JA 

die neue Kirchenzeitung

2. Oktober 2022 

Glaubensabfall 

Wer heutzutage von einem „Heiligen Krieg“ spricht, denkt dabei meist an den Dschihad und an islamistische Extremisten. Zu Unrecht. Auch Christen haben in der Vergangenheit „Heilige Kriege“ geführt. Dass sie das auch im 21. Jahrhundert tun, schien bislang undenkbar. 
Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche belehrt uns jetzt eines Besseren –bzw. Schlechteren: Seinen Soldaten verspricht Kyrill die Vergebung all ihrer Sünden, wenn sie im Angriffskrieg gegen die Ukraine den Tod finden. Und er beschwichtigt die Eltern von getöteten Söhnen mit Verweis auf Gott Vater, der  auch seinen eigenen Sohn geopfert hat. 


Die Bonner orthodoxe Theologin Natallia Vasilevich bezeichnete die Aussage des Patriarchen als „blasphemisch". In der Geschichte des Christentums hätten bereits mehrere Kirchenführer einen Sündenerlass für gefallene Soldaten versprochen. „Aber Kyrill ist wohl der erste, der das Opfer eines Soldaten auf dem Schlachtfeld in Treue zu seinem Staat mit dem Heilsopfer Christi selbst vergleicht."
Der Patriarch habe das Bibelzitat „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab" aus dem Johannes-Evangelium auf Armeeangehörige bezogen, „die in einen Krieg geschickt werden, um zu töten".
Neutrales Fazit: Patriarch Kyrill ist vom christlichen Glauben abgefallen. Das sollte ihm jetzt auch der Papst bestätigen.   P. Udo 

Bätzing: Die große Mehrheit der deutschen Bischöfe will Reformen

Die Mehrheit der katholischen deutschen Bischöfe will nach den Worten ihres Konferenzvorsitzenden Georg Bätzing Reformen. „Wir dürfen uns nicht durch die aufhalten lassen, die einfach alles blockieren", sagte der Limburger Bischof am 26. September  zum Auftakt der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda im deutschen Bundesland Hessen. Das Nein zu Reformen „stimmt einfach nicht überein mit der Wahrnehmung des Gottesvolkes und auch den demografischen Tendenzen, die wir ja auch wahrnehmen."
Bätzing betonte vor Journalisten in Fulda, zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Bischöfe wollten Änderungen auch in der Lehre der Kirche. Zur Einschätzung des Passauer Bischofs Stefan Oster, der die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bischöfen für „kaum mehr versöhnbar" hält, sagte Bätzing, Oster könne selbst überlegen, wo er auf andere zugehen könne. Nein-Sagen allein reiche nicht.
Bätzing sprach mit Blick auf die Reformdebatte „Synodaler Weg" von einem großen Erfolg. Bis auf den Grundlagentext zur Sexualethik seien bisher alle Vorhaben mit den nötigen Mehrheiten verabschiedet worden.
Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum „Synodalen Weg"
Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, hat sich mit einem Grußwort an die Teilnehmer der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda gewandt. Darin äußerte er erneut Bedenken zum „Synodalen Weg“.
Deutsche Bischöfe können Streit über Sexualmoral nicht beilegen
Die rund 70 katholischen Bischöfe in Deutschland haben ihren Streit um Fragen der Sexualmoral nicht beilegen können. „Wir haben einen Konsens, dass wir einen Dissens haben", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, am 29. September zum Abschluss der Herbstvollversammlung des Episkopats. Die Meinungsverschiedenheiten seien „auszuhalten, ohne dass wir als Weggemeinschaft auseinanderfallen".
Kirchenreformdebatte: Kurienkardinal zieht Vergleich zur NS-Zeit
Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch sieht Parallelen zwischen aktuellen kirchlichen Diskussionen und solchen aus der NS-Zeit. „Es irritiert mich, dass neben den Offenbarungsquellen von Schrift und Tradition noch neue Quellen angenommen werden; und es erschreckt mich, dass dies - wieder - in Deutschland geschieht", sagte er der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost" (Donnerstag). Koch fügte wörtlich hinzu: „Denn diese Erscheinung hat es bereits während der nationalsozialistischen Diktatur gegeben, als die sogenannten 'Deutschen Christen' Gottes neue Offenbarung in Blut und Boden und im Aufstieg Hitlers gesehen haben."
Die Deutsche Bischofskonferenz reagierte  empört auf den NS-Vergleich und forderte eine sofortige Entschuldigung: „Wenn diese öffentliche Entschuldigung nicht umgehend geschieht, werde ich eine offizielle Beschwerde beim Heiligen Vater einreichen", sagte der Konferenzvorsitzende Georg Bätzing. Kardinal Koch entschuldigte sich bislang nicht, er fühlt sich „missverstanden“.
Erzbischof von Bratislava:  Eigenlob und Deutschland-Kritik
Die Kirche braucht nach Worten des Erzbischofs von Bratislava, Stanislav Zvolensky, Zusammenarbeit auf allen Ebenen. In der Slowakei funktioniere die Synodalität bereits gut.
Der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz sieht die deutsche Kirche kritisch: „Aus meinen Beobachtungen kann ich schon sagen: Die Gefahr, dass eine Struktur nur noch um sich selbst kreist und das Evangelium dabei vergisst, ist in Deutschland sehr real."
Staatsanwaltschaft leitet keine Ermittlungen gegen Woelki ein
Die Staatsanwaltschaft Köln hat erneut Ermittlungen gegen Kardinal Rainer Maria Woelki abgelehnt. Es gebe keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass der Kölner Erzbischof im Fall des unter Missbrauchsverdacht stehenden prominenten deutschen Geistlichen Winfried Pilz (1940-2019) eine falsche Versicherung an Eides statt abgegeben und eine Straftat begangen habe. Drei Priester hatten zuvor Anzeige erstattet.
 

Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein „schwarzer Tag"
Kardinal Ruini: Italien ist zu einem großen Teil rechts 

Für den Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz war der Tag der italienischen Parlamentswahlen kein „schwarzer Tag". "Wenn Italiener ihre Zukunft wählen, ist das nie ein schlechter Tag. Es ist immer das Ausüben der Demokratie", sagte Kardinal Matteo Zuppi im Interview der Zeitung „Avvenire" . Die Italiener hätten mit dem Wählen ihr Recht und ihre Pflicht ausgeübt. Nun müsse gefragt werden, wofür das Ergebnis der Abstimmung stehe.
Bei der Wahl vergangenen Sonntag hatte die rechtsnationale Partei Fratelli d'Italia unter Giorgia Meloni einen landesweiten Wahlsieg errungen. Gemeinsam mit den ebenfalls rechten Parteien Lega und Forza Italia kann die 45-Jährige nun in beiden Parlamentskammern eine Mehrheit bilden.
Der frühere Generalvikar von Rom, Kardinal Camillo Ruini, ist nicht überrascht vom Wahlerfolg Giorgia Melonis in Italien. Die vorherrschende politische Kultur sei links, aber das Land zu einem großen Teil rechts, so der ehemalige Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz im Interview des „Corriere della Sera". 

Vatikan bestätigt Disziplinarauflagen gegen Nobelpreisträger Belo

Der Vatikan hat bestätigt, dass gegen den früheren Bischof von Osttimor und Friedensnobelpreisträger von 1996, Carlos Filipe Ximenes Belo (74), in den vergangenen Jahren kirchliche Disziplinarmaßnahmen im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen verhängt worden sind. Die zuständige Glaubenskongregation habe 2019 Anschuldigungen „bezüglich des Verhaltens des Bischofs" erhalten und im September 2020 disziplinarische Einschränkungen gegen Belo verhängt, erklärte Vatikansprecher Matteo Bruno am Donnerstagabend.
Weitere Angaben, etwa zur Untersuchung der Vorwürfe machte der Vatikansprecher zunächst nicht. Belo hatte 1996 für seinen Einsatz für die Menschenrechte während der indonesischen Besatzung von Osttimor, einer ehemaligen portugiesischen Kolonie, den Friedensnobelpreis erhalten. 2002 war er im Alter von nur 54 Jahren als Bischof (Apostolischer Administrator) von Dili zurückgetreten und hatte dafür gesundheitliche Gründe angegeben. Nach einer Station als Hilfspriester in Maputo (Mosambik) lebte er in den vergangenen Jahren in Portugal.
Schwere Anschuldigungen
Zuvor hatte das niederländische Nachrichtenmagazin „De Groene Amsterdammer" schwere Anschuldigungen gegen Belo veröffentlicht. Demnach soll der Bischof in Osttimor jahrelang Jungen sexuell missbraucht haben. Dies hätten Berichte von Betroffenen ergeben sowie Recherchen in deren Umfeld. Anfragen zu den Vorwürfen an Belo, den Vatikan und den Salesianerorden, dem der emeritierte Bischof angehört, seien indes unbeantwortet geblieben, so das Nachrichtenmagazin.

Australien: Vatikan leitete Untersuchung gegen früheren Bischof ein

Australiens katholische Bischofskonferenz hat die Einleitung eines Untersuchungsverfahrens wegen sexuellen Missbrauchs gegen den zurückgetretenen Bischof von Broome, Christopher Saunders (72), bestätigt. Der Vatikan habe eine kirchenrechtliche Untersuchung eingeleitet und Brisbanes Erzbischof Mark Coleridge mit der Aufsicht über das Verfahren beauftragt. 

Russland: Katholische Bischöfe stellen sich gegen den Krieg

Die katholischen Bischöfe in Russland haben sich mit einem dringenden Appell dagegen gestellt, Krieg als Mittel zur Lösung von Problemen zwischen Nationen einzusetzen. Unmittelbarer Anlass ihrer Äußerung ist die von Russlands Präsident Putin angeordnete Teilmobilmachung, wie das Nachrichtenportal „Vatican News" und der vatikanische Missionspressedienst „Fides" berichten.
Die „Konfrontation" in der Ukraine sei „zu einem groß angelegten militärischen Konflikt ausgeartet, der bereits Tausende Opfer gefordert hat, das Vertrauen und die Einheit zwischen Ländern und Völkern untergräbt und die Existenz der ganzen Welt bedroht", heißt es in dem vom Moskauer Erzbischof Paolo Pezzi unterzeichneten Bischofskonferenz-Appell vom Mittwoch. Ausdrücklich zitieren die Bischöfe aus einer Ansprache von Papst Pius XII. aus dem August 1939: „Mit dem Frieden ist nichts verloren, aber durch den Krieg kann alles verloren gehen", hatte dieser am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gewarnt.
Die Russische Bischofskonferenz mahnt zudem, an die Worte von Papst Franziskus während seiner jüngsten Reise nach Kasachstan zu denken: „Wir dürfen uns nicht an den Krieg gewöhnen, wir dürfen uns nicht mit seiner Unvermeidlichkeit abfinden", hatte der Papst am 14. September in Astana gemahnt. Und: „Lasst uns denen helfen, die leiden, und lasst uns darauf bestehen, dass wirklich versucht wird, Frieden zu schaffen. Was muss noch geschehen, wie viele Tote muss es erst noch geben, bevor die Konflikte dem Dialog zum Wohle der Menschen, der Völker und der Menschheit weichen? Der einzige Ausweg ist der Frieden, und der einzige Weg dorthin ist der Dialog."
Die Bischöfe seien sich bewusst, dass Regierungen in bestimmten Situationen ihre Bürger zum Kampf auffordern müssten, aber nur dann, wenn entsprechende militärische Aktionen darauf abzielten, den Konflikt schnell zu beenden, so das Schreiben weiter. Das Dokument verweist auch auf den Katechismus der Katholischen Kirche, der den Rückgriff auf den Krieg nur zur legitimen Verteidigung und nur bei Vorliegen bestimmter Bedingungen zulässt. In diesem Zusammenhang unterstreicht die Bischofskonferenz, dass die endgültige Entscheidung darüber, ob ein einzelner Bürger am Krieg teilnimmt oder nicht, eine Gewissensfrage ist. In dem Appell wird zudem daran erinnert, dass die Verfassung der Russischen Föderation diejenigen schütze, die den Einsatz von Waffen aus Gewissensgründen ablehnen.

Kardinal Koch: Kyrill wollte „strategische Allianz mit Rom"

Zur Stützung seiner religiösen Legitimierung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hatte der Moskauer Patriarch Kyrill I. offenbar auf eine „strategische Allianz mit Rom" gehofft. Das betonte der vatikanische „Ökumene-Minister", Kardinal Kurt Koch, in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung" (25. September). Kyrill sei der Überzeugung, es sei „die besondere Sendung Russlands, die christlichen Werte gegenüber dem dekadenten Westen zu schützen" - daher habe Kyrill ihm bei einem Moskau-Besuch eine strategische Allianz zur Verteidigung dieser Werte vorgeschlagen, so Koch. Er habe dies freilich abgelehnt: „Ich kannte Kyrills Vorstellungen. Trotzdem hätte ich nicht damit gerechnet, dass er so weit geht und diesen Angriffskrieg legitimiert. Dies hat mich sehr überrascht." 

Ukrainische Kirchen protestieren gegen Scheinreferenden

Die Glaubensgemeinschaften der Ukraine verurteilen die sogenannten Referenden in den von Russland besetzten ostukrainischen Gebieten als illegalen gewaltsamen Annexionsversuch. Die Aktion der Besatzungsbehörden sei „willkürlich" und verstoße gegen internationales Recht und vertragliche Verpflichtungen der Russischen Föderation gegenüber Kiew, erklärte der Gesamtukrainische Rat der Kirchen und religiösen Organisationen am Wochenende.
Der Gesamtukrainische Religionsrat erklärte, die Abhaltung von "Pseudo-Referenden" mit "vorgehaltener Waffe" sowie ohne persönliche Freiheit und Respekt für die Würde des menschlichen Lebens verhöhne die Demokratie und diskreditiere staatliche Institutionen. Eine echte Willensbekundung ist nach den Worten des Rates unter diesen Bedingungen unmöglich. Der von Russland angezettelte Krieg gegen die Ukraine ziele darauf ab, einen Teil des ukrainischen Territoriums an sich zu reißen und den ukrainischen Staat zu zerstören; das verstoße gegen das Völkerrecht.
Dem Gremium gehören 15 Glaubensgemeinschaften, christliche, jüdische und muslimische, sowie die ukrainische Bibelgesellschaft an. Damit repräsentiert es nach eigenen Angaben mehr als 95 Prozent der religiösen Gemeinden des Landes. 
Foto Erzbischof Paolo Pezzi auf YouTube.

Papst dankt Wiener Theologen Appel für Buch 

Papst Franziskus hat dem Wiener Theologen Prof. Kurt Appel für sein jüngstes Buch über Christentum und Islam gedankt. „Ich schätze Ihren Beitrag zu dem Weg, den wir gemeinsam mit unseren muslimischen Brüdern zur menschlichen Brüderlichkeit gehen wollen, dem einzig möglichen Weg zum Weltfrieden und gemeinsamen Zusammenleben", schrieb Franziskus in einem persönlichen Brief an Appel. Anlass war Appels jüngstes, bislang nur auf Italienisch erschienenes Buch „Quando il cielo si squarcia" (dt. „Wenn der Himmel zerrissen wird"), in dem es um das Verhältnis von Christentum und Islam geht. „Ich ermutige Sie, mit Ihrer akademischen Arbeit voranzukommen, Brücken zu bauen und den Glauben an den einen Gott zu stärken, der uns hilft, für eine bessere Welt zu arbeiten", so Franziskus. 
Das Buch geht u.a. den Fragen nach, was es für den Islam bedeutet, nach dem Christentum und dessen Offenbarungsanspruch entstanden zu sein - und andersherum, ob es Christen möglich sein könnte, auch im Koran eine Art Evangelium bzw. Offenbarung Gottes zu erkennen. U.a. analysiert Appel in dem Werk die gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und Großimam Ahmad Mohammad Al-Tayyeb II. aus dem Jahr 2019. Den Abschluss bildet eine Reflexion auf das Verhältnis von trinitarischem Glaubensbekenntnis und Koran. 
Kurt Appel ist Professor für Theologische Grundlagenforschung am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Sprecher des Forschungszentrums "Religion and Transformation in Contemporary Society". 

Bauprojekt im St. Josef Krankenhaus erfolgreich abgeschlossen
Größte Geburtsklinik Österreichs: 4.000 Geburten pro Jahr

Im Juni 2015 erfolgte der Spatenstich für das bisher größte Bauprojekt im Wiener St. Josef Krankenhaus; sieben Jahre später sind die Bauarbeiten nun abgeschlossen, wie das Krankenhaus in einer Aussendung mitteilte. Im Zuge der Neu- und Umbauarbeiten hätten sich sowohl das Gebäude als auch das Leistungsspektrum des Ordensspitals stark verändert. Kernstück des Projekts war demnach der Ausbau der Geburtshilfe zu einem Eltern-Kind-Zentrum mit Kinderabteilung und Neonatologie. Dazu wurden 2019 die beiden geburtshilflichen Abteilungen des Krankenhauses Göttlicher Heiland und des St. Josef Krankenhauses Wien - beides Häuser der Vinzenz Gruppe - zusammengelegt. Mit rund 4.000 Geburten pro Jahr ist das Ordensspital im 13. Wiener Gemeindebezirk mittlerweile die größte Geburtsklinik Österreichs.
Die im Juni 2018 komplett neu eröffnete Kinderabteilung mit Neonatologie ermögliche zudem die Betreuung kranker und frühgeborener Babys vor Ort, hieß es. Neben der Geburtshilfe sei aber auch das weitere medizinische Leistungsspektrum, insbesondere die Schwerpunkte Onkologie und Tumorchirurgie, vergrößert worden. Dank eigener interdisziplinärer Zentren verfüge das St. Josef Krankenhaus Wien nun über eine besondere Expertise in den Bereichen von Brust-, Darm-, Speiseröhren- und Magenkrebs.
Im Zuge der Bauarbeiten entstanden insgesamt drei Neubauten, die Nutzfläche des Spitals wurde von rund 10.400 auf knapp 25.700 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Im „Haus Margareta", dem jüngsten Zubau, der im Oktober in Vollbetrieb geht, sind laut Aussendung weitere Räumlichkeiten für das Eltern-Kind-Zentrum untergebracht, darunter Ambulanzräume und drei weitere Kreißzimmer.
Das St. Josef Krankenhaus Wien ist eng mit dem Orden der Salvatorianerinnen verbunden. 1930 erwarben die Schwestern das St. Josef Krankenhaus Wien - ein ehemaliges Sanatorium - und stellten es in den Dienst der Gesundheitsversorgung. (Infos: www.sjk-wien.at)
 

Schulamtsleiterin Pinz: Personelle Lage bei Religionslehrern ernst

Die personelle Situation bei den Religionslehrkräften ist ernst. Das berichtete Andrea Pinz, Leiterin des Erzbischöflichen Amts für Schule und Bildung in Wien, im Gespräch mit Kathpress. „Wir wissen, dass es zu Karenzierungen oder Krankenständen kommen kann und wir haben keinen Reservepool." Zu der ohnehin angespannten Lage komme eine starke Pensionierungswelle, die bis 2035 andauern wird, so Pinz.
„Wir merken bereits seit mehreren Jahren, dass wir auf einen Lehrermangel zusteuern", so Pinz. Insbesondere durch Klassenzusammenlegungen, einstündigen Religionsunterricht und die Einführung des Modells „Dialogisch-konfessioneller Religionsunterricht" sei es für das Schuljahr 2022/23 in Wien noch einmal gelungen, alle offenen Religionsstunden zu besetzen. Die kommenden Jahre würden jedenfalls „große Herausforderungen" mit sich bringen.  
Aktuell gibt es in Österreich 6.900 Religionslehrkräfte, davon sind 2.800 zwischen 51 und 60 Jahre alt und 780 zwischen 61 und 65 Jahre.

Wachaumarathon: 5.650 Papayabäume für den Senegal gespendet

Beim Wachaumarathon am Sonntag wurde nicht nur gelaufen, sondern auch für einen guten Zweck gespendet. Mit dem Reinerlös der Spenden können 5.650 Papayabäume für den Senegal finanziert werden, wie die Caritas der Diözese St. Pölten am Montag mitteilte. „Die 5.650 neuen Papayabäume, die nun im Senegal gepflanzt werden können, unterstützen von Armut betroffene Familien und sind gut fürs Klima. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, dass dieser Wachaumarathon im wahrsten Sinne des Wortes 'Früchte trägt'", so der St. Pöltner Caritas-Generalsekretär Christoph Riedl.
Wie die Caritas mitteilte, verschärft sich seit einigen Jahren die Hungersituation im Senegal wieder. Hauptgründe seien die Auswirkungen der Klimakatastrophe, die Folgen der Covid-19-Pandemie sowie der Anstieg der Nahrungsmittelpreise und Lebensmittelknappheit durch den Ukraine-Krieg. So wie im Großteil Afrikas lebe auch die Bevölkerung im Senegal vorwiegend von Landwirtschaft und Viehzucht.
 

Algerien: Lokale Caritas muss alle Aktivitäten einstellen

Die katholische Kirche in Algerien hat mit Bedauern die Schließung aller karitativen Aktivitäten und Einrichtungen der Caritas in dem nordafrikanischen Land ab dem 1. Oktober bekannt gegeben. Das vermeldet der vatikanische Fides-Nachrichtendienst, der sich auf ein Kommunikee der Erzdiözese Algier bezieht. In der vom emeritierten Erzbischof und Caritas-Verantwortlichen Paul Desfarges unterzeichneten Mitteilung ist von einer „vollständigen und endgültigen" Schließung die Rede. Die Maßnahme erfolge auf Wunsch der algerischen Behörden. „Selbstverständlich", so heißt es in dem Text, „bleibt die katholische Kirche ihrem karitativen Auftrag im Dienste der Geschwisterlichkeit treu", und zwar „in Verbindung mit allen Menschen guten Willens".
Die Entscheidung, die Aktivitäten von Caritas Algerien einzustellen, wurde laut den Berichten von den zuständigen algerischen Behörden getroffen, ohne den Bischöfen der katholischen Kirche Algeriens eine ausführliche offizielle Begründung zu geben. Der Pressedienst „Fides" bezog sich auf nicht näher genannte „lokale Quellen", wonach die Caritas vermutlich Gegenstand dieser restriktiven Maßnahmen wurde, weil sie als ausländische Nichtregierungsorganisation betrachtet wird. 
Alle Mitteilungen des Innenministeriums enthielten allgemeine Hinweise auf die Tatsache, dass die katholische Kirche angeblich eine nicht zugelassene Organisation "deckt", die in "illegale" Aktivitäten verwickelt ist, ohne jedoch konkrete Hinweise auf irgendwelche Gesetzesartikel zu geben, gegen die angeblich verstoßen wurde. 
Die Christen sind in Algerien eine kleine Minderheit und machen bei insgesamt rund 43 Millionen Einwohnern nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung aus. 
Die Zahl der Christinnen und Christen wird heute auf 80.000 bis 90.000 geschätzt. Davon sind rund 5.000 bis maximal 10.000 katholisch, wobei es keine genauen Zahlen gibt. So gut wie alle Katholiken sind Ausländer. 

Kurznachrichten

  

Papst Franziskus will vom 3. bis 6. November Bahrain besuchen. Offizielle diplomatische Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Bahrain existieren seit 1999. Der Islam ist in dem Königreich Staatsreligion. 

 

Papst Franziskus hat den portugiesischen Kardinal Jose Tolentino de Mendonca (56) zum Präfekten des Dikasteriums für Kultur und Bildung in der Römischen Kurie ernannt. Er ist in seiner Heimat auch als Schriftsteller bekannt und hat mehrere Literaturpreise gewonnen.   

 

Kolumbien. In der Hauptstadt Bogota haben am 28. September Protestierende, die für das Recht auf Abtreibung demonstrierten, einen Brandanschlag auf die Hauptstadtkathedrale verübt. 

 

Schweiz. Der Herbert Haag Preis 2023 geht an Julia Enxing, Professorin für Systematische Theologie an der Technischen Universität Dresden, und an das theologische Feuilleton „Feinschwarz», ein österreichisch-schweizerisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt. Die Preisverleihung findet am 26. März 2023 in Luzern statt. 

 

Deutschland. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat nach zwölf Jahren das Amt des Beauftragten der Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich an den Aachener Bischof Helmut Dieser (60) übergeben. 

 

USA. Der Generalsekretär des Synodensekretariats im Vatikan, Kardinal Mario Grech, hat die Bischöfe der Vereinigten Staaten aufgefordert, „mehr auf andere zu hören". Dies bedeute zugleich, „auf den Heiligen Geist zu hören", sagte er kürzlich bei einem Vortrag vor mehr als 200 einflussreichen Katholiken in New York. 

 

Italiens katholische Kirche erhöht ihr Hilfsbudget auf 6,4 Millionen Euro. Davon seien zwei Millionen für Menschen in der Sahel-Zone und am Horn von Afrika gedacht; die weiteren 4,4 Millionen sollten die krisengeplagten Bevölkerungen in Indien, Sri Lanka, Pakistan, im Libanon, Syrien, Jordanien, Irak und Kenia bekommen. 

 

Schweiz.  Die Bürger des Schweizer Kantons Luzern haben einen staatlichen Beitrag für den Neubau der Schweizergarde-Kaserne im Vatikan deutlich abgelehnt. Bei einem Referendum stimmten 71,5 Prozent mit Nein. 

Deutschland/Armenien. Das deutsche katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis fordert europäische Friedenstruppen zum Schutz Armeniens. 


In El Salvador sind Vertreter der katholischen Kirche auf Distanz zu den Äußerungen von Erzbischof Jose Luis Escobar Alas gegangenen. Dieser hatte sich indirekt für eine Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Nayib Bukele ausgesprochen. 

 

In Ägypten hat die katholische Kirche eine neue Diözese errichtet. Al Qusia umfasst 13 Gemeinden mit 29.000 Mitgliedern. Sie werden von 16 Priestern, 5 Ordensmännern und 16 Ordensfrauen betreut. 

 

Palästina. Ein Bauer im Gazastreifen ist beim Pflanzen eines Olivenbaums auf ein gut erhaltenes byzantinisches Mosaik aus dem 5. bis 7. Jahrhundert gestoßen. Es handelt sich um einen der bedeutendsten archäologischen Funde, die jemals im Gaza-Streifen gemacht wurden. 

 


Österreich

 

Wien. Neben vielen Prominenten sind auch Bundeskanzler Karl Nehammer und die ÖVP-Regierungsmitglieder dem Aufruf der Caritas nachgekommen und haben ihren Klimabonus an die Hilfsorganisation gespendet. 

 

Oberösterreich. Die Pfarrstrukturreform der Diözese Linz geht weiter. In diesem Herbst starten sieben Dekanate in den zweijährigen Übergangsprozess, an dessen Ende die neuen Pfarren als pastorale Räume mit Pfarrteilgemeinden stehen. 

 

Wien. Der Katholische Familienverband (KFÖ) lobt die Ankündigung der Wiedereinführung des Rechtsanspruchs auf Sonderbetreuungszeit als „wichtige Unterstützung für Eltern".  Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft wurde bisher für 107.430 Personen Sonderbetreuungszeit beantragt. 

 

Wien. Die St. Elisabeth-Stiftung in der Erzdiözese Wien hat in Wien-Simmering eine neue Mutter-Kind-Einrichtung eröffnet. Das neue „Haus Collegialität "in der Molitorgasse soll ab sofort wohnungslose, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern auf eine künftige Arbeitsstelle und eine eigene Wohnung vorbereiten, teilte die Erzdiözese Wien am Montag mit. Die Einrichtung bietet demnach Platz für 13 Frauen mit je ein bis zwei Kindern.  

Bruder Andrew † 

Der Gründer des internationalen Hilfswerks Open Doors, Anne van der Bijl, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Der als „Bruder Andrew" bekannte Niederländer hatte Open Doors 1955 gegründet. Er habe für seinen Dienst an verfolgten Christen hohe persönliche Risiken in Kauf genommen, würdigte Kurt Igler, Österreich-Geschäftsführer von Open Doors, in einer Aussendung den Verstorbenen.
Bekannt wurde der evangelische Missionar durch die von ihm verfassten Bücher, allen voran die 1967 erschienene Autobiografie „Der Schmuggler Gottes", in der seine Grenzübertritte mit gefüllten Bibelkoffern in die damals kommunistischen Ostblock-Länder, seine Verfolgung durch den KGB und Begegnungen mit isoliert lebenden Christen geschildert sind. 1981 brachte er in einer Großaktion eine Million Bibeln per Schiff in die Volksrepublik China.
Seit der "Wende" richtete der Open-Doors-Gründer seine Aufmerksamkeit besonders auf die muslimischen Länder im Nahen Osten und Südasien sowie auf die Situation von zum Christentum Konvertierten. Privat traf er dabei die Leiter mehrerer islamisch-fundamentalistischer Gruppen, wie etwa der Hamas und Hisbollah. Stets forderte er dabei, Christen dürften Muslime wie auch alle politischen oder religiösen Gruppen nicht als Feinde wahrnehmen, sondern müssten sie „aufrichtig lieben". 
Heute unterstützt das überkonfessionelle Hilfswerk nach eigenen Angaben mit rund 1.400 Mitarbeitern verfolgte Christen in rund 70 Ländern. 

Auch das noch...

Hohe Wohnkosten vertreiben Christen aus Altstadt Jerusalems 

Die einheimischen Christen drohen zusehends aus dem Stadtbild Jerusalems zu verschwinden, weil sie sich die Lebenshaltungskosten vor Ort nicht mehr leisten können. Davor warnt der Rektor des österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem, Markus Bugnyar. Gerade für christliche Palästinenser seien etwa die hohen Mietpreise in der Jerusalemer Altstadt eine große Belastung, sagte Bugnyar im Interview mit Radio Vatikan. 
Viele christliche Familien Jerusalems zögen über kurz oder lang in die günstigere Westbank, „wo man mehr Wohnraum für weniger Geld kriegt". Ein Trend, dem unter anderem durch Hilfe aus dem Sozialfond des Pilger-Hospizes entgegengewirkt werden soll. 
Die Präsenz der Christen in der Heiligen Stadt Jerusalem nannte Bugynar „für uns essenziell". Man dürfe nicht tatenlos dabei zusehen, wie christliches Leben da, wo es entstanden ist, sich immer weiter verringere und in Randgebiete gedrängt werde. 
Israel beziffert den Prozentsatz der Christen im Land nach Bugnyars Angaben mit 1,7 Prozent, in Jerusalem seien es 20.000 bis 25.000 christliche Gläubige, verteilt auf die verschiedenen Konfessionen. Das Österreichische Pilger-Hospiz liegt an der Via Dolorosa im muslimischen Viertel der Jerusalemer Altstadt. Es ist das älteste nationale Pilgerhaus im Heiligen Land. 
 

US-Kardinäle mit doppeltem Signal für Transgender 

Die US-amerikanischen Kardinäle Blase Cupich und Timothy Dolan heißen Transgender-Personen in allen katholischen Krankenhäusern willkommen. 
Niemand werde diskriminiert, ausnahmslos jeder Mensch müsse die ihm zustehende beste Gesundheitsversorgung erhalten, schreiben die Erzbischöfe von Chicago und New York in einem gemeinsamen Artikel im Jesuiten-Magazin „America". Gleichzeitig lehnen sie Geschlechtsumwandlungen in katholischen Spitälern entschieden ab. 
Staatliche Bestimmungen, die Ärzte und Krankenhauspersonal dazu zwingen, bei Geschlechtsumwandlungen mitzuwirken, seien ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit. Die Ablehnung solcher Eingriffe aus religiösen oder moralischen Gründen stellten keine Diskriminierung von Transgender-Personen dar, so Cupich und Dolan. 

Jugend-Workshops in Nahost: Pro Oriente zieht positive Bilanz 

Die Stiftung Pro Oriente hat in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner, der „We choose abundant life"-Gruppe, sechs Jugend-Workshops in Ländern des Nahen Ostens abgehalten, mit denen Synodalität, Ökumene und gesellschaftspolitisches Engagement auf Basis christlicher Werte gefördert werden sollen. Mehr als 150 junge Christinnen und Christen konnten an den Veranstaltungen teilnehmen, wie die Stiftung am Donnerstag mitteilte. 
Der jüngste Workshop fand vom 16. bis 18. September in Ägypten statt. Auf Einladung des koptischen Papst-Patriarchen Tawadros II. kamen im Logos-Zentrum im Wadi Natrun 22 Jugendliche und junge Erwachsene zusammen. Sie gehörten der koptisch-orthodoxen, griechisch-orthodoxen, katholischen, anglikanischen und evangelischen Kirche an. 
Der Workshop fand in Zusammenarbeit mit dem Ägyptischen Kirchenrat statt.  Am Schluss des Workshops bekräftigten die Jugendlichen ihren Willen zu mehr Synodalität und zu mehr Ökumene. „Sie wollen gemeinsam unterwegs sein, sich vernetzen und künftig sich einmal im Monat treffen", so Pro Oriente-Projektreferentin Viola Raheb, die maßgeblich in die Vorbereitung und Durchführung der Workshopreihe involviert war. 
 

„VinziWerke": Lebensmittelrettungs-Apps setzen Sozialmärkten zu 

Eine gestiegene Anzahl an Anbietern zur Lebensmittelrettung, darunter auch Apps, setzen Sozialmärkte mit karitativer Ausrichtung zunehmend unter Druck. Auf dieses Problem machen die „VinziWerke" in einer Aussendung am Dienstag anlässlich des Tages gegen Lebensmittelverschwendung (29. September) aufmerksam. Während die Nachfrage nach leistbaren Lebensmitteln seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs spürbar gestiegen ist, vermelden die „VinziMärkte" des Hilfswerks nachlassende Spenden aus dem Lebensmittelhandel, beklagte Amrita Böker, Koordinatorin der „VinziWerke". 
Supermärkte würden ihre Lebensmittel nun vermehrt auch an digitale Anbieter abgeben und ihren Einkauf außerdem mittlerweile insgesamt sparsamer kalkulieren. Die „VinziWerke" freuten sich über Initiativen, die Lebensmittel retten, stellte Böker klar, man wolle aber darauf hinweisen, dass Menschen in Not auf die an Sozialmärkte gespendeten Lebensmittel angewiesen seien. 

Elbs: Bruderschaft St. Christoph gab schon 20 Millionen für Hilfe 

Die westösterreichische Bruderschaft St. Christoph hat ein besonderes Jubiläum gefeiert:  Der 20-millionste Spenden-Euro wurde durch die  „Vereinigung christlicher Nächstenliebe" vergeben. „Menschen in Not helfen und unterstützen: Das ist der christliche Grundauftrag, den wir in der Bruderschaft St. Christoph zu leben versuchen", betonte der Feldkircher Bischof und Präsident der Bruderschaft, Benno Elbs, bei einem Pressegespräch im Tiroler Stift Stams. Die Bruderschaft St. Christoph zählt heute mit laut Eigenangaben über 23.000 Brüdern und Schwestern aus aller Welt zu den größten karitativen Einrichtungen des Alpenraums.
Mit der Vergabe von jeweils 50.000 Euro an Frauenhausprojekte in Tirol und Vorarlberg konnte nun die prestigeträchtige Grenze überschritten werden, wie die Bruderschaft mitteilte. „Wenn wir nun den 20-millionsten Euro an bedürftige Menschen weitergeben, dann zeigt das vor allem: Nächstenliebe ist nicht von gestern, sondern eine Haltung für heute und morgen", zeigte sich der Bruderschafts-Präsident Elbs überzeugt. Er danke den Mitgliedern sowie den Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung und ihren großen Einsatz, "der Menschen aufatmen lässt und Zuversicht schenkt".
1386 von Heinrich dem Findelkind gegründet um Geld für den Bau des Hospizes St. Christoph am Arlberg als Schutzhaus für in Not geratene Reisende zu sammeln, wurde die Bruderschaft 1962 wiedergründet. Das Arlberg-Hospiz-Hotel in St. Christoph am Arlberg ist seither Sitz der Bruderschaft. Ziel der Initiative ist es, unter dem Motto "sehen, helfen, handeln" unverschuldet in Not geratenen Familien schnell und unbürokratisch zu helfen. Durch eine Jahresspende von derzeit mindestens 50 Euro ermöglichen die Mitglieder der Bruderschaft die Errichtung eines Wohltätigkeitsfonds. 
Foto: Bruderschaft St. Christoph.