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die neue Kirchenzeitung
5. Juli 2026
Lesungen: Sach 9,9-10; Röm 8,9.11-13; Evangelium: Mt 11,25-30.
Illegale Einwanderer
Die USA feierten am 4. Juli ihren 250. Geburtstag.
Zwei Prozent der Bevölkerung feierten wohl nicht mit – die Nachkommen der Ureinwohner.
In einem am 1. Juli veröffentlichten Artikel der Salzburger Nachrichten weist ein Vertreter des Stammes der Shinnecock darauf hin, dass dieser bereits 13.000 Jahre auf Long Island lebt: „Alle anderen sind illegale Einwanderer“.
So gesehen ist auch Donald Trump ein Nachkomme von illegalen Einwanderern. Die heutigen freilich hasst er. Zurück nach Mexiko, schreit er! Für ihn selbst hieße es: „Zurück nach Deutschland!“
Offen gesagt: Die illegalen Einwanderer der vergangenen 500 Jahre haben an der Urbevölkerung einen Völkermord begangen. Zur Sprache gebracht wird das nie, aufgearbeitet selbstverständlich auch nicht. Kommentar überflüssig. P. Udo
Vatikan exkommuniziert Piusbrüder und droht ihren Anhängern
Der Vatikan hat die verbotenen Bischofsweihen der traditionalistischen Piusbruderschaft als "Akt schismatischer Natur" verurteilt und die Exkommunikation der sechs beteiligten Bischöfe festgestellt. Da die Weihen laut Kirchenrecht einen spalterischen Akt darstellen, tritt die Beugestrafe der Exkommunikation von selbst ein. Ferner sprach der oberste Glaubenshüter des Papstes, Kardinal Víctor Fernández, eine weitgehende Warnung an alle aus, die sich den „Schismatikern" der Priesterbruderschaft St. Pius X. anschließen; auch sie wären dann schismatisch. Das betrifft alle Geistlichen der Gemeinschaft sowie alle Nichtpriester, die sich ihr formal anschließen.
In einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret erklärt der Glaubenspräfekt, trotz der an den Generaloberen der Piusbrüder gerichteten Warnungen habe Bischof Alfonso de Galarreta durch die Bischofsweihe von vier Priestern ohne päpstliches Mandat und gegen den Willen des Papstes eine schismatische Handlung begangen. Damit habe er sich „ipso facto", also automatisch, die laut Kirchenrecht (Kanon 1387 und Kanon 1364 § 1 CIC 2021) vorgesehenen Strafen zugezogen, so Kardinal Fernández.
Damit erhalten sowohl de Galarreta als auch die von ihm Geweihten Pascal Schreiber, Michael Goldade, Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier die dem Heiligen Stuhl vorbehaltene Tatstrafe der Exkommunikation. Ebenfalls betroffen von der Exkommunikation ist Bischof Bernard Fellay als Mitwirkender bei der Weihe.
Ausdrücklich warnt Kardinal Fernández Kleriker und Laien davor, sich dem Schisma der Piusbrüder formal anzuschließen, da sie dadurch ebenfalls exkommuniziert würden. Damit wiederholt der Vatikan eine erweiterte Einschätzung der Exkommunikation, die er bereits am 24. August 1996 mitgeteilt hatte. Damals hatte der Päpstliche Rat für die Auslegung der Gesetzestexte unter Kardinal Julian Herranz sich ähnlich erklärt. Er entschied damals: Die 1988 gegen den Begründer der Piusbruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre, und die von ihm unerlaubt geweihten Bischöfe ausgesprochene Exkommunikation erstreckt sich auch auf die Priester der Bruderschaft sowie all jene, die ihr formal beitreten.
Trotz dieser Erklärung lebten viele Anhänger der Piusbruderschaft auch danach noch in einem kirchenrechtlichen Graubereich am Rand der katholischen Kirche. Nachdem Papst Benedikt XVI. 2009 die Exkommunikation der Bischöfe der Piusbrüder aufhob, hatte die Bruderschaft einen kirchenrechtlich ungeklärten Status. Hinzu kam im Jahr 2016 eine Verfügung von Papst Franziskus, wonach Beichten und Eheschließungen unter Mitwirkung von Priestern der Piusbrüder gültig seien. Diese Zugeständnisse hat der Vatikan nun förmlich aufgehoben.
„Versuche zur Einheit gescheitert"
In einer parallel zum Exkommunikations-Dekret veröffentlichten Erläuternden Note des Vatikans heißt es, seit der Zeit von Paul VI. bis zuletzt seien im Glaubensdikasterium zahlreiche Versuche, die Mitglieder der von Erzbischof Lefebvre begründeten Bewegung wieder in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zu führen, gescheitert. Die jüngsten Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat und gegen den Willen des Heiligen Vaters hätten die Situation verschärft.
Rund 800 Priester weltweit
Die Piusbruderschaft lehnt entscheidende kirchliche Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Streitpunkte sind vor allem Religionsfreiheit, Ökumene und Formen des katholischen Gottesdienstes.
Der Gemeinschaft gehören weltweit rund 800 Priester an, die meisten davon in Nordamerika und in Frankreich. Viele von ihnen wurden zwischen 2009 und 2026 geweiht, als die Bischöfe der Bruderschaft nicht exkommuniziert waren. Ferner sind zahlreiche Ordensfrauen assoziierte Mitglieder der Bruderschaft. Mehrere hunderttausend Menschen besuchen regelmäßig Gottesdienste der Piusbrüder in deren Kirchen und Kapellen.
Foto: Fernandez-Dekret auf der Vatikan-Website.
Burke zweifelt an Vatikan-Kurs bei Piusbrüdern und Synodalität
Laut US-Kardinal Raymond Burke hat es einige Kardinäle befremdet, dass die vom Papst verbotenen Bischofsweihen durch die Piusbrüder kein offizielles Thema im Kardinalskonsistorium am Wochenende waren.
Papst Leo verlieh Wiens Erzbischof Grünwidl das Pallium
In einem feierlichen Gottesdienst im Petersdom hat Papst Leo XIV. am Montag den 35 in den vergangenen zwölf Monaten neu ernannten Leitern von katholischen Kirchenprovinzen in aller Welt das Zeichen ihrer besonderen Würde verliehen. Das sogenannte Pallium legte der Papst unter anderem dem neuen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl (63), dem Prager Erzbischof Stanislav Pribyl (54) und den polnischen Erzbischöfen Kardinal Grzegorz Rys (62) aus Krakau und Kardinal Konrad Krajewski (62) aus Lodz um die Schultern. Zu den Trägern der mit sechs schwarzen Kreuzen bestickten weißen Wollstola zählen künftig auch die Erzbischöfe Ronald Hicks (New York, 58), Richard Moth (Westminster/London, 67), Mario Antonio da Silva (Aparecida, 59), Sithembele Sipuka (Kapstadt, 66) und Khalid Rehmat (Lahore, 57).
Papst Leo betonte in seiner Predigt am Hochfest der heiligen Petrus und Paulus, die Pallien seien Ausdruck der Verpflichtung eines jeden Hirten, - aber auch jedes Christen - die ihm anvertrauten Brüder und Schwestern „wie Lämmer der Herde des Herrn auf seine Schultern zu nehmen". Sie sollten für sie Energie, Zeit, Mühe und sogar ihr Leben opfern, "damit das Evangelium alle erreicht und die ganze Welt darin Harmonie und Eintracht findet", zitierte der Papst das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965).
Das Pallium dürfen in der katholischen Kirche nur Erzbischöfe tragen, die eine Metropolie leiten. In Österreich sind das die Erzbischöfe von Wien und Salzburg.
Foto: Erzdiözese Wien.
Orden: Neuer Generaloberer der „Servi Jesu et Mariae"
Die Ordensgemeinschaft "Servi Jesu et Mariae" hat mit P. Markus Christoph einen neuen Oberen. Er wurde beim jüngsten Generalkapitel zum Nachfolger von P. Paul Schindele gewählt, wie der Orden auf seiner Website mitteilt. Schindele leitete den Orden seit 2014 und stand aus persönlichen Gründen für eine weitere dritte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger P. Christoph stand ihm in den vergangenen beiden Jahren als Generalvikar bereits zur Seite und habe dadurch schon einen guten Einblick in die verschiedenen Themen der Ordensleitung gewinnen können.
Der Orden „Servi Jesu et Mariae" hat seinen Sitz in Blindenmarkt (NÖ) und ist in Deutschland, Frankreich, Belgien und Kasachstan tätig. Schwerpunkt der ignatianisch geprägten Ordensgemeinschaft ist neben pfarrlichen Aufgaben, Einkehrtagen und Exerzitien besonders die Jugendarbeit.
Ordenszentrale seit 1993 in Niederösterreich
Die Gemeinschaft der „Servi Jesu et Mariae" wurde 1988 von P. Andreas Hönisch (1930-2008) in Mussenhausen in der deutschen Diözese Augsburg gegründet. Hönisch gehörte ursprünglich dem Jesuitenorden an, 1976 gehörte er zudem zu den Mitbegründern der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE). Ein ordensinterner Disput über die KPE führte schließlich zum Ausschluss von P. Hönisch aus dem Jesuitenorden. 1993 musste die Zentrale der „Servi Jesu et Mariae" aus Mussenhausen nach Blindenmarkt übersiedeln, 1994 erfolgte die Anerkennung als Kongregation päpstlichen Rechts.
Der Orden befindet sich in einem mehrjährigen vom vatikanischen Dikasterium für die Orden angeordneten Reflexionsprozess, in dem man sich intensiv mit der Gründungsgeschichte der „Servi Jesu et Mariae" beschäftigt. Die bisherigen Ergebnisse des Prozesses wurden beim Generalkapitel nochmals intensiv behandelt, hieß es vonseiten des Ordens.
Spendenplus: „Kirche in Not" finanziert weltweit über 5.300 Projekte
Das weltweite katholische Hilfswerk "Kirche in Not" (ACN) hat im Geschäftsjahr 2025 Spenden in Höhe von insgesamt 145,8 Millionen Euro verbucht. Dies entspricht einem Plus von rund fünf Prozent im Vorjahresvergleich und sei Ausdruck einer „wachsenden Solidarität mit bedrängten Christen", teilte die Päpstliche Stiftung am Montag mit. Mit den Mitteln wurden insgesamt 5.368 Hilfsprojekte in 141 Ländern finanziert. Zu den am stärksten unterstützten Ländern zählten Indien, die Ukraine, der Libanon und Syrien. In diesen Regionen floss der Großteil der Nothilfe in die Bewältigung der Folgen anhaltender bewaffneter Konflikte, hieß es.
Regional lag der Schwerpunkt der Projektförderung erneut in Afrika, das 34,5 Prozent der weltweiten Hilfen erhielt. Gründe hierfür seien unter anderem die Ausbreitung islamistischer Gewalt, Fluchtbewegungen und das starke Wachstum kirchlicher Gemeinschaften. Besonders intensiv unterstützte „Kirche in Not", das sich rein aus privaten Spenden finanziert, Länder wie Burkina Faso, Niger und Mali. 19,1 Prozent der Hilfe ging an die Kirche in Asien, 17,1 Prozent erhielt der Nahe Osten, Lateinamerika 16,4 Prozent und 12,8 Prozent Europa - hier gingen die Hilfen zum allergrößten Teil in die Ukraine.
Großzügige Spenden aus Österreich
Einen wesentlichen Anteil am Gesamtergebnis trugen die Unterstützer in Österreich trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten bei, so der Nationaldirektor von "Kirche in Not" Österreich, Tobias Pechmann. Hier stiegen die Spenden im Jahr 2025 auf 4,1 Millionen Euro (2024: 3,6 Millionen Euro).
Foto: Junge Christen in Brasilien studieren gemeinsam die Bibel. © KIRCHE IN NOT
Ukraine: Caritas baut Schutzräume und psychosoziale Angebote aus
Mehr als viereinhalb Jahre nach Beginn des russischen Großangriffs bleibt die humanitäre Lage in der Ukraine prekär: Anhaltende Luftangriffe auf Städte und zivile Infrastruktur erschwerten den Alltag der Bevölkerung und erhöhten den Bedarf an humanitärer und psychologischer Hilfe, informierten Caritas Österreich und Caritas Ukraine am Donnerstag in Wien. Die Hilfsorganisationen bauen aktuell ihre Zusammenarbeit mit einem neuen, von der Austrian Development Agency (ADA) finanzierten Projekt aus. Im Mittelpunkt stehen sichere Schutzräume sowie psychosoziale Unterstützung für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, informierten Tetiana Stawnychy, Präsidentin der Caritas Ukraine und Andreas Knapp, Generalsekretär für Internationale Programme der Caritas Österreich.
Das Projekt „ACCESS" wird in den Regionen Mykolajiw und Tscherkassy umgesetzt. Bestehende Luftschutzkeller werden saniert und barrierefrei adaptiert, damit sie heutigen Sicherheitsstandards entsprechen und im Ernstfall als geschützte Aufenthaltsorte dienen können. Gleichzeitig entstehen dort Angebote für psychologische Ersthilfe und psychosoziale Betreuung, erklärte Knapp.
„Wir leben alle mitten in einem Trauma", sagte Stawnychy. Die psychische Gesundheit sei mittlerweile eines der drängendsten Themen im Kriegsalltag geworden. "Wie navigieren wir durch diese Situation, bleiben menschlich und unterstützen einander?", beschrieb Stawnychy die zentrale Herausforderung.
Ziel sei daher nicht nur, Schutz vor Raketenangriffen zu bieten, sondern Menschen dabei zu helfen, mit den dauerhaften Belastungen umzugehen. Gemeinsam mit Kindern, Eltern und Lehrkräften wolle man Strategien zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen vermitteln und die Resilienz stärken.
Kurznachrichten
Papst Leo XIV. hat die katholische Kirche zu Einheit in Verschiedenheit aufgerufen. Zugleich betonte er, dass die römische Zentrale der weltweiten Kirche nicht auf Herrschaft, sondern auf Dienst angelegt sei.
Vatikan. Der Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Kardinal Víctor Fernández, hat Israel, die USA und die EU wegen ihres Verhaltens in aktuellen Kriegen scharf kritisiert. Zu den Nahostkriegen der vergangenen Jahre sagte er: „Die enorme Unverhältnismäßigkeit der Militärschläge in Gaza und im Südlibanon ist offensichtlich." Wegen des im Vergleich zu anderen Kriegen sehr hohen Anteils getöteter Zivilisten und Kinder sowie der Zahl zerstörter Häuser dürfen wir von einer totalen Zerstörung sprechen". Ein solches Vorgehen könne nicht als verhältnismäßig im Sinne eines gerechten Kriegs angesehen werden.
USA. In Texas wird die Bibel künftig zur Pflichtlektüre für Schüler.
Zentralafrikanische Republik. In der Krisenregion Haut-Mbomou haben Bewaffnete einen katholischen Priester vor seinem Pfarrhaus getötet.
USA. Im jahrelangen Rechtsstreit um Missbrauchsentschädigungen hat die katholische Erzdiözese San Francisco einen Vergleich geschlossen, um mehr als 500 einschlägige Klagen beizulegen. Sie erklärt sich bereit, im Zuge eines Insolvenzverfahrens 395 Millionen Dollar (rund 347 Millionen Euro) zu zahlen.
In Thailand hat ein elfjähriger Bub einen Autounfall mit mehreren toten Mönchen verursacht. Das Kind raste Medienberichten zufolge mit einem Pick-up in eine buddhistische Prozession. Zehn Mönche seien inzwischen an ihren Verletzungen gestorben, zehn weitere Personen befänden sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Deutschland. Seit Mittwoch müssen Touristen für den Kölner Dom Eintritt zahlen. Deutschlands bekannteste Kirche verlangt jetzt eine Zugangsgebühr von 12 Euro. Es gibt Ermäßigungen und Ausnahmen, etwa für Kinder und Menschen mit Schwerbehin-derung.
Armenien. Ein bekannter und umstrittener armenischer Oligarch und Politiker lässt in der Nähe von Jerewan eine riesige Jesus-Statue errichten. Mit der geplanten Höhe von 101 Metern wird das Bauwerk künftig nicht nur alle bekannten Christus-Statuen weltweit, sondern beispielsweise auch die 93 Meter hohe Freiheitsstatue in New York deutlich überragen. Die Armenische Apostolische Kirche protestierte schon kurz, nachdem das Vorhaben Anfang 2022 bekannt geworden war, gegen den Bau.
Deutschland. Das Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) der Universität Münster wird zur ersten eigenständigen islamisch-theologischen Fakultät Europas an einer staatlichen Hochschule. „Unsere akademische Unabhängigkeit und Reichweite wächst dadurch", sagte der bisherige Leiter des ZIT und künftige Dekan Mouhanad Khorchide.
Österreich
Wien. Mit einer „Bildungsoffensive gegen den politischen Islam" will die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) selbsternannten „Tiktok-Predigern" in den Sozialen Medien das Wasser abgraben. Ziel sei es, in Zusammenarbeit mit Partnern aus Politik, Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft muslimische Jugendliche vor demokratie-feindlichen und frauenverachtenden Einstellungen zu schützen und zu „immunisieren".
Vorarlberg. Die Allianz für den freien Sonntag Österreich (Sonntagsallianz) hat die geplante Ausweitung der Sonntagsöffnung für kleine Nahversorger in Vorarlberg scharf kritisiert.
Salzburg. Sieben Bühnen, 180.000 Festivalgäste, drei Tage Programm: Die „Mindful Crew" der Festivalseelsorge ist auch 2026 wieder rund um die Uhr auf dem Electric Love Festival (ELF) auf dem Salzburgring sowohl mobil als auch an festen Standorten im Einsatz. Vom 8. bis 12. Juli bieten rund 40 geschulte ehren- und hauptamtliche evangelische und katholische Seelsorgende den Festivalgästen unter dem Motto „Erzähl mir was, ich hör dir zu!" eine sichere Anlaufstelle.
Steiermark. Eine Positiv-Bilanz zum erstmaligen Einsatz der Festivalseelsorge beim Formel-1-Wochenende am Red Bull Ring in Spielberg/Steiermark hat die katholische Dialoginitiative für junge Erwachsene, „Denk Dich Neu", gezogen. Das Angebot sei sehr gut angenommen worden, teilte "Denk Dich Neu" am Montag in einer Presseaussendung mit. Ein Team von 15 Seelsorgerinnen und Seelsorgern stand den Besuchern an drei Tagen jeweils zehn Stunden lang zur Verfügung. .
Wien. In der Erzdiözese Wien ist eine wichtige Personalentscheidung gefallen: Erzbischof Josef Grünwidl hat Benedikt Neumayer (40), derzeit Leiter der digitalen Kommunikation im Wirtschaftsministerium, zum künftigen Pressesprecher ernannt. Er folgt damit Michael Prüller (65) nach, der seit 2011 in diesem Bereich gewirkt hat und mit Ende August in den altersbedingten Ruhestand tritt.
"Gott heißt Überraschung"
„Die Wurzel der Freude ist Dankbarkeit": Der international bekannte Benediktiner und Wegbereiter des interreligiösen Dialogs David Steindl-Rast sieht Dankbarkeit auch mit fast 100 Jahren als Grundhaltung seines Lebens. „Überraschung" sei sein liebster Name für Gott, so der Mönch im Interview der Salzburger Kirchenzeitung „Rupertusblatt".
Der aus Wien stammende Benediktiner zählt zu den international bekanntesten christlichen Autoren zum Thema Dankbarkeit und interreligiöser Dialog. Als das Zentrum seiner Spiritualität nannte er, „hinzuhorchen, was mir das Leben jetzt in diesem Augenblick sagt und darauf zu antworten". Pläne seien oft „nur Ablenkungen vom Augenblick". Rückblickend würde er sein Leben „im Großen und Ganzen" wieder genauso führen. „Ich würde auf jeden Fall wieder Mönch werden wollen."
Mit einem zweitägigen Kolloquium im Stift Kremsmünster wird nächste Woche der Benediktinermönch und Autor David Steindl-Rast anlässlich seines 100. Geburtstags gewürdigt. Die Veranstaltung unter dem Titel "Geheimnis des Lebens" findet am 10. und 11. Juli statt, rund um den runden Geburtstag des international bekannten spirituellen Lehrers am 12. Juli.
Auch das noch...
Vatikan veröffentlicht Jahresbilanz zur Peterspfennig-Kollekte
Die weltweiten Spenden im Rahmen der Peterspfennig-Kollekte für den Papst und seinen Dienst sind im Vorjahr leicht gestiegen. Dennoch können sie den finanziellen Bedarf nicht decken. Das geht aus den am Dienstag vom Vatikan veröffentlichten Zahlen zum Jahr 2025 hervor. Demnach spendeten Katholiken weltweit 54,5 Millionen Euro, etwas mehr als im Vorjahr (54,3 Mio.). Hinzu kamen 3,1 Millionen aus Finanzerträgen, die gegenüber 2024 (3,7 Mio.) etwas geringer ausfielen. Die Gesamteinnahmen beliefen sich damit auf 57,6 Millionen Euro. Im Jahr davor waren es 58 Millionen Euro.
Demgegenüber standen Ausgaben von 59,8 Millionen Euro. Zwar fielen sie gegenüber 2024 deutlich niedriger aus (75,4 Mio.), dennoch entstand ein Minus von 2,2 Millionen Euro. Der Löwenanteil des Geldes ging dabei an Leo und seinen Apparat (41,2 Millionen Euro), für Hilfsprojekte wurden 13,3 Millionen Euro veranschlagt.
Myanmar: Acht Monate Haft für Ordensfrau wegen Vertriebenen-Hilfe
Eine katholische Ordensschwester ist in Myanmar von einem Militärgericht zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Ihr wird vorgeworfen, Binnenvertriebene im Bundesstaat Kayah (Karenni) unterstützt zu haben.
Betroffen ist Schwester Benedetta Nya Moe vom Orden der Schwestern der Nächstenliebe der Heiligen Bartolomea Capitanio und Vincenza Gerosa. Nach Angaben aus kirchlichen Kreisen war die Ordensfrau im Bereich Demoso und Loikaw in der medizinischen Versorgung von Binnenvertriebenen tätig. Sie habe Medikamente verteilt und gemeinsam mit weiteren Ordensangehörigen sowie kirchlichen Einrichtungen Hilfsmaßnahmen für Vertriebene organisiert. Die Schwester gehört der ethnischen Gruppe der Kayan an und feierte kürzlich ihr 25-jähriges Ordensjubiläum.
Die Festnahme erfolgte laut Berichten während eines Transports eines verletzten oder kranken Vertriebenen in ein Krankenhaus in Loikaw.
In Myanmar sind rund sechs Prozent der Bevölkerung christlich, die Mehrheit ist buddhistisch geprägt. Die im Osten gelegene Region Demoso ist seit Jahren Schauplatz von Kämpfen zwischen Militär und Widerstandsgruppen und bleibt weiterhin instabil.
Deutsche kirchliche Kommission soll Frauenfrage weltweit beraten
Die Deutsche Bischofskonferenz sucht Menschen mit international-interkultureller Expertise, wissenschaftlicher Kompetenz und Sensibilität in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit zur Mitarbeit in einer neuen Kommission: Das steht in einem aktuellen Schreiben der Generalsekretärin der Bischofskonferenz (DBK), Beate Gilles, das der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA vorliegt. Mit der Einrichtung der Kommission „Frauen in sakramentalen Ämtern in einer weltweiten Perspektive" werde ein Beschluss des Reformprojekts der katholischen Kirche in Deutschland, Synodaler Weg, umgesetzt.
Die Kommission wird gemeinsam mit dem ZdK eingerichtet, wobei ZdK und Bischofskonferenz je fünf Personen entsenden.
Orthodoxer Metropolit ortet religiöse Erneuerung in Serbien
Mehr als 1,1 Mio. Gläubige haben vor Kurzem eine rund zwei Wochen in Belgrad ausgestellt Athos-Reliquie aufgesucht. Für den serbisch-orthodoxen Metropoliten Irinej (Bulovic), der interimistisch seit Jahren auch die serbisch-orthodoxe Diözese Österreich leitet, ist der Besucheransturm Zeichen einer religiösen Erneuerung in Serbien, wie er in einem Interview mit dem griechischen Sender Pemptousa TV betonte. Bei der Reliquie handelte es sich um den heiligen Gürtel der Jungfrau Maria, der eigentlich im Kloster Vatopedi auf dem Athos aufbewahrt wird. Vom 20. Mai bis 5. Juni war die Reliquie in der Kathedrale des Hl. Sava ausgestellt.
Die große Zahl von Gläubigen bei der Reliquienverehrung zeige eine „Wiedergeburt des Glaubens" im Land, so Metropolit Irinej. Viele der Teilnehmer seien früher "Atheisten oder sogar Kirchenfeinde gewesen". Dies deutete er als Zeichen eines tiefgreifenden Wandels.
Irinej gilt als führender Intellektueller der serbischen Kirche und ist bekannt für theologische Schriften und Predigten, in denen er die Bewahrung orthodoxer Traditionen mit sozialer Verantwortung verbindet. Zugleich äußert er sich immer wieder sehr kritisch gegenüber dem Westen, den er als politisch und ideologisch gespalten sieht. An der seiner Ansicht nach schwindenden christlichen Prägung westlicher Gesellschaften lässt er kein gutes Haar.
Die Serbisch-orthodoxe Kirche ist die zahlenmäßig größte orthodoxe Kirche in Österreich. Ihr gehören rund 350.000 Gläubige an. Die rund 25 Pfarrgemeinden verteilen sich über das ganze Land.
Hawaiis Kirche feiert Ankunft der ersten Missionare vor 200 Jahren
Die US-Diözese Honolulu hat ein einjähriges Jubiläumsprogramm zum 200. Jahrestag der Ankunft des Katholizismus auf den Hawaii-Inseln angekündigt. Die Feierlichkeiten beginnen am 9. Juli und beziehen sich auf die Ankunft erster katholischer Missionare im Jahr 1827. Der Auftakt fällt auf das Fest der Diözesanpatronin „Unserer Lieben Frau vom Frieden" und wird gleichzeitig in der Konkathedrale St. Teresa sowie in den 66 Pfarren und 23 Missionskirchen auf mehreren Inseln des Archipels gefeiert. Das Jubiläum soll bis Juli 2027 dauern.
Bei vielen der Feierlichkeiten wird auch an die Tätigkeit früherer katholischer Missionare erinnert, von denen der berühmteste der heilige Damian de Veuster (1840-1889) ist, der im 19. Jahrhundert auf der Leprakolonie in Kalaupapa auf der Insel Molokai wirkte. Der belgische Herz-Jesu-Missionar kam 1864 nach Hawaii und übernahm später die seelsorgliche Betreuung der abgeschotteten Leprakolonie, wirkte entscheidend an der Verbesserung der Lebensbedingungen der Kranken mit, infizierte sich schließlich selbst mit Lepra und starb 1889 auf Molokai.
2009 wurde de Veuster von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen. Die 1843 errichtete Kathedralbasilika in Honolulu, in der er geweiht wurde - sie gilt als älteste durchgehend genutzte katholische Kathedrale der USA - wird derzeit restauriert und soll künftig eine Reliquienkapelle für ihn sowie für die heilige Marianne Cope (1838-1918) erhalten. Die aus Deutschland stammende Franziskanerin war an de Veusters Seite ebenfalls auf Hawaii tätig und übernahm dort vor allem Aufgaben in der Pflege und Organisation der Versorgung von Leprakranken sowie von Waisenkindern. Sie ist seit 2012 eine Heilige.
Foto: Der bereits an Lepra erkrankte Damian de Veuster mit Waisenknaben. Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon.