkeit (Autokephalie). Das hat der serbische Patriarch Porfirije am 24. Mai im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in Skopje verkündet. 


Österreich


  

Salzburg. Mit Festgottesdiensten in seinen früheren Bischofsstädten begeht Erzbischof Alois Kothgasser in den kommenden Tagen seinen 85. Geburtstag. Der am 29. Mai 1937 geborene Salesianer Don Boscos leitete von 2003 bis 2013 die Erzdiözese Salzburg und zuvor 1997 bis 2002 die Diözese Innsbruck.  In einem Interview kündigte er an, dass er einen Umzug nach Salzburg ins dortige Priesterseminar plane. In den vergangenen Jahren lebte Kothgasser im Geistlichen Zentrum der Don-Bosco-Schwestern in Baumkirchen (Tirol). 

 

Steiermark.  Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer hat vorgeschlagen, den Karfreitag für alle Staatsbürger zu einem Feiertag zu machen und dafür eventuell den Ostermontag als gesetzlich gültigen Feiertag aufzugeben. 

 

Wien. Angesichts der weltweit wachsenden Armut sei der „sündteure" Weltraumtourismus, den einige Milliardäre begonnen haben, eine „skandalöse Geldverschwendung". Das betonte Kardinal Christoph Schönborn in seiner Kolumne in der Gratiszeitung „Heute". 

 

Tirol. Die Kirche sollte auch beim Thema Sexualität und allen anverwandten Themenfeldern wie Homosexualität, LGBTQ und dem Dritten Geschlecht „pluralitätsfit" werden: Das hat der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler bei einer Tagung kürzlich an der Universität Innsbruck betont. 

 

Kärnten. Beim Projekt „LaufWunder" der youngCaritas, das in Klagenfurt und Villach Station machte, legten 1.440 Kinder und Jugendliche  6.440 Kilometer laufend zurück und unterstützten damit Caritas-Projekte im In- und Ausland. 

 

Niederösterreich. Die katholische Kirche im Weinviertel und Marchfeld setzt von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten eine besondere Initiative. Unter dem Motto „Licht:Zeichen" erstrahlen rund 100 Kirchen und Kapellen nächtens in rotem Licht. 

 

Wien. Nach einer zweijährigen, coronabedingten Zwangspause fand heuer erstmals wieder ein „Sportbesinnungstag" der Sportunion Wien statt. Über 200 Sportfunktionäre sowie Mitglieder der Diözesansportgemeinschaft aus Wien, Niederösterreich und Burgenland kamen dazu in den Wiener Stephansdom. 

Pauline Jaricot seliggesprochen

Pauline Jaricot (1799-1862), französische Unternehmertochter und Gründerin des Hilfswerks missio, ist am Sonntag in Lyon seliggesprochen worden. Der Zeremonie wohnten laut örtlichen Medienberichten rund 12.000 Katholiken bei. Geleitet wurde die Feier vom philippinischen Kardinal Luis Antonio Tagle. Der Präfekt der vatikanischen Missionsbehörde hob die „universelle Liebe und Leidenschaft" Jaricots für Jesus und die Armen hervor.
Bereits zuvor hatte Papst Franziskus Leben und Werk der Gründerin gewürdigt. Beim sonntäglichen Mittagsgebet auf dem Petersplatz lobte er ihre „universelle Vision der Sendung der Kirche".
Im Alter von 20 Jahren rief die in Lyon geborene Jaricot 1819 die erste offizielle katholische Laienbewegung für Missionsarbeit ins Leben. Zwei Jahre nach der Gründung wurde daraus am 3. Mai 1822 der „Verein für die Verbreitung des Glaubens". Ihn erklärte Papst Pius XI. 100 Jahre später, 1922, zu einem der vier Päpstlichen Werke, die dem katholischen Kirchenoberhaupt direkt unterstellt sind.

Auch das noch...

Arabien-Bischof Hinder sieht Fortschritte bei Religionsfreiheit 

Der scheidende katholische Bischof für die Arabische Halbinsel, Paul Hinder (80), sieht Fortschritte bei der Religionsfreiheit für Christen. „Die Toleranz ist in meiner Dienstzeit gewachsen", sagte er im Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Während seiner 18-jährigen Dienstzeit in der Ursprungsregion des Islam habe er erlebt, „dass es echtes Bemühen gibt, aufeinander zuzugehen". Dies habe unter Papst Franziskus noch zugenommen, der mit seiner Reise nach Abu Dhabi 2019 als erster Papst die Arabische Halbinsel besuchte. Er selbst sei von Muslimen stets mit größtem Respekt behandelt worden und habe acht neue Kirchen weihen können, fügte Hinder hinzu.
 

Filmprojekt zeigt Schicksal des St. Pöltner Taubstummeninstituts 1938 

Von der vom nationalsozialistischen Regime erwirkten Auflösung des bischöflichen Taubstummeninstituts in St. Pölten handelt ein Dokumentarfilm, der derzeit in der niederösterreichischen Landeshauptstadt entsteht. 
Ende Mai 1938, nur zwei Monate nach dem „Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, wurden die gehörlosen Schülerinnen und Schüler des damaligen „Taubstummeninstituts" in St. Pölten in den frühen Morgenstunden geweckt und aufgefordert, das Notwendigste zu packen und sich von den Schulschwestern, die sie betreuten, zu verabschieden. Sie wurden von den Nationalsozialisten auf Lkws verladen und weggebracht - wohin genau und was ihr Schicksal war, ist bis heute nicht vollends geklärt. 

Familienverband: Kindergartenmilliarde ist „familienfeindlich" 

Scharfe Kritik an der Strategie des Bundes für die Kinderbetreuung hat der Katholische Familienverband geäußert. Mit der sogenannten „Kindergartenmilliarde", die für den Ausbau der Betreuungsplätze in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung gestellt wird, sei eine „Chance verpasst" worden, befand Verbandspräsident Alfred Trendl in einer Aussendung vom Mittwoch. Der durch Studien belegte Wunsch der Eltern, sowohl Zeit für ihre Kinder zu haben als auch erwerbstätig zu sein, werde völlig ignoriert, was „familienfeindlich" sei, erklärte Trendl. Bezeichnend sei, dass bei der aktuellen 15a-Vereinbarung „fünfmal der Begriff Vollzeitbeschäftigung, die Begriffe Wahlfreiheit und Teilzeit aber nicht erwähnt werden". Offensichtlich würden nur Interessen der Wirtschaft bedient. 
 

Heiliger Bernhard nun Schutzpatron von 13.000 Bergrettern 

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler segnete bei einem Treffen von 160 Bergrettern aus ganz Tirol in Reutte ein Bildnis des Heiligen Bernhard von Menthon  (1008?-1081?), des Gründers des Hospizes auf dem Großen St. Bernhard (Schweiz), eine der ersten Einrichtungen zum Zwecke der Rettung aus Bergnot. Dieser gilt somit ab sofort offiziell als Schutzpatron der Bergretter - nicht nur der 4.600 in Tirol, sondern auch der 12.950 in ganz Österreich, wie die „Tiroler Tageszeitung" (Montag) berichtete. Alle Landesorganisationen übernehmen Bernhard als Patron, ebenso wie die Kameraden in Italien, der Schweiz und Bayern. 

Ausschreibung für den 11. FRAU AVA LITERATURPREIS 

Die Einladung, einen Text für den 11. FRAU AVA LITERATURPREIS einzureichen, ergeht an alle deutsch schreibenden Schriftstellerinnen, die bisher mindestens einen eigenständigen Lyrik- oder Prosaband in einem Verlag (kein Selbst- oder Eigenverlag) veröffentlicht haben.
Der Preis wird für einen Prosatext vergeben, der sich auf neuartige und innovative Weise in Sprache und Form mit Themen im Spannungsfeld von Spiritualität, Religion und Politik auseinandersetzt und sich an erwachsene und/oder junge Leserinnen und Leser wendet.
Der eingereichte Text kann eine abgeschlossene Kurzform oder ein Teil eines umfangreicheren literarischen Werkes sein. Er soll 40.000 Zeichen (10 DIN A4 Seiten) nicht überschreiten. Die Einreichung erfolgt anonym an die Adresse der Frau Ava Gesellschaft für Literatur: Hellerhof, 3508 Paudorf. Die Beiträge – in sechsfacher Ausfertigung – werden mit einem Kennwort versehen. Name, Adresse und Biographie beziehungsweise Bibliographie der Einsenderin werden in einem eigenen verschlossenen Umschlag versehen mit dem Kennwort mitgesendet.
Der Zeitraum für die Einreichung der Beiträge erstreckt sich bis 30. September 2022.
Der FRAU AVA LITETRATURPREIS, der im April 2023 bereits zum 11. Mal verliehen wird, besteht aus der Statuette „Frau Ava“ des Paudorfer Bildhauers Leo Pfisterer und der Finanzierung von Lesungen und der Fertigstellung eines literarischen Werkes. Die Gesellschaft stellt dafür Mittel in der Höhe von 10.000 € zur Verfügung.
Weitere Informationen über die Gesellschaft, den Preis und ehemalige Preisträgerinnen können der Homepage: www.frauavapreis.at entnommen beziehungsweise unter der Emailadresse: office@frauavapreis.at erfragt werden.

Foto: Verleihung des 10. FRAU AVA LITERATURPREISES an Maria Grosseggger.