JA 

die neue Kirchenzeitung

6. November 2022 

Zeichen der Hoffnungslosigkeit ?

Das Priesterseminar St. Pölten bestand von 1785/1791 bis 2021. 
Die Zahl der am Priesteramt interessierten Männer wird immer geringer. 
Deshalb leben seit Beginn des Studienjahres 2012/13 die Seminaristen der Diözese St. Pölten im Wiener Priesterseminar und studieren an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
Den Gläubigen wird gesagt, dass die Krise ein Ende haben könnte, wenn nur eifrig genug um geistliche Berufe gebetet würde.

Die Führung, die Gott mittels Kirchengesetz vorgibt, wen er berufen darf, glaubt jedoch  offenkundig selbst nicht daran, dass sich in den nächsten Jahrzehnten etwas zum Bessern wenden könnte.
Dieser Tage wird der Garten des ehemaligen Priesterseminars im Zentrum von St. Pölten neu gestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, schreibt „Kirche bunt“. Bürger freuen sich, Gläubige sind ratlos.
Im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Stadt und Diözese über 99 Jahre wurde demnach auch die Neugestaltung des Gartens durch die Stadt beschlossen.
Wird der Weltgebetstag am 30. April 2023 dazu einladen, für Priesterwillige in 100 Jahren zu beten? Dann könnten Haus und Garten Seminaristen wieder voll zur Verfügung stehen.   P. Udo 

Papst Franziskus  von König Hamad in Bahrain empfangen 

Papst Franziskus ist am 3. Oktober zu seinem viertägigen Besuch in Bahrain eingetroffen. 
Auf dem Vorfeld des Luftwaffenstützpunktes begrüßten den Papst der König von Bahrain, Hamad bin Isa Al Chalifa, Kronprinz und Ministerpräsident Salman bin Hamad Al Chalifa sowie weitere Mitglieder der königlichen Familie. 
Vom Flughafen fuhr der Papst in einem weißen Kleinwagen weiter zum Königspalast von Bahrain, wo als erster Programmpunkt ein Höflichkeitsbesuch bei König Hamad vorgesehen war. 
Wie schon bei seinem Besuch in Abu Dhabi 2019 übernachtete  das Kirchenoberhaupt im königlichen Palast. 
Derweil haben sich die Knieprobleme des Papstes offenbar verschlimmert. Auf dem Flug klagte der 85-Jährige über starke Schmerzen. Die übliche Begrüßungsrunde mit Journalisten an Bord fiel aus. 

„Pilger des Friedens" 

Nach Bahrain sei er als Gläubiger gekommen, „als Christ, als Mensch und Pilger des Friedens". Diese Tage markierten „eine wertvolle Etappe auf dem Weg der Freundschaft", der sich in den letzten Jahren mit verschiedenen islamischen Religionsführern intensiviert habe. Franziskus rief zu einem gemeinsamen Einsatz für Frieden in der Welt auf, insbesondere im Jemen, „der von einem vergessenen Krieg gequält wird". 
„Wenden wir uns gegen die Logik der Waffen und schlagen wir die entgegengesetzte Richtung ein, indem wir die enormen Militärausgaben in Investitionen für die Bekämpfung von Hunger, mangelnder Gesundheitsversorgung und mangelnder Bildung umwandeln", mahnte der Papst. „Mögen die Waffen schweigen, setzen wir uns überall und wirklich für den Frieden ein!" 
Einmal mehr rief Franziskus auch zum Einsatz für die Umwelt auf. „Wie viele Bäume werden abgeholzt, wie viele Ökosysteme zerstört, wie viele Meere durch die unersättliche Gier des Menschen verschmutzt", sagte der Papst. Gerade mit Blick auf die Zukunft der jungen Generation seien in der Umweltproblematik „konkrete und weitsichtige Entscheidungen" nötig, „bevor es zu spät ist", so Franziskus. Die bevorstehende Weltklimakonferenz COP27 solle in dieser Hinsicht „einen Schritt vorwärts" bringen. 

Papstappell in Bahrain für Gleichberechtigung der Frau 

Papst Franziskus appelliert in Bahrain weiter für die Einhaltung der Menschenrechte. Vor hochrangigen Religionsvertretern mahnte er am Freitag dabei auch die Anerkennung der Frau „in der Bildung, bei der Arbeit, bei der Ausübung ihrer sozialen und politischen Rechte" an. Eine gute Bildung und eine Erziehung, die gegenseitiges Verständnis nähre, seien dabei der Weg, „sich von historischen und sozialen Vermächtnissen zu emanzipieren". 
Immer wieder bezog sich Franziskus in seiner Rede auf die Erklärung des Königreichs Bahrain. Das vom König 2017 unterzeichnete Dokument ist eine Art Absichtserklärung, in der etwa ein gewisses Maß an Religionsfreiheit unterstützt wird. Das islamische Land verfolgt eine vergleichsweise liberale Religionspolitik, einschließlich der Verleihung des Bürgerrechts an einzelne Christen. Für Verletzungen grundsätzlicher Menschenrechte steht das Land aber immer wieder in der internationalen Kritik. 

Erste gemeinsame Bibel-Koran-Lesungen bei Papstbesuch 

Auf außergewöhnliche Weise hat Papst Franziskus am Freitag sein Reiseprogramm in Bahrain fortgesetzt. Am Freitagnachmittag traf er mit dem Ältestenrat der Muslime („Muslim Council of Elders") vor der Moschee des Königspalastes in Awali zusammen. Erstmals bei einem Treffen von muslimischen Vertretern und einem Papst wurden dabei Texte aus der Bibel und dem Koran gemeinsam vorgetragen. 
Papst Franziskus sprach sich zu diesem Anlass für eine intensivere Annäherung der Religionen aus. Insbesondere der Islam und das Christentum müssten gemeinsam daran arbeiten, Vorurteile und Missverständnisse aus der Vergangenheit zu überwinden. In einer vereinten und globalisierten Welt reiche es nicht mehr aus, sich auf die eigene Religion zu beschränken. „Wir müssen uns immer geeinter an die gesamte menschliche Gemeinschaft richten", so der Papst. 
Den Ältestenrat, ein internationales Gremium einflussreicher Islamgelehrter, lobte Franziskus für den Einsatz gegen Extremismus und Gewalt. Das überwiegend aus sunnitischen Gelehrten bestehende Komitee entstand 2014 vor dem Hintergrund von schweren Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten und dem Terror durch die Miliz „Islamischer Staat" sowie anderer extremistischer Gruppen in der islamischen Welt. Initiator und Leiter des Councils ist der Großimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Ahmed al-Tayyeb. 
Al-Tayyeb nahm bei den gegenwärtigen Krisen besonders den Westen in den Blick. Selbst in den konservativen Gesellschaften dort gebe es heute „Abweichungen, wie die Verbreitung der Homosexualität und des dritten Geschlechts", all dies „unter dem Vorwand der 'Freiheit' und der 'Menschenrechte'". Diese Freiheit sei es aber, die Chaos, moralische Zerstörung und die Zerstörung der inneren Struktur des Menschen hervorbringe, so der Großscheich der Al-Azhar-Universität, der angesehensten Lehrstätte des sunnitischen Islam. 
Weiter verurteilte al-Tayyeb die Zurückhaltung der großen Industrienationen bei der Finanzierung zur Bewältigung der Klimakrise. 
Er forderte alle Religionsvertreter auf, ihre Stimme zu erheben und die Verantwortlichen zum Handeln aufzurufen. Abschließend rief er dazu auf, den islamisch-christlichen interreligiösen Dialog fortzusetzen und ihn für alle Menschen zu öffnen. 

Papst Franziskus betet in Bahrain für den Frieden 

Gemeinsam mit christlichen Vertretern hat Papst Franziskus in Bahrain für den Frieden gebetet. Rund 2.000 Menschen waren am Freitagabend in die katholische Kathedrale des Landes gekommen, um für Einheit und ein Ende der Gewalt weltweit zu bitten. 
Inhalt des kurzen Gebets waren auch die christlichen Gemeinschaften in Bahrain sowie andere Religionen. Der orthodoxe Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. erteilte den Schlusssegen, der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch - Leiter des vatikanischen Dikasteriums für die Förderung der Einheit der Christen - saß neben dem Papst. Auch der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn nahm an der Feier teil. 
In Bahrain leben rund 210.000 Christen, davon sind etwa 80.000 katholisch. Viele von ihnen sind Migranten aus Asien, insbesondere von den Philippinen und aus Indien. In dem Land mit einer vergleichsweisen liberalen Religionspolitik gibt es zwei katholische Pfarren. Hinzu kommt die neu erbaute und Ende 2021 geweihte Kathedrale „Unsere Liebe Frau von Arabien", in der das ökumenische Treffen stattfand. Sie bietet Platz für bis zu 2.300 Gläubige und ist damit die zweitgrößte römisch-katholische Kirche am Persischen Golf. 

Für Versöhnung zwischen Ost und West 

Die Abschlussfeier des Kongresses auf dem Al-Fida-Platz in unmittelbarer Nähe zum Königspalast nutzte Papst Franziskus auch, um zu einer Versöhnung zwischen Ost und West und einem Ende der Konflikte weltweit aufzurufen. Die derzeitige Situation verglich Franziskus mit einem „auf dramatische Weise kindischen Szenario". Im „Garten der Menschheit" spielten einige wenige Mächtige „mit Feuer, mit Raketen und Bomben, mit Waffen, die Tränen und Tod verursachen und das gemeinsame Haus mit Asche und Hass überziehen". Insbesondere von den religiösen Oberhäuptern forderte Franziskus, mit gutem Beispiel voranzugehen und sich konkret für Einheit und Frieden einzusetzen. 
Zuvor hatte der König von Bahrain, Hamad bin Isa Al Chalifa, zu einem Ende des Ukrainekrieges aufgerufen. Es müssten „ernsthafte Verhandlungen zum Wohle der gesamten Menschheit" aufgenommen werden. Der Großscheich der Kairoer Al-Azhar-Universität, Ahmed al-Tayyeb, folgte diesem Aufruf und erklärte das „Fehlen von Gerechtigkeit" als „göttliches Gesetz" zur Ursache des weltlichen Übels. 
Zu Themen wie etwa der Rolle von Religionsführern bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen und interreligiösem Dialog für den Weltfrieden sprachen unter anderen der griechisch-orthodoxe Patriarch Bartholomaios I., der Präsident der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio, Marco Impagliazzo, Rabbiner David Rosen sowie ein Vertreter des russisch-orthodoxen Patriarchats. Als Teilnehmer waren etwa der Wiener Kardinal Christoph Schönborn und der Vorsitzende des deutschen Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, dabei. 

Papst mahnt in Bahrain Ende der Todesstrafe an 

Papst Franziskus hat sich bei seiner Reise ins Königreich Bahrain gegen die Todesstrafe und für gerechte Arbeitsbedingungen ausgesprochen. Vor Vertretern von Königshaus, Diplomatie und Zivilgesellschaft rief er am Donnerstag zur Förderung grundlegender Menschenrechte auf. „Ich denke insbesondere an das Recht auf Leben, an die Notwendigkeit, es jederzeit zu garantieren, auch gegenüber denjenigen, die bestraft werden und deren Existenz nicht beseitigt werden kann", so Franziskus im Königspalast. 
Vor Beginn der Reise hatten Menschenrechtler eine klare Stellungnahme des Kirchenoberhaupts zur Menschenrechtslage in dem Land gefordert. Laut Human Rights Watch (HRW) sind seit 2017 sechs Menschen in Bahrain hingerichtet worden. 

Arabische Halbinsel: 3,5 Millionen Katholiken und nur 140 Priester 

Auf der Arabischen Halbinsel gibt es zwei Apostolische Vikariate, also Vorstufen einer Diözese - für das Südliche Arabien (Vereinigte Arabische Emirate, Jemen, Oman) und das Nördliche Arabien (Bahrain, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien). Zusammen haben sie eine Fläche von rund drei Millionen Quadratkilometern und zählen damit zu den größten Kirchenbezirken der Welt. Insgesamt leben in den Vikariaten rund 3,5 Millionen Katholiken, die von nicht einmal 140 Priestern betreut werden. Die Religionsfreiheit der Christen ist wegen der streng islamischen Ausrichtung dieser Länder meist stark eingeschränkt, besonders in Saudi-Arabien. 
Die Arabische Halbinsel, wo der Islam im 7. Jahrhundert entstand, gilt Muslimen als heiliger Boden. Papstreisen dorthin galten als tabu. Im Februar 2019 besuchte Franziskus als erster Papst die Halbinsel. In Abu Dhabi unterzeichnete er damals gemeinsam mit dem ägyptischen Großimam Ahmed al-Tayyeb, einem führenden sunnitischen Gelehrten, ein historisches Dokument über die Brüderlichkeit zwischen Muslimen und Christen. 

Leichte Verbesserungen für die Christen 

In der jüngsten Ausgabe des Magazins „Information Christlicher Orient" (ICO) hat Bischof Hinder ganz generell von leichten Verbesserungen für die Christen auf der Arabischen Halbinsel gesprochen. Missionarische Tätigkeit und das Taufen von einheimischen Muslimen seien freilich verboten. Konversionen von Nicht-Muslimen seien aber recht häufig. 
Bahrain verfolge seit Langem eine recht liberale Religionspolitik, einschließlich der Verleihung des Bürgerrechts an einzelne Christen, berichtete der Bischof. Auch einige andere Länder, vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate, hätten in den letzten Jahrzehnten die Rahmenbedingungen für Christen wesentlich verbessert. 
Fotos: Twitter Antonio Spadaro.

„Ärzte auf Rädern": Neues „Christen in Not"-Hilfsprojekt in Pakistan

Nach den verheerenden Fluten in Pakistan im September mit rund 1.700 Todesopfern und vielen Millionen Betroffenen ist das Interesse der Weltöffentlichkeit zwar schon lange nicht mehr vor Ort, Not und Elend sind freilich geblieben, wie die österreichische Hilfsorganisation „Christen in Not" (CiN) aufmerksam macht. CiN hat deshalb ein neues Hilfsprojekt gestartet: „Ärzte auf Rädern". 
Das St.-Elizabeth-Spital in Hyderabad war während der Flut als eine der wenigen funktionierenden medizinischen Einrichtung mit mobilen Einsatzteams auch in entlegenen Regionen bei der verarmten Bevölkerung im Einsatz. Die Erfahrungen aus diesen Einsätzen sollen nun für ein neues permanentes Hilfsprojekt genützt werden.
Mobile Teams besuchen Tagelöhner-Siedlungen und Zeltdörfer der ärmsten Bevölkerungsschichten im Einzugsgebiet von Hyderabad und bieten kostenlose medizinische Betreuung an. 500 Personen sollen jeden Tag erreicht und medizinisch versorgt werden, heißt es seitens CiN. Neben den Ärzten sollen u. a. die jungen Frauen einer Krankenschwesternschule, deren Finanzierung von CiN ebenfalls mitgetragen wird, Praxiserfahrung sammeln.
Die heimische Menschenrechtsorganisation ist derzeit auch bemüht, ihre internationalen Kontakte zu intensivieren. Die seit 1978 erscheinende Zeitschrift „Christen in Not" gibt es seit Kurzem auch in einer englischen Ausgabe. Diese wird sowohl in gedruckter Form als auch als PDF verfügbar sein und vorerst quartalsmäßig erscheinen. Mit dem neuen Produkt wende man sich laut CiN-Generalsekretär Elmar Kuhn vor allem an CiN-Projektpartner, internationale Spenderinnen und Spender, Diplomaten sowie Mitarbeiter von internationalen Organisationen.
 

Indonesien setzt auf Religionen zur Lösung globaler Konflikte

Mit einem internationalen Forum „Religion of 20" (R20) setzt das mehrheitlich islamische Indonesien als erster Gastgeber eines G20-Gipfels auf Religionen als Teil der Lösung globaler Probleme. Religionen und religiöse Führer sollten die Zusammenarbeit fördern und den Glauben zu einer Quelle für den Weltfrieden machen, sagte Indonesiens Präsident Joko Widodo laut dem Nachrichtenportal „Jakarta Post“.
Das Forum wurde von der Nahdlatul Ulama (NU) als größter muslimischer Organisation Indonesiens organisiert. R20 will laut „Jakarta Post" Diskussionen zwischen religiösen Führern weltweit fördern, um gemeinsame Lösungen für Probleme wie religiösen Extremismus zu finden und die Kraft der Religion für Lösungen globaler wirtschaftlicher und politischer Probleme zu nutzen.
Zu der zweitägigen Veranstaltung auf Bali, die an diesem Donnerstag endete, wurden mehr als 400 Teilnehmer erwartet, darunter 160 interreligiöse Persönlichkeiten aus den 20 größten Volkswirtschaften der Welt. Zu den eingeladenen Organisationen gehörten die katholische Kirche, die anglikanische Kirche, die World Evangelical Alliance, die World Muslim League und zur Überraschung von Beobachtern auch die militante, hindu-nationalistische und paramilitärische „Rashtriya Swayamsevak Sangh" (RSS). Die RSS ist treibende Kraft von Hass und Gewalt gegen Muslime wie Christen im mehrheitlich hinduistischen Indien.
Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschef der 20 wichtigsten Industriestaaten findet vom 15. bis 16. November auf Bali statt.
 

Studie: Fleischfreier Freitag könnte Klima erheblich verbessern

Laut einer neuen Studie der Universität Cambridge könnte Papst Franziskus einen erheblichen Einfluss auf das Klima nehmen. Denn wenn das Kirchenoberhaupt den fleischfreien Freitag, wie er früher in katholischer Tradition üblich war, wieder einführen würde, könnten damit jährlich Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, heißt es in einer nun veröffentlichten Studie der Hochschule.
„Mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern auf der ganzen Welt ist die Katholische Kirche in einer sehr guten Position, um den Klimawandel abzumildern", erklärte Studienleiter Shaun Larcom. Franziskus habe sich immer wieder entschieden für radikale Antworten auf den Klimawandel ausgesprochen. „Wenn der Papst die Verpflichtung zum fleischfreien Freitag wieder für alle Katholiken der Welt einführt, könnte das einer der wichtigsten Ausgangspunkte für günstige Emissionsverminderungen sein", so Larcom.
Die Forscher nahmen als Grundlage Zahlen aus dem Vereinigten Königreich: Als 2011 die katholischen Bischöfe von England und Wales zur Rückkehr zum fleischfreien Freitag aufgerufen hatten, habe ungefähr ein Viertel der rund sechs Millionen Katholiken seine Essgewohnheit dementsprechend umgestellt. Dadurch wurden laut der Studie rund 55.000 Tonnen Treibhausgase im Jahr eingespart. Das zeige, dass, selbst wenn global nur eine Minderheit der Katholiken dem Aufruf des Papstes folgen würde, das den CO2-Ausstoß schon erheblich reduzieren könnte, betonte Larcom.

Zisterzienser aus Vietnam besuchen Stift Heiligenkreuz

Eine hochrangige Delegation der Zisterzienserkongregation „Von der Heiligen Familie" aus Vietnam war dieser Tage im niederösterreichischen Stift Heiligenkreuz zu Gast. An der Hochschule Heiligenkreuz werden seit vielen Jahren vietnamesische Mönche als Patenstudenten für weiterführende Studien aufgenommen.
Die vietnamesische Delegation unter Leitung von Abtpräses Johannes XXIII. Nguyn aus der Abtei Phc Sn habe bei dem Besuch am 27. Oktober der Österreichischen Zisterzienserkongregation und dem Stift Heiligenkreuz für diese Zusammenarbeit gedankt. Der Besuch folgte auf das Generalkapitel des Zisterzienserordens, das von 9. bis 22. Oktober in Rom stattgefunden hat.
„Dass Studenten aus Vietnam zu uns kommen ist keine Einbahnstraße, sondern eine gegenseitige Bereicherung, weil die vietnamesischen Mönche auch unsere Gemeinschaft inspirieren und stärken. Diese Mitbrüder sind Brückenbauer zwischen den Klöstern, den Kulturen und Kontinenten", freute sich der Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim über den Besuch. Die Zisterzienserkongregation von Vietnam sei ein wesentlicher Teil der Zukunft des Ordens. „Die Zeit der Ausbildung junger Mönche in Heiligenkreuz ist eine Gelegenheit für theologische, monastische und menschliche Vertiefung auf beiden Seiten", so Heim, der auch Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation ist.
Vietnam: 1.000 Zisterziensermönche und –nonnen in 12 Klöstern
Abtpräses Johannes XXIII. Nguyn wurde von vier weiteren Äbten, einer Äbtissin und einer Priorin nach Heiligenkreuz begleitet. Trotz der schwierigen politischen Situation im offiziell kommunistischen Vietnam wächst die 1918 gegründete Zisterzienserkongregation "Von der Heiligen Familie" stark und ist derzeit die weltweit größte Kongregation des Zisterzienserordens. Sie besteht aus neun Männerklöstern und drei Frauenklöstern mit insgesamt mehr als 1.000 Ordensleuten.
Foto. Stift Heiligenkreuz.
 

Seligsprechungsverfahren für armenischen Kardinal Agagianian eröffnet

In Rom ist das Seligsprechungsverfahren für den armenischen Kardinal Krikor Bedros Agagianian (1895-1971) eröffnet worden. Unter seiner Führung sei die Armenisch-katholische Kirche nach den unruhigen und blutigen Ereignissen des armenischen Völkermordes wieder erblüht, zitierte Vatican News am Wochenende die Verfahrensbegründung. Zu der Messe am Freitag war auch der amtierende Patriarch von Kilikien, Raphael Bedros XXI. Minassian, angereist.
Agagianian war ab 1937 Patriarch von Kilikien und von 1960 bis 1970 Präfekt der vatikanischen Missionskongregation ("Propaganda Fide"). Er war der bedeutendste armenisch-katholische Patriarch im 20. Jahrhundert und galt in den 1950er und 1960er-Jahren sogar als Kandidat für das Papstamt. Beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) wirkte er als einer der vier Konzils-Moderatoren.
Zur armenisch-katholischen Kirche bekennen sich heute rund 470.000 Gläubige weltweit, darunter rund 325.000 in Armenien selbst. Der Rest ist weltweit verstreut.

Nahtod-Erfahrung: Bergsteiger Habeler sah „unglaublich starkes Licht"

Der Tiroler Extrembergsteiger Peter Habeler erlangte 1978 durch die erste gelungene Besteigung des Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff Weltruf. Körperlich am Ende, erreichten er und Reinhold Messner als erste Menschen den Gipfel. „Die Luft wurde knapper und knapper. Ich war nahe am Ersticken", erinnerte sich der heute 80-Jährige im Gespräch mit der Tiroler Kirchenzeitung „Sonntag" (aktuelle Ausgabe). „Da war ich sicher schon ein bisserl drüben", sagte Habeler über seine Nahtod-Erfahrung am 8.167 Meter hohen Dhaulagiri. 
Diese Erfahrung beschrieb Habeler als „ungemein warm und vor allem sehr hell". Während des Abstiegs sei seine Stirnlampe kaputtgegangen. Er habe sich dann im strömenden Regen unter einen kleinen Felsvorsprung gesetzt, ehe es für ein paar Stunden zu schneien anfing. „Ich muss eingeschlafen sein, denn plötzlich sah ich den Tunnel vor mir. Diesen dunklen Tunnel mit einem wunderschönen, hell erleuchteten, strahlenden Ausgang. Mir war warm und angenehm, ich fühlte mich unglaublich wohl. Es war ein unglaublich starkes Licht, das ich wahrgenommen habe." Habeler wachte wieder auf. Am nächsten Morgen konnte er ins Basislager einer tschechischen Expedition absteigen. Dort erwarteten ihn Ärzte und Medikamente. 
Vor der Besteigung des Mount Everests sei er oft ängstlich und zaghaft gewesen, betonte Habeler. „Wenn Reinhold Messner mich nicht motiviert hätte, wäre ich sicher nicht zum Gipfel gekommen." Bei großen Expeditionen habe er sich öfters unwohl gefühlt, „meine stärksten Momente erlebte ich immer in kleinen Teams - am besten mit nur einem Partner". 
Die Frage, warum Menschen ein derart hohes Risiko eingingen, beantwortete Habeler mit der „Freude an den Bergen". Schon als Jugendlicher sei er von der Kletterei besessen gewesen, habe an den Wochenenden mit seinen Freunden die Kletterwände der Umgebung erkundet. "Mir schien das Risiko eher gering zu sein. Zudem war ich noch mit Reinhold Messner unterwegs, mit ihm gab es kein 'unmöglich'". Heute klettere er immer noch sehr viel und sei öfters mit jungen Menschen unterwegs. Das Älterwerden störe ihn dabei nicht. 
Seine Erfahrungen und Erinnerungen hat Peter Habeler anlässlich seines 80. Geburtstags in einem Buch niedergeschrieben. 
(Peter Habeler: Das Ziel ist der Gipfel. 208 Seiten, Tyrolia Verlag)

„Otto Mauer-Preis 2022" für Bildende Kunst geht an Marusa Sagadin

Der "Msgr. Otto Mauer-Preis" für bildende Kunst geht heuer an die in Ljubljana geborene und in Wien lebende und arbeitende Künstlerin Marusa Sagadin. Das hat der „Otto Mauer Fonds" der Erzdiözese Wien am Donnerstag mitgeteilt. Der Preis wird am  22. November in den Festräumen des Erzbischöflichen Palais (Wollzeile 2, 1010) an die Künstlerin übergeben. Der Preis wird heuer zum 42. Mal vergeben, ist mit 11.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung im JesuitenFoyer verbunden.
Marusa Sagadins „künstlerische Praxis an der Schnittstelle von Architektur, Skulptur und Malerei" habe die Jury durch ihre unverkennbare Eigenart, „durch ihre Farben und durch ihre Form" überzeugt, wie es in einer Aussendung hieß. Die Farben seien kräftig, die Formen erinnerten an Werke der Popkunst aus den 1970er- oder 1980er-Jahren. All das „wirkt sehr anziehend, entgegenkommend, einladend".
Die Arbeiten Sagadins hätten zudem einen ganz eigenen Humor, der sich nicht zuletzt in der Beziehung zwischen den Skulpturen und deren Titeln wie „Schnelle Beine" (2019) oder „Das Herz in der Hose" (2018) artikuliert. Die Arbeiten begegneten einem nicht von oben herab, als „hohe Kunst", sondern „befinden sich auf einer Ebene mit denen, die ihnen begegnen".
Vom 10. Dezember 2022 bis 4. Februar 2023 zeigt Marusa Sagadin ausgewählte Arbeiten im Wiener JesuitenFoyer (Bäckerstraße 18, 1010 Wien). Aktuelle Ausstellungsbeteiligungen Sagadins gibt es ab November auch in Los Angeles, Köln und Ljubljana.
Vom Schirennlauf zur Bildenden Kunst
So ungewöhnlich und spannend Marua Sagadins künstlerische Praxis ist, so ungewöhnlich ist auch ihr Lebenslauf. Vor dem Zerfall Jugoslawiens war die 1978 Geborene in Slowenien als Schirennläuferin tätigt. In Österreich setzte sie ihre Sportkarriere fort und begann Basketball zu spielen. Der schnelle Aufstieg in der Bundesliga ermöglichte ihr einen Platz in der österreichischen Nationalmannschaft.
Mit der Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft konnte Sagadin neue Bildungs- und Arbeitswege beschreiten. Sie absolvierte das Studium der Architektur an der Technischen Universität in Graz und das Studium der Performativen Kunst und der Bildhauerei bei Monica Bonvicini an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Nach zwei mehrmonatigen Studienaufenthalten in den USA arbeitete sie von 2012 bis 2017 als Universitätsassistentin an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Seit 2008 stellt Marusa Sagadin ihre Werke aus. 
Foto: Otto Mauer Fonds.

Kurznachrichten

 

Papst Franziskus hat zum 100. Mal seit Beginn seines Pontifikats die Marienikone in der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom aufgesucht. Sein Gebet in der Basilika erfolgte einen Tag vor seiner viertägigen Reise in das Königreich Bahrain.

 

In Kuba führt die anhaltende Versorgungskrise zu einem Engpass bei Hostien. Allen Diözesen sei mitgeteilt worden, dass es keine Hostien mehr zu kaufen gibt, heißt es in einer Erklärung des Karmeliterordens. Die Mehl-Reserven seien inzwischen aufgebraucht.


 

Ägypten. Patriarch Tawadros II., Oberhaupt der Koptisch-orthodoxen Kirche, feierte am 4. November seinen 70. Geburtstag.  Die Koptische Kirche zählt weltweit bis zu elf Millionen Gläubige. Die überwiegende Mehrheit lebt in ihrer angestammten Heimat Ägypten. In Österreich gibt es rund 10.000 Kopten. 

 

In Haiti sind allein in den vergangenen zwei Monaten insgesamt vier Lager der Caritas angegriffen und geplündert worden. Der angerichtete Schaden sei enorm, die Verbindungs-probleme gravierend; es fehlten Mittel, um weiter zu funktionieren.

 

Palästina. Die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes haben einen Übergriff auf die griechisch-orthodoxe „Kirche der Vorväter" in Beit Sahur bei Bethlehem verurteilt. 

Eine moderne Berufungs-geschichte

„Lauf nicht davon!“, schreibt ein befreundeter Priester an Markus Inama, der als junger Mann nach seiner Bestimmung sucht. Und der freiheitsliebende Vorarlberger lässt sich auf die spirituelle Suche ein: Die WG in San Francisco und das australische Buschland gehören ebenso dazu wie das Wiener Obdachlosenheim. Dort lernt er die Jesuiten kennen, tritt mit 25 Jahren in den Jesuitenorden ein und widmet sich der Sozialarbeit, die ihn auch immer wieder neu herausfordert. 
 Sehr persönlich und offen erzählt der Autor die Geschichte seines Lebens und gibt Einblicke in einen für den Mainstream eher ungewöhnlichen Lebenslauf. Er ermutigt Menschen zur Suche nach ihrem persönlichen Weg und motiviert dazu, sich den Fragen nach der eigenen Berufung im weitesten Sinn zu stellen. 
Markus Inama, geb. 1962 in Vorarlberg, leitete ein Obdachlosenheim in Wien, trat 1987 in den Jesuitenorden ein, studierte Theologie und war von 1995 bis 2008 in der offenen Jugendarbeit in Wien und Innsbruck tätig. In Sofia, Bulgarien, engagierte er sich im Rahmen von CONCORDIA Sozialprojekten für Straßenkinder, seit 2009 ist er im Vorstand. Von 2012 bis 2018 war er Rektor des Jesuitenkollegs in Innsbruck, seitdem Superior der Wiener Jesuiten. 
Markus Inama, Einen Atemzug über mich hinaus, Mein Weg zu den Jesuiten und in die Sozialarbeit, 168 Seiten, Tyrolia-Verlag, € 19,-

Auch das noch...

US-Ministerium gründet Gremium für Schutz von Gotteshäusern

Ein vom US-Heimatschutzministerium beauftragtes Gremium aus Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften und Strafverfolgungsexperten hat seine Arbeit zum Schutz von Gotteshäusern aufgenommen. Dem "Faith Based Security Advisory Council" gehören 25 Mitglieder an. 
Die US-Regierung hatte den Rat im Juli beauftragt, kurz vor dem 10. Jahrestag der Schießattacke auf einen Sikh-Tempel in Wisconsin. Damals waren sieben Menschen getötet worden. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Attacken auf Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel deutlich erhöht. Laut FBI ist die Anzahl allein zwischen 2014 und 2018 um rund 35 Prozent gestiegen.
Für 2023 hat das Ministerium 360 Millionen US-Dollar für den Schutz von Gotteshäusern bereitgestellt; das entspricht einer Steigerung von fast 45 Prozent. Die jüngste Gewaltaktion ereignete sich im Mai. Ein Mann hatte das Feuer auf die "Laguna Woods"-Kirche in Orange County in Kalifornien eröffnet, dabei einen Menschen getötet und fünf verletzt.
 

Erster katholischer Radiosender Bulgariens gegründet

In Bulgarien hat der erste katholische Radiosender des Landes seinen Betrieb aufgenommen. "Radio Ave Maria" wurde bereits am 18. Oktober in der Hauptstadt Sofia eingeweiht. Dies teilte das päpstliche Hilfswerk "Kirche in Not" am Donnerstag mit. „Kirche in Not" hat den Aufbau der Station demnach maßgeblich unterstützt. Geleitet werde das Programm von Franziskanern aus Polen.
Christo Projkow, Vorsitzender der Bulgarischen Bischofskonferenz und bulgarisch-katholischer Bischof von Sofia: „Radio Ave Maria" richte sich nicht nur an Katholiken: „Es gibt einen Hunger nach religiöser Bildung, aber auch nach kultureller Bildung mit Musik- und Geschichtsprogrammen. Der Radiosender ist ein Projekt von allen und für alle."
„Radio Ave Maria" hat seinen Sitz laut Mitteilung im ehemaligen Wohngebäude von Angelo Roncalli, dem späteren heiligen Papst Johannes XXIII. Er war von 1925 bis 1934 als Gesandter des Vatikans in Sofia tätig.
In Bulgarien sind laut „Kirche in Not" rund 83 Prozent der Einwohner Christen. Die meisten von ihnen gehörten der orthodoxen Kirche an. Die Zahl der Katholiken liege bei etwa 70.000.

Bratislava: Staatsspitze bei Requiem für Opfer von Anschlag in Gay-Bar

Die Spitzenvertreter der slowakischen Politik haben am Donnerstagabend (3. Oktober) im Martinsdom von Bratislava jenem Requiem beigewohnt, bei dem der Opfer des Anschlags auf eine Pressburger Gay-Bar gedacht worden ist. Staatspräsidentin Zuzana Caputova, Ministerpräsident Eduard Heger, mehrere Minister sowie Bratislavas Bürgermeister Matus Vallo nahmen an dem vom Pressburger Erzbischof Stanislav Zvolensky geleiteten Gottesdienst teil. 
Am 12. Oktober hatte ein 19-Jähriger vor der am nördlichen Pressburger Burghang gelegenen Gay-Bar "Teplaren" zwei junge Menschen - darunter einen Mann und eine Transgender-Person - erschossen und eine Frau schwer verletzt. Danach versandte der in der US-Neonazi-Szene verankerte Täter Hassbotschaften gegen Juden und sexuelle Minderheiten im Internet, bevor er Suizid beging. In den Folgetagen häuften sich laut Polizeiangaben Berichte über Gewalt gegen Homosexuelle in der Slowakei, es gab jedoch auch etliche Demonstrationen gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten. 
 

Wirbel um christliche Weihe von Zulu-König in Südafrika

In Südafrika hat die Salbung des neuen Zulu-Königs durch einen anglikanischen Erzbischof für Ärger gesorgt. Manche Beobachter sehen darin eine „Rekolonialisierung" des Zulu-Volks, wie örtliche Medien berichten. „Dabei versuchen wir, von kolonialen Bräuchen wegzukommen, da sie unserem Volk enormen psychologischen Schaden zufügten", wird die Politikerin Makhosi Khoza laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) zitiert.
König Misuzulu hatte bei seiner Krönung am vergangenen Wochenende eine Weihe mit heiligem Öl empfangen; der anglikanische Erzbischof Thabo Makgoba erklärte ihn dabei zum „gesalbten" und „gesegneten" Herrscher über das Zulu-Volk. 
Vonseiten des Königshauses verteidigt man Misuzulu. „Der König ist ein Christ", betonte der Alt-Politiker und traditionelle Zulu-Ministerpräsident Mangosuthu Buthelezi. Weder an der „sorgfältig durchgeführten Zeremonie" noch an der Präsenz anglikanischer Priester gebe es etwas auszusetzen. 

Tausende bei kirchlicher „Nacht der 1.000 Lichter"

Tausende Menschen, darunter viele Jugendliche, haben in der Nacht vor Allerheiligen die kirchliche „Nacht der 1.000 Lichter" besucht. Mehr als 220 Pfarren und kirchliche Orte in ganz Österreich und Südtirol luden dabei am Montagabend zur Einstimmung auf das Fest Allerheiligen ein. In Kirchenräumen, Kapellen und teils auch vor Gotteshäusern wurden Kerzen und Lichter in Form von Bildern, Schriftzügen oder Lichterwegen aufgestellt. Dazu gab es oft Nachdenk-Impulse oder leise Musik. Grundidee ist es, das „Heilige" zu entdecken.

Im Garten des Paudorfer Pfarrzentrums Hellerhof nahmen 150 Kinder und Erwachsene an  der Kindermesse HÖLLAhofWEEN teil.

Der junge Lichtkünstler Josef Harrauer beleuchtete auch heuer Altar und Bäume bunt und sorgte nach dem Gottesdienst für ein Lichtspektakel samt Nebel.

Die HÖLLAhofWEEN-Messe ist mit 90 Kindern in Paudorf die stets bestbesuchte Kindermesse des Jahres.