JA 

die neue Kirchenzeitung

7. November 2021 

Martin ist aktueller denn je zuvor

Am 11. November wird wieder das Fest des Heiligen Martin - erst Soldat, dann Bischof - gefeiert. 
Es ist eine doppelte Mahnung.
Einerseits erinnert es die Kirchen-Verantwortlichen an die Jahrhunderte lange Tradition, dass die Gläubigen selbst ihre Bischöfe gewählt haben.
Andrerseits ist das Teilen seines Soldaten-Mantels mit einem Bettler angesichts der derzeit tagenden Weltklimakonferenz in Glasgow ein unüberhörbarer Aufruf, vor allem an die Superreichen.

Eine kleine Elite würde sich einen Fahrschein zur Zerstörung unseres Klimas gönnen, schrieb jüngst die Hamburger ZEIT. Und zitiert eine Studie, wonach Superreiche weltweit zigfach mehr klimaschädliche Treibhausgase als der Rest der Menschheit verursachen. ZEIT: „Die reichsten zehn Prozent überschreiten 2030 den Wert demnach voraussichtlich um das Neunfache, das reichste Prozent – das sind weniger Menschen als die Einwohnerinnen und Einwohner Deutschlands – sogar um das 30-fache. Sie werden der Studie zufolge bis 2030 für 16 Prozent der globalen Gesamtemissionen verantwortlich sein.“ 
Martin ist aktueller denn je zuvor.                                                P. Udo

„Kirche in Not": Massenflucht aus äthiopischer Krisenregion

Die Kämpfe um die äthiopische Krisenregion Tigray eskalieren: Ein Missionar, der sich mit weiteren Priestern in der benachbarten Region Amhara um von dort Geflohene kümmerte, berichtete dem internationalen Hilfswerk „Kirche in Not" von einer auch bei ihnen einsetzenden Massenflucht. Ein Jahr nach Ausbruch des blutigen Konflikts im Norden Äthiopiens greifen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den Anhängern der „Tigray's People Liberation Front" (TPLF) somit auf andere Landesteile über.
Der Informant, dessen Namen „Kirche in Not" in einer am Donnerstag in Wien veröffentlichten Mitteilung aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gab, lebte bis Ende Oktober in der Stadt Kombolcha in Amhara, etwa 380 Kilometer nördlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Er und seine Priesterkollegen kümmerten sich um etliche der 4.000 Geflohenen aus Tigray und hätten „viel Leid gesehen". Sie linderten es mit Lebensmitteln, Decken und Wasser, freilich sei die Hilfe „nur ein Tropfen auf den heißen Stein" gewesen.
In jüngster Zeit habe sich die Sorge um die humanitäre Hilfe für die Binnenvertriebenen in Angst vor der näher rückenden Front verwandelt. „Die Lage hat sich verschlechtert. Jetzt sind auch wir gezwungen zu fliehen", schrieb der Priester in einer Nachricht am Abend des 30. Oktober an „Kirche in Not". Einen Tag später nahm die TPLF die Städte Kombolcha und Dessie ein, nachdem sie die Regierungstruppen immer weiter in die Defensive gedrängt hatte. „Meine Mitbrüder sind schon weg, jetzt bleibe ich alleine hier. Ich muss sehen, ob ich morgen auch fliehen kann", schrieb der Missionar. Viele Menschen seien getötet worden.
Wie er „Kirche in Not" am Allerheiligentag berichtete, konnte er kurz vor der Einnahme der Stadt entkommen und sich etwa 50 Kilometer südlich Richtung Addis Abeba absetzen. „Ich bin nicht mehr in Gefahr. Die Straßen hier sind voller Menschen", schrieb er in seiner bislang letzten Nachricht.
Schon vor der Eskalation der Ereignisse Anfang der Woche habe eine Massenflucht aus der Region eingesetzt: „Wer Verwandte in Addis Abeba hatte, schickte Frauen und Kinder dorthin. Wir haben auch unsere Priesterseminaristen aus Kambolcha in die Hauptstadt evakuiert. Nur wir Priester sind zunächst geblieben, um bei den vielen Flüchtlingen zu sein - und um zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln", sagte der Missionar „Kirche in Not".
Friedenshoffnungen wurden enttäuscht
Die im Sommer aufkeimenden Friedenshoffnungen nach der Wiederwahl von Premierminister Abiy Ahmed seien enttäuscht worden: „Vor der Vereidigung waren überall in der Hauptstadt Schilder mit der Aufschrift 'Neuanfang' zu sehen. Wir hofften, dass der Krieg zu Ende gehen würde. Stattdessen ist er uns immer nähergekommen."
Der Norden Äthiopiens ist für Hilfe von außen nahezu unzugänglich, berichtete „Kirche in Not". Begonnen hatten die Kämpfe in der Region Tigray vor rund einem Jahr, am 4. November 2020. Premier Ahmed warf der TPLF damals die Abhaltung illegitimer Wahlen vor und entsandte Truppen in die Region. Vorausgegangen waren jahrelange ethnische und politische Auseinandersetzungen zwischen den Tigray und den anderen Bevölkerungsgruppen.
Auch reiches christliches Erbe bedroht
Auch das reiche christliche Erbe Äthiopiens wurde durch die Kämpfe bedroht, beklagte „Kirche in Not": Die Städte Lalibela, bekannt für ihre Felsenkirchen, und Axum, die ehemalige Hauptstadt und nach äthiopischer Überlieferung Aufbewahrungsort der Bundeslade, gerieten zwischen die Kampflinien.
Die äthiopische Bevölkerung setzt sich je zur Hälfte aus Christen und Muslimen zusammen. Das Land ist von einer jahrtausendealten christlichen Tradition geprägt. Die meisten Christen gehören der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche an. Es gibt eine kleine, aber lebendige katholische Gemeinschaft, die sich in den lateinischen Ritus und den äthiopischen Geez-Ritus aufteilt.
„Kirche in Not" bittet um Spenden, die die Arbeit der Seelsorger für die notleidende Bevölkerung Äthiopiens unterstützt (Konto IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600, Verwendungszweck „Äthiopien")
Foto: Kirche in Not.
 

US-Präsident Biden besucht Messe in Rom und empfing die Kommunion

US-Präsident Joe Biden hat mit seiner Frau Jill am Samstagabend (31. Oktober) in Rom einen katholischen Gottesdienst besucht. Twitter-Fotos diverser Medien zeigten ihn in der Saint Patricks-Kirche im Gespräch mit dem Pfarrer der englischsprachigen Gemeinde in Rom. Während der Messe empfing Biden auch die Kommunion, wie Pfarrer Steven Petroff anschließend bestätigte. Biden hielt sich anlässlich des G20-Gipfels in Rom auf.
Ob Biden, zweiter katholischer Präsident der USA nach John F. Kennedy, in Rom eine Messe besuchen würde, war von Medien aufmerksam beobachtet worden. Unter US-Bischöfen wird eine Erklärung debattiert, der zufolge Politiker, die eine liberale Abtreibungsgesetzgebung befürworten, vom Sakrament der Kommunion ausgeschlossen werden sollten.
Am Freitag war Biden von Papst Franziskus zu einer langen Privataudienz empfangen worden. Später sagte der Präsident auf Nachfrage von Journalisten, der Papst habe ihm gesagt, er sei ein „guter Katholik" und solle weiter zur Kommunion gehen.
„Saint Patricks" ist die englischsprachige Auslandsgemeinde in Rom; sie liegt nur knapp 300 Meter von der US-Botschaft entfernt. Pfarrer Petroff hatte nur wenige Stunden zuvor erfahren, dass Biden die Abendmesse in Saint Patricks besuchen würde.
 

Heftige Kritik: „Von Benedikts Frieden zu Franziskus' Krieg"

Eine neue Veröffentlichung fasst die Kritik konservativer Katholiken an der Entscheidung des Papstes, die lateinische Messe in der außerordentlichen Form weiter einzuschränken, zusammen. Das Buch mit dem programmatischen Titel "Von Benedikts Frieden zu Franziskus' Krieg" wurde am 1. November Montag in den USA vorgestellt.
Das Werk des katholischen US-Philosophen Peter Kwasniewski enthält demnach 70 Reaktionen prominenter Geistlicher und Laien aus zwölf Ländern auf den im vergangenen Juli veröffentlichten Erlass des Papstes „Traditionis custodes" (Hüter der Tradition). 
Auch fünf Kardinäle sind mit Beiträgen vertreten: die Deutschen Walter Brandmüller und Gerhard Müller sowie der US-Amerikaner Raymond Leo Burke, Robert Sarah aus Guinea und der ehemalige Bischof von Hongkong, Joseph Zen. Alle fünf gelten als scharfe Kritiker des Papstes und hatten bereits zuvor Entscheidungen von Franziskus öffentlich in Zweifel gezogen.
Mit „Traditionis custodes" schränkte der Papst die von seinem Vorgänger Benedikt XVI. gewährten, erweiterten Möglichkeiten, die sogenannte „alte Messe" zu zelebrieren, weitgehend ein. 
 

Hilfswerke starten Unterschriftenaktion „Amazonien retten"

„Amazonien retten": Unter diesem Titel starten mehrere österreichische katholische Hilfswerke eine Unterschriftenaktion zur Verteidigung der Rechte von Brasiliens indigener Bevölkerung. Die Petition kann seit Donnerstag auf der Website www.amazonien-retten.at oder via Unterschriftenlisten unterzeichnet werden.
Sie fordert die brasilianische Regierung auf, die Zerstörung des Regenwaldes zu stoppen und die Rechte der indigenen Völker im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie auf ihreTerritorien in Amazonien zu respektieren. Auch an die Politik in Österreich wird appelliert: So soll der Nationalrat eine internationale Konvention zur Stärkung der Rechte von Indigenen ratifizieren. Die Bundesregierung wiederum wird aufgefordert, ein Lieferkettengesetz für Österreich zu erarbeiten.
Träger der jetzt gestarteten Unterschriftenaktion, die bis Ende Jänner 2022 läuft, sind die Dreikönigsaktion (DKA) der Katholischen Jungschar, die entwicklungspolitische Organisation „Sei so frei" der Katholischen Männerbewegung und das Hilfswerk „Bruder und Schwester in Not". 
 

„Ground Zero": Bartholomaios eröffnete neue orthodoxe Kirche

Im Rahmen einer liturgischen Feier hat der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. am 2. November die neue orthodoxe Nikolaus-Kirche am „Ground Zero" in New York eingeweiht. Die kleine Kirche St. Nicholas war vor 20 Jahren beim Einsturz der Zwillingstürme unter den Beton- und Gesteinsmassen begraben worden. Nun wurde das Gotteshaus direkt neben dem 9/11-Memorial neu errichtet.
Patriarch Bartholomaios sprach bei der Einweihungsfeier von einem „historischen Tag für die Kirche und die griechische Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten". Mit der Errichtung der Kirche sei ein starker Kontrapunkt zu den „Werken der Dunkelheit" und des "Fanatismus" gesetzt worden. Die Kirche stehe für „Liebe, Hoffnung und Zuversicht", so der Patriarch.
Das neue Gotteshaus wurde nach Plänen des spanisch-schweizerischen Architekten Santiago Calatrava an der Adresse Liberty Street 130 direkt neben dem 9/11-Memorial errichtet. Im zweiten Stockwerk des Kirchengebäudes entstand ein überkonfessioneller Trauerraum. Außen ist die Kirche weitgehend fertig, im Inneren werden die Arbeiten noch bis zum Frühjahr 2022 dauern. 
Zu der Kirche gibt es auch einen Österreich-Bezug: Die Firma „glass-inspiration" aus Neuhofen an der Krems ist für die gläserne Fassade zuständig. 2.800 spezielle Teile wurden aus Oberösterreich nach New York geliefert und in der US-Metropole montiert. 
Patriarch Bartholomaios hielt sich seit 23. Oktober in den USA auf und absolvierte zahlreiche politische, kirchliche und interreligiöse Termine. Gleich zu Beginn seines Besuchs war er beispielsweise mit US-Präsident Joe Biden, Außenminister Antony Blinken und der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zusammengetroffen. Am Mittwoch ist er zurück nach Istanbul gereist.

Syrien: Kardinal Sandri besucht Linzer Hilfsprojekt in Aleppo

Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation, hat im Rahmen seines aktuellen Syrien-Besuchs in Aleppo die neue Suppenküche der Franziskaner besucht. Der Orden, der in der nordsyrischen Metropole die katholische Pfarre führt, hat aufgrund der zunehmenden Hungersnot in der Stadt vor Kurzem dieses neue Hilfsprojekt gestartet. Maßgeblich unterstützt werden die Franziskaner dabei vom in Linz ansässigen Hilfswerk „Initiative Christlicher Orient"(ICO). Kardinal Sandri zeigte sich von dem Hilfsprojekt beeindruckt, teilte die ICO am Mittwoch in einer Aussendung mit. Begleitet wurde der Präfekt der Ostkirchenkongregation von Kardinal Mario Zenari, dem Apostolischen Nuntius in Syrien.
Die Einrichtung wurde am 6. September eröffnet. Bis 26. Oktober wurden bereits mehr als 25.000 warme Mahlzeiten ausgegeben. Derzeit würden rund 800 Personen mit einer täglichen warmen Mahlzeit versorgt. Dabei handle es sich um Christen verschiedenster Konfession aber auch zahlreiche Muslime. Ein Schwerpunkt liege auf der Hilfe für Menschen mit Behinderung.
Das ursprüngliche Ziel von täglich 1.000 warmen Mahlzeiten wird laut dem zuständigen Pfarrer und Franziskanerkustos P. Ibrahim Al-Sabbagh schon bald erreicht werden. Die Not sei freilich unglaublich groß in Aleppo. Deshalb seien weitere Spenden dringend erbeten, so die ICO.
 

Bischof Glettler: „Suizidbeihilfe stellt kulturellen Dammbruch" dar

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler hat seine Kritik an der nunmehrigen rechtlichen Regelung des assistierten Suizids mittels „Sterbeverfügung" bekräftigt: auch wenn nun durch die Gesetzesvorlage „alles technisch und juristisch 'korrekt' machbar geworden" sei, so erschrecke ihn dieser „kulturelle Dammbruch vor unseren Augen, vor allem (...) die scheinbare totale 'Machbarkeit'", sagte Glettler in seiner Predigt zu Allerheiligen im Innsbrucker Dom.
Ethikerin fordert Rechtsanspruch auf Palliativ- und Hospizversorgung
Alternativen zum assistierten Suizid wie Palliativmedizin und Hospizversorgung müssten nicht nur dringend ausgebaut werden, es brauche auch einen Rechtsanspruch darauf. Das fordert die Ethikerin und Geschäftsführerin des Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE), Susanne Kummer, in einem Gastkommentar im „Kurier" (Samstag-Ausgabe).
Huainigg: Bedenkzeit vor Suizidbeihilfe zu kurz
Kritik an einer zu kurzen Bedenkzeit für Suizidbeihilfe im aktuellen Entwurf zum Sterbeverfügungsgesetz hat der frühere ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg geäußert. Die knapp drei Monate, die der von der Regierung präsentierte Vorschlag dafür vorsehe, reichten bei Weitem nicht, um Betroffenen ernsthafte Verbesserungen der Lebensbedingungen bieten zu können, erklärte Huainigg im Interview mit den „Salzburger Nachrichten" (Donnerstag). Der Gesetzesvorschlag sieht eine Wartefrist von zwölf Wochen nach der ärztlichen Aufklärung vor, im Falle der Endphase einer Krankheit nur zwei Wochen.
Bereits vergangene Woche hatte Huainigg im „Standard" auf den Fall eines Mannes aus Polen verwiesen, der vor Gericht für die Möglichkeit der Abschaltung seines Beatmungsgeräts kämpfte, auf das er angewiesen war. Bekäme er ein mobiles Beatmungsgerät, einen Elektrorollstuhl, eine persönliche Assistenz und einen Job, würde er wieder leben wollen, teilte der Mann damals auf Huainiggs Anfrage hin mit. Die Wünsche hätten sich wenige Jahre später erfüllt, berichtete der Ex-Behindertensprecher: "Er konnte zu studieren beginnen, als Berater für Menschen in Lebenskrisen arbeiten und verhalf damit anderen zu Lebensperspektiven, die er selbst wieder gefunden hatte."

Bald Gott* statt Gott?

Der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe begrüßt Erwägungen eines deutschen katholischen Jugendverbands, das Wort Gott künftig mit angehängtem Genderstern zu schreiben. Er finde es positiv, dass sich junge Christen Gedanken über eine Vorstellung von Gott machen, sagte er in einem Interview des „Weser-Kuriers". Mit der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) werde er über das Thema sprechen. Wübbe war im September zum Vorsitzenden der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden.

Die KjG hatte kürzlich bei einer bundesweiten Delegiertenversammlung über entsprechende Überlegungen diskutiert. Die Einführung von "Gott*" werde innerhalb des Verbandes sensibel vorbereitet, hieß es in einer Mitteilung. Immer mehr Gläubige seien von der Vorstellung eines männlich patriarchalen, weißen Gottesbildes befremdet.

Wübbe sagte, immer wieder begegne ihm die Aussage, dass sich Menschen Gott nicht als alten Mann mit einem langen, weißen Bart vorstellen könnten. Wer sich intensiver mit Äußerungen aus der Bibel beschäftige, erfahre, dass die Anrede Gottes als Vater vor allem etwas über sein Wesen aussagen solle. „Das ist nicht als Festlegung des Geschlechts gedacht."

Foto: Diözese Osnabrück.

Vatikanstaat erhält Vize-Regierungschefin

Der Vatikanstaat bekommt eine Vize-Regierungschefin. Papst Franziskus ernannte am 4.November die italienische Sozialwissenschaftlerin und Ordensfrau Raffaella Petrini (52) zur Generalsekretärin des vatikanischen Governatorats. Petrini war bislang für die Kongregation für die Evangelisierung der Völker tätig. Ihr Stellvertreter im Governatorat wird der bisherige Leiter des dortigen Rechtsbüros, Giuseppe Puglisi-Alibrandi (55).

Erst im September hatte Franziskus Bischof Fernando Vergez Alzaga (76) zum neuen Regierungschef für den Vatikanstaat ernannt. Alzaga ist damit seit Anfang Oktober in Personalunion Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt sowie des vatikanischen Governatorates. Der aus dem spanischen Salamanca stammende Geistliche war zuvor Generalsekretär der Regierung des Vatikanstaates.

Das Governatorat der Vatikanstadt ist die Staatsverwaltung. Es besteht aus einer Kommission von sieben Kardinälen, der ein Präsident als Regierungschef vorsteht. Das Governatorat wiederum untersteht der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt. 
Foto: Universitas Domuni.

Rückkehr nach Österreich

Nach zwölf Jahren im Dienst der Päpstlichen Präfektur verlässt der österreichische Ordensmann P. Wolfgang Fischer-Felgitsch (50) den Vatikan. Der Benediktiner des Stifts Admont kehrt nach Österreich zurück, wo er als Pfarrer im Pfarrverband Liesingtal in der Steiermark tätig sein wird. In der Päpstlichen Präfektur war Fischer-Felgitsch für die Begleitung von Pilgern, die Vorbereitung von Generalaudienzen und Begegnungen mit dem Papst zuständig. Dieser Tage wurde er durch die Botschafterin Österreichs beim Heiligen Stuhl, Franziska Honsowitz-Friessnigg, feierlich verabschiedet.

„Ich bin grundsätzlich einmal sehr dankbar dafür, dass ich nach Rom gehen durfte, dass mich meine Gemeinschaft hat gehen lassen", betonte der Benediktiner im Interview mit Radio Vatikan, denn es sei nicht selbstverständlich, „dass man als Benediktiner nach Rom geschickt wird". Jetzt habe ihn sein Abt nach Österreich zurückgerufen. Auf die neue Aufgabe in der Pfarrseelsorge in der Steiermark freut sich Fischer-Felgitsch. „Mit den Menschen zu sprechen, auf sie zuzugehen und mit ihnen zu reden, zu fragen, was sie für Probleme haben oder wo es klemmt oder zwickt - darauf freue ich mich sehr", sagte er. 
Foto.:Stift Admont.

Musical „Betlehem - eine neue Zeit bricht an" feiert Premiere

Die mehr als 2.000 Jahre alte Geschichte der Heiligen Nacht wird jetzt mit dem Musical „Betlehem - eine neue Zeit bricht an" auf die Bühne gebracht. Das von „KISI - God's singing kids" unter der Regie von Patricia Nessy aufgeführte Weihnachtsmusical feierte seine Premiere am 6. November im Gmundner Stadttheater. Danach folgen 16 weitere Aufführungen bis 15. Jänner 2022 an sechs verschiedenen Orten in ganz Österreich. 
Über den Inhalt heißt es in der „KISI"-Aussendung: Im Mittelpunkt des rund zweistündigen Geschehens auf der Bühne stehen unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich am Heiligen Abend in Steuerlisten eintragen lassen. Alte Freundinnen treffen sich wieder, Kinder spielen ausgelassen, die verwöhnte Judith täuscht eine Ohnmacht vor. Eine Schlüsselfigur des Musicals ist Adina - ein von seinen Eltern verlassenes junges Mädchen, das aufgrund ihres Schicksals wütend und verzweifelt ist. Mit verbittertem Herzen läuft Adina in der Weihnachtsnacht fort und trifft Maria, Josef und den neugeborenen Jesus. Eine Begegnung, die ihr Leben verändert. 
Die 1993 gegründeten „KISI - God's singing kids" sind eine katholische Bewegung mit ökumenischem Anspruch, die auch von der Österreichischen Bischofskonferenz geschätzt und empfohlen wurde. Selbst beschreiben sich die „KISIs" als „internationale Familie", deren Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Liedern und Musicals "Gott neu entdecken lernen".

Kurznachrichten

Papst Franziskus hat Kinderarbeit im Agrarsektor als „brutale" Form der Ausbeutung kritisiert. Die Kleinsten würden durch diese „Geißel" ihrer Zukunftschancen beraubt, schrieb der Papst am Dienstag an die Teilnehmer einer Konferenz der Weltlandwirtschaftsorganisation (FAO).

 

Papst Franziskus hat in die laufende Verfassungsreform des Malteserordens eingegriffen und seinem Gesandten für den Souveränen Orden, Kardinal Silvano Tomasi (81), weitreichende Befugnisse übertragen.

 

Papst Franziskus hat die internationale Gemeinschaft zu mehr Solidarität und Unterstützung für die Menschen in Haiti aufgerufen. Der Karibikstaat ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Es wurde in den vergangenen Jahren von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Wirbelstürmen sowie politischen Unruhen und Kriminalität destabilisiert. 

 

Der Vatikan hat die Ortskirchen dazu ermuntert, schon bei der ersten Phase der im Oktober begonnenen Weltsynode auch Partner aus anderen Kirchen mit einzubeziehen. 

 

Deutschland. Der frühere Kurienkardinal Walter Kasper sieht die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und dem Vatikan als belastet an. Die „Fronten" verhärteten sich zunehmend, es breite sich eine „Hermeneutik des Misstrauens" aus, schreibt Kasper in einem Gastbeitrag für die „Herder Korrespondenz". 

 

Italien. UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist am Rande des G20-Gipfels in Rom mit der Leitung von Sant'Egidio zusammengetroffen. Dabei ging es um Fragen des Friedens sowie die von Sant'Egidio durchgeführten Vermittlungsbemühungen in einigen Ländern und Regionen der Welt.

 


Kanada hat Berufung gegen das Urteil eingelegt, wonach der Staat Milliarden Entschädigungszahlungen an Indigene leisten muss, die zwangsweise in Internaten für Kinder von Ureinwohnern waren. Das Gericht hatte jedem Kind 40.000 kanadische Dollars (etwa 27.900 Euro) zugesprochen.

 

Südkorea. Die Regierung in Seoul hat die Führung in Nordkorea aufgefordert, das Angebot eines Papst-Besuchs in dem Land anzunehmen. 

 

Indiens Premierminister Narendra Modi ist am 30. Oktober von Papst Franziskus empfangen worden. Anschließend teilte Modi über Twitter mit, er habe seinen Gastgeber zu einem Besuch in Indien eingeladen. 

 

Myanmar. Die Armee hat bei schweren Artilleriebeschüssen auf Zivilgebiete 200 Wohnhäuser und zwei Kirchen zerstört. Der Vorfall ereignete sich in Thantlang im überwiegend christlichen Unionsstaat Chin. 

 

Italien. Papst Franziskus hat den bisherigen Präsidenten von Caritas Italien, Francesco Antonio Soddu (62), zum neuen Bischof von Terni-Narni-Amelia in Umbrien ernannt. 

 

Kolumbien. Die katholische Kirche warnt vor einer neuen Welle der Gewalt in dem südamerikanischen Land. Grund seien mögliche Kämpfe um die Kontrolle von Territorien und illegalen Wirtschaftszweigen zwischen rechtsgerichteten Paramilitärs und linksgerichteten Guerillas.

 

Israel. Der Rektor des Österreichischen Pilger-Hospizes in der Jerusalemer Altstadt, Markus Stephan Bugnyar, hofft nach der Lockerung der israelischen Einreisebestimmungen auf Gäste: „Wir hatten in den vergangenen 20 Monaten kaum einen Übernachtungsgast.“



Österreich

 

In Kärnten wurden erstmals 22 Laien als Begräbnisleitende beauftragt.

 

Kärnten. Eine Großspende hat die Caritas Kärnten für ihre Arbeit mit obdachlosen Menschen, Menschen in seelischer Not und die Lerncafes erhalten. Die Stiftung des Konzerns  „Lam Research", der auch einen Standort in Villach hat, unterstützt die Hilfsorganisation mit 82.000 Euro (100.000 US-Dollar). 

 

Salzburg. Der Ordensmann Br. Thomas Hessler (53) ist neuer Administrator im Europakloster Gut Aich. Der bisherige Subprior wurde von Abtpräses Johannes Perkmann (Michaelbeuern) für drei Jahre in der neuen Leitungsposition eingesetzt. Er folgt auf P. Johannes Pausch (72), der sein Amt als Prior mit 5. September zurückgelegt hatte. 

Papst eröffnet neue Ausstellung in Vatikanbibliothek

Papst Franziskus eröffnete am Freitag eine neue Ausstellung mit Werken des Künstlers Pietro Ruffo (43) in der Vatikanischen Bibliothek. Wie der Vatikan vorab mitteilte, sollen unter dem Titel „Tutti" spezielle Installationen und großformatige Arbeiten des Italieners gezeigt werden. Es handle sich um ein „neues Kapitel" in der Geschichte der Bibliothek, das durch die Enzyklika „Fratelli tutti" von Franziskus inspiriert sei.
Das Projekt sei für ihn "eine Reise in die Geschichte der Menschheit" gewesen, sagte Ruffo. Für die Ausstellung habe er unter anderem eine Installation gefertigt, die die Sala Barberini "in einen üppigen tropischen Wald" verwandele. Ruffo zählt nach eigenen Angaben zu den begehrtesten jungen Künstlern Italiens. Sein vielseitiges Schaffen "mit mehreren visuellen und semantischen Lesarten" widme er den großen Themen der Weltgeschichte.
Finanziert wurde das neue vatikanische Kunstprojekt mit Unterstützung der Erben des US-Multimilliardärs und Philanthropen Kirk Kerkorian. Die Schau ist bis zum 25. Februar jeweils dienstags und mittwochs von 16 bis 18 Uhr nach vorheriger Anmeldung zu sehen. (Infos: www.vaticanlibrary.va)

Auch das noch...

Im Stephansdom wurden bereits 7.691 Personen geimpft

Die Impfstraße im Wiener Stephansdom bleibt „aufgrund der extrem guten Auslastung" weiter bestehen. Wie die Malteser - sie sind gemeinsam mit den Johannitern mit der Durchführung des Infektionsschutzes betraut - am Donnerstag mitteilten, haben sich seit der Eröffnung am 12. August bereits 7.691 Personen spontan und ohne Anmeldung in der Barbarakapelle des Doms gegen das Coronavirus impfen lassen. 
„Ab heute dürfen wir im Stephansdom jedoch auch 3. Impfungen durchführen", heißt es in einem Kathpress vorliegenden Newsletter des österreichischen Malteserordens. Geöffnet ist die Impfstelle im Dom jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 15 Uhr und 16 bis 21 Uhr.
Im Stephansdom bestehe eine der meistfrequentierten Impfeinrichtungen in Wien und sie bleibe anders als fast alle Impfboxen der Stadt über den 31. Oktober hinaus für Impfwillige weiterhin zugänglich. „Die Menschen, die zu uns kommen, spüren, mit welcher Haltung wir ihnen begegnen", es würden Fragen aufgeworfen, „die sie sich sonst nicht zu stellen trauen". Die Menschen „schätzen es, dass wir uns die Zeit nehmen, um mit ihnen zu sprechen", freuten sich die Verantwortlichen des Malteserordens.  
Gleichsam nebenbei entstehe für viele davor Distanzierte auch ein neuer Kontakt zur Kirche, mindestens ein Drittel der Besucher finde den Weg sonst nicht in ein Gotteshaus. Die Wartezeit von 15 Minuten nach erfolgtem Stich bewirke, dass viele die Predigt während einer Messe oder das Musizieren des Domchors mit anhören konnten. Ihr Dienst stehe somit nicht nur im Zeichen der Bekämpfung der Pandemie, „sondern wirkt auch in dem ein oder anderen Herzen nach", wiesen die Malteser hin.
 

Vorsitzender der US-Bischofskonferenz: Gerechtigkeitsbewegungen sind „Pseudo-Religion"

Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Jose Gomez, hat Bewegungen für soziale Gerechtigkeit als „gefährlichen Ersatz für wahre Religionen" bezeichnet. Gomez ging in einer Videobotschaft an Teilnehmer eines katholischen Kongresses in Madrid primär auf die „Black Lives Matter"-Bewegung ein, ohne diese dabei namentlich zu erwähnen. Zwar kritisierte er wirtschaftliche und rassistische Ungleichheiten in der US-Gesellschaft, doch die Demonstrationen dagegen dienten nur als Ersatz für „traditionelle christliche Überzeugungen", sagte Gomez laut der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Mitglieder sozialer Bewegungen seien einerseits von edlen Motiven geleitet, verfolgten aber letztlich „zutiefst atheistische" Ziele, die die „spirituelle Dimension der menschlichen Natur leugnen", so der Erzbischof von Los Angeles. 
Die Aussagen sorgten umgehend für Aufsehen über die US-amerikanische Kirche hinaus. Papst Franziskus hatte jüngst in einer Videobotschaft an Aktivisten lateinamerikanischer Volksbewegungen, jene Demonstrierenden, die nach dem gewaltsamen, rassistisch motivierten Tod des Schwarzen George Floyd in den USA viele Wochen lang auf die Straße gingen, „kollektive Samariter" genannt.


Ermittlungen gegen Bischof wegen angeblicher Islamfeindlichkeit

Die Polizei im südindischen Bundesstaat Kerala hat wegen umstrittener Äußerungen zum Islam ein Ermittlungsverfahren gegen den katholischen Bischof Joseph Kallarangatt von Pala eingeleitet. Ein Amtsgericht habe die Untersuchung angeordnet, nachdem eine Organisation muslimischer Imame den Bischof der syro-malabarischen Kirche des östlichen Ritus wegen der Verbreitung von „Disharmonie" und „Hass" angezeigt habe, berichtete der asiatische Pressedienst „Ucanews".
Bischof Kallarangatt hatte „terroristischen" Muslimen in Kerala vorgeworfen, christliche Mädchen durch „Love Jihad" - erzwungene Heirat -  oder „Narcotics Jihad" - mittels Drogen - zum Übertritt zum Islam zu nötigen. Die Äußerungen des Geistlichen führten zu einem Konflikt zwischen Christen und Muslimen der Region, wobei letztere von dem Geistlichen eine Entschuldigung verlangten. Bischof Kallarangatt stellte daraufhin klar, dass seine Äußerungen nicht gegen Muslime allgemein gerichtet gewesen seien, sondern nur gegen jene, die an diesen „schändlichen" Taten beteiligt seien.
Unterstützung erhielt Kallarangatt vom Rat der katholischen Bischöfe von Kerala, seiner syro-malabarischen Kirche und katholischen Laienorganisationen. Die Syro-Malabaren sind eine mit Rom unierte Ostkirche.
Kerala gilt als einer der religiös vielfältigsten indischen Bundesstaaten. Knapp 53 Prozent der rund 35 Millionen Einwohner sind Hindus, 26,5 Prozent Muslime und 18,4 Prozent Christen. Unter den Christen gehören mehr als 70 Prozent zur syro-malabarischen Kirche und zu Kirchen anderer Thomaschristen sowie mehr als 13 Prozent zur Römisch-katholischen Kirche.
 

Gewalt von Hindu-Nationalisten

Mehrere katholische Bischöfe in Indien fordern von den Regierungen in Neu Delhi und den Bundesstaaten Maßnahmen gegen zunehmende Verfolgung und Gewalt durch Hindu-Nationalisten gegen Christen. 
Christen machen 2,3 Prozent der 1,3 Milliarden überwiegend hinduistischen Einwohner Indiens aus. Erzbischof Leo Cornelio von Bhopal im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh verlangte in einem Brief an Premierminister Narendra Modi „wirksame Schritte" zur Eindämmung von Gewalt gegen Christen, wie der asiatische Pressedienst „Ucanews" berichtete.
Die Bischöfe äußerten sich nur wenige Tage nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts (21. Oktober) über einen sprunghaften Anstieg von Verfolgung und Gewalt gegen Christen in diesem Jahr. Christen seien in 21 der 28 Bundesstaaten Verfolgung durch hindunationalistische Gruppen ausgesetzt, heißt es in dem von den Bürgerrechtsorganisationen „Association for the Protection of Civil Rights" (APCR) und "United Against Hate and United Christian Forum" (UCF) veröffentlichten Bericht.
Die meisten dieser Staaten werden demnach von der hindunationalistischen Indischen Volkspartei (BJP) regiert, die auch die Bundesregierung in Neu Delhi stellt. Die BJP gilt als politischer Arm von Hindu-Fundamentalisten. Deren Ziel ist eine Art hinduistischer Gottesstaat, der für religiöse Minderheiten wie Christen und Muslime keinen Platz vorsieht. 

Kirche und Sozialdemokratie 

Einen „(selbst-)kritischen Blick auf Geschichte und Gegenwart" will ein neues Buch über das Verhältnis von „katholischer Kirche und Sozialdemokratie in Österreich" - so auch der Titel - werfen. 18 Autorinnen und Autoren beschreiben auf 288 Seiten markante Ereignisse, beginnend mit der sozialdemokratisch-christlichsozialen Koalition der Jahre 1918-1920 bis zu den „Brückenbauern" Bruno Kreisky und Franz Kardinal König in den 1970er-Jahren, berichtete die Diözese Linz im Rückblick auf die Buchpräsentation .
Ziel der Herausgeber - dies sind die Theologen Martin Jäggle, Anna Wall-Strasser und Franz Gmainer-Pranzl - ist es, die „belastete Beziehung" der beiden Institutionen zu klären und seelsorgliche Initiativen aufzeigen, in denen ein Brückenschlag zwischen Katholischer Kirche und Sozialdemokratie möglich war", Wenn auch in der jüngeren Geschichte die Feindschaft zwischen Kirche und Arbeiterschaft ein Ende gefunden habe, präge dennoch bis heute eine Fremdheit diese Beziehung, kommen die Verfasser zum Schluss. 
Buchhinweis: „Katholische Kirche und Sozialdemokratie in Österreich - Ein (selbst-)kritischer Blick auf Geschichte und Gegenwart". Erschienen im Oktober 2021 im Wagner-Verlag, 28,- Euro) 

HELLERhofWeen statt Helloween

Seit Jahren veranstaltet meine Pfarre Paudorf-Göttweig am Abend des 31. Oktobers am Pfarrfriedhof Klein-Wien eine Kinder- und Jugendmesse HELLOkleinWEEN.

Corona-bedingt wurde der Gottesdienst heuer im Garten des Pfarrzentrums Hellerhof gefeiert. Titel: HELLERhofWEEN.

Mit gut 150 Teilnehmenden war er einer der größten Kinder- und Jugendmessen meiner 40-jährigen Tätigkeit als Pfarrer hier. Der SV Paudorf bezog die Messe in seine  Halloween--Wanderung ein, Firmlinge gestalteten wieder eifrig mit, ein junger Künstler beleuchtete die Kulisse magisch und zauberte zuletzt Lichteffekte und Nebel herbei. Die Kinder waren trotz der kalten Temperaturen begeistert.                                                  P. Udo